''Kohle ist für China die sicherste Energiequelle''
Doch der Handelskrieg überschattete die Klimagespräche. China stört sich an den US-Zöllen zur Einfuhr chinesischer Solarpaneele und Batteriekomponenten. Auch der Plan der G7, Chinas Vormachtstellung als Hauptlieferant von Materialien für Halbleiter, Batterien für Elektrofahrzeuge und andere Technologien zu bremsen, verärgert Peking.
Chinas Präsident Xi Jinping sagte, China werde seinen eigenen Weg zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen beschreiten und nicht anderen Ländern folgen.
"Der Weg, die Methode, das Tempo und die Intensität zur Erreichung unserer Ziele sollten und müssen von uns selbst bestimmt werden und werden niemals von anderen beeinflusst werden", sagte Xi im Anschluss an ein Treffen zwischen Kerry und Chinas Premierminister Li Qiang.
Chinas Klimaziele sind ehrgeizig – und laut Experten schwer zu erreichen. Ab 2030 will China seine Emissionen reduzieren und bis 2060 kohlenstoffneutral zu sein.
"Chinas Rekordausbau von Kohlekraftwerken hängt mit Pekings Fokus auf nationaler Sicherheit und damit auch Energiesicherheit zusammen", sagt Belinda Schäpe, China Policy Advisor beim Klima-Think-Tank E3G.
Nachdem China in diesem Jahr zahlreiche Stromausfälle erlebte, eskalierte die Sorge um Energiesicherheit. "Kohle ist in Pekings Augen die sicherste Energiequelle", sagt Schäpe.
Auch weigert sich China, sich finanziell an einem Fonds der Vereinten Nationen, der ärmeren Ländern bei der Bekämpfung des Klimawandels hilft, zu beteiligen. Denn China stuft sich selbst noch als Entwicklungsland ein.
Die USA üben Druck auf China aus, gehen aber nicht mit gutem Beispiel voran. Kürzlich verabschiedete Washington zwar zwei Gesetze, mit denen Milliarden von Dollar in saubere Energie investiert werden sollen. Andererseits wurde eines der größten Öl- und Gasbohrprojekte der letzten Jahre in Alaska genehmigt.
Am Mittwoch sagte Kerry, dass die Gespräche konstruktiv, aber kompliziert gewesen seien, da beide Seiten noch immer mit politischen "Äußerlichkeiten" zu tun hätten, einschließlich der Taiwan-Frage.
Diese Woche wurde deutlich, dass China Klimaverhandlungen nicht separat von anderen Themen behandeln und sich amerikanischem Druck nicht beugen möchte. Der Dialog müsse auf Augenhöhe geführt werden, sagte Wang Yi bei seinem Treffen mit Kerry, der versucht hatte, das Klima-Thema von anderen Streitpunkten zu trennen.
Klimaschützer werten die Treffen trotzdem als gelungenen Neustart.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Klimagespräche USA und China: "Konstruktiv, aber kompliziert" |
- 1
- 2










Ohja klar in Shanghai und Wuhan (meine Basis), gibt es das nicht, da wurde ich auch noch...