Klimakatastrophe: Aktivistin kritisiert "verlogene Klimadebatte" der Parteien

Luisa Neubauer wirft den Parteien vor, im Vorfeld der Bundestagswahl soziale Themen gegen den Schutz des Klimas auszuspielen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer
Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer (Bild: Stefan Müller/CC-BY 2.0)

Die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer wirft den politischen Parteien eine "verlogene Klimadebatte" vor. Ärmere Menschen würden "als Ausrede genutzt", um weniger Klimaschutz zu betreiben, sagte Neubauer der Deutschen Presse Agentur (dpa). Dabei hätten die politisch Verantwortlichen "jahrzehntelang soziale Ungerechtigkeit befürwortet und eine Politik für die Wirtschaft und nicht für die Menschen gemacht", erklärte die Aktivistin.

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In der Debatte um Billigflüge und höhere Benzinpreise sei der Eindruck entstanden, als ob mehr Klimaschutz wegen sozialer Fragen nicht möglich wäre, sagte Neubauer. Dabei sei es Aufgabe der Politik, einen angemessenen sozialen Ausgleich zu schaffen. "Die Regierung muss anfangen, mit den Leuten Klartext darüber zu sprechen, vor welchen Herausforderungen wir stehen."

Zu den politischen Attacken der jüngsten Zeit gegen die Grünen erklärte Neubauer: "Man könnte meinen, einige Parteien versuchen, ihre fehlenden Klimaschutzprogrammatiken durch Kritik an den Grünen zu verdecken." Neubauer ist nach Angaben eines Sprechers seit Längerem selbst Mitglied bei den Grünen.

Benzinpreise: "Parteien wollen anscheinend die Menschen für dumm verkaufen"

Anfang Juni hatte Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock eine hitzige Debatte über höhere Benzinpreise ausgelöst, nachdem sie erklärt hatte, dass ihre Partei bis 2023 den Sprit um 16 Cent verteuern wolle. Dabei ist der steigende CO2-Preis, der automatisch zu höheren Benzinpreisen führt, längst beschlossene Politik der Bundesregierung.

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"Einige Parteien wollen anscheinend die Menschen für dumm verkaufen", sagte Neubauer. Dabei solle sich die Regierung eher darauf konzentrieren, die internationalen Klimaabkommen einzuhalten und einen "sozial gerechten Klimaschutz für alle zu gestalten". Dafür werde Fridays for Future in den kommenden Wochen gemeinsam mit Gewerkschaften und Sozialverbänden kämpfen, kündigte Neubauer an.

Was, wenn wir einfach die Welt retten?: Handeln in der Klimakrise

Die Aktivisten von Fridays for Future wollen an diesem Freitag, exakt 100 Tage vor der Bundestagswahl, wieder auf die Straße gehen, um für die Einhaltung der Klimaziele einzutreten. Damit wollen sie die wöchentlichen Streiks wieder aufnehmen, die während der Coronapandemie teils zum Erliegen gekommen waren.

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Schnueggel 25. Jun 2021

Ich glaube keine Partei hat aktuell kein Klimaschutz im Programm. Das würde mich doch...

Ach 24. Jun 2021

Verstehe : im vollen Bewusstsein, dass sich die Verteilung von Steuereinnahmen jederzeit...

Role88 22. Jun 2021

Warum wird dann die Vergangenheit so vertuscht?

dobeldo 21. Jun 2021

Das viele Foerderungen dann nicht greifen wenn man nur 90% macht. Siehe: Zurheide: Auf...

Myrso 21. Jun 2021

Das sind Detailfragen, welche dann im Entstehungsprozess des Gesetzes geklärt werden...



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