Unangenehme Wahrheiten

Im Prinzip ist an den Vorschlägen zur Kohlendioxidentnahme nichts falsch oder gefährlich. Die Entwicklung von Möglichkeiten zur Verringerung der Kohlendioxidkonzentration kann sich sogar äußerst spannend anfühlen. Wer das tut, setzt Wissenschaft und Technik ein, um die Menschheit vor einer Katastrophe zu bewahren.

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Und wer das tut, tut etwas Bedeutendes. Die Kohlendioxidentnahme wird zum Beispiel notwendig sein, um einen Teil der Emissionen aus Bereichen wie der Luftfahrt und der Zementherstellung aufzufangen. Sicher werden verschiedene Ansätze zur Kohlendioxidentnahme punktuell eine Rolle spielen.

Problematisch wird es aber, wenn davon ausgegangen wird, dass das in großem Maßstab umgesetzt werden kann. Denn dann dient es als Blankoscheck für die weitere Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Beschleunigung der Zerstörung von Lebensraum.

Technologien zur Kohlenstoffreduktion und Geoengineering sollten als eine Art Schleudersitz betrachtet werden, der die Menschheit vor schnellen und katastrophalen Umweltveränderungen bewahren könnte. Genau wie ein Schleudersitz in einem Düsenflugzeug sollte er nur als allerletztes Mittel eingesetzt werden. Politiker und Unternehmen scheinen es jedoch ernst zu meinen, wenn sie auf hochgradig spekulative Technologien setzen, um die Zukunft unserer Zivilisation zu sichern. In Wirklichkeit sind das jedoch nichts anderes als Märchen.

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Die einzige Möglichkeit, die Menschheit zu schützen, ist die sofortige und nachhaltige radikale Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf sozial gerechte Weise.

Wissenschaftler verstehen sich in der Regel als Dienende der Gesellschaft. Tatsächlich sind viele von ihnen Beamte, also Staatsdiener. Diejenigen, die an der Schnittstelle zwischen Klimawissenschaft und Politik arbeiten, ringen verzweifelt mit einem immer größer werdenden Problem. Auch jene, die sich für Net Zero einsetzen, um die Hindernisse zu überwinden, die wirksamen Klimaschutzmaßnahmen entgegenstehen, arbeiten mit den besten Absichten.

Die Tragödie ist, dass ihre gemeinsamen Bemühungen nicht dazu gereicht haben, einen klimapolitischen Prozess herauszufordern, der nur eine enge Bandbreite von Szenarien zulässt. Den meisten Wissenschaftlern ist es ausgesprochen unangenehm, die unsichtbare Grenze zu überschreiten, die ihre tägliche Arbeit von umfassenderen sozialen und politischen Anliegen trennt. Es gibt die große Befürchtung, dass es ihre Unabhängigkeit bedrohen könnte, wenn sie als Fürsprecher für oder gegen bestimmte Themen auftreten. Die Wissenschaft ist einer der vertrauenswürdigsten Berufsstände, und Vertrauen ist sehr schwer aufzubauen und leicht zu zerstören.

Aber es gibt noch eine andere unsichtbare Linie, nämlich die zwischen der Wahrung der akademischen Integrität und der Selbstzensur. Als Wissenschaftlern wird uns beigebracht, skeptisch zu sein und Hypothesen rigorosen Tests und Befragungen zu unterziehen. Aber wenn es um die vielleicht größte Herausforderung für die Menschheit geht, zeigen wir oft einen gefährlichen Mangel an kritischer Analyse.

Wie wir die Klimakatastrophe verhindern: Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind

Privat äußern Forscher Zweifel an Net Zero, öffentlich aber nicht

Im Privaten äußern Wissenschaftler erhebliche Skepsis gegenüber dem Pariser Abkommen, BECCS, Kompensationsmaßnahmen, Geoengineering und Net Zero. Von einigen bemerkenswerten Ausnahmen abgesehen, gehen wir in der Öffentlichkeit jedoch ruhig unserer Arbeit nach, beantragen Fördermittel, veröffentlichen Arbeiten und lehren. Der Weg zum katastrophalen Klimawandel ist mit Machbarkeitsstudien und Folgenabschätzungen gepflastert.

Anstatt den Ernst unserer Lage anzuerkennen, folgen wir weiterhin der Net-Zero-Illusion. Was werden wir tun, wenn die Realität uns einholt? Was werden wir unseren Freunden und Verwandten später sagen, wenn wir uns jetzt nicht zu Wort melden?

Es ist an der Zeit, unsere Ängste zu äußern und der Gesellschaft ehrlich zu sagen: Die derzeitige Net-Zero-Strategie wird die Erwärmung nicht auf 1,5 °C begrenzen, weil sie nie dazu gedacht war. Sie wurde und wird immer noch davon getrieben, möglichst alles so weiterlaufen zu lassen wie bisher - und nicht davon, das Klima zu schützen. Wenn wir die Zukunft der Menschheit sichern möchten, müssen wir die CO2-Emissionen jetzt in großem Umfang und nachhaltig reduzieren. Das ist das ganz einfache Kriterium, das auf alle klimapolitischen Maßnahmen angewandt werden muss.

Die Zeit des Wunschdenkens ist vorbei.

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 Das Overshoot-Szenario ist ein Wunschtraum
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rca66 27. Okt 2021 / Themenstart

Habe keine Demo erlebt, kann daher dazu nichts sagen. Ich war jedoch auf der FFF...

Sarkastius 26. Okt 2021 / Themenstart

Wie bitte? Die ein Kind Politik wurde vor über 30 Jahren beendet.

Sarkastius 26. Okt 2021 / Themenstart

Na dann hop, nochmal eine halbe stunde youporn und dann ab in die Selbstmordzelle. Die...

Sarkastius 26. Okt 2021 / Themenstart

Dann frag mal Lauterbach ;-)

Sarkastius 26. Okt 2021 / Themenstart

Was glaubst du wohin uns gerade die 18 Monate führen? Es wird dir aber nicht gefallen...

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