So viele Technikwunder aus Deutschland!
Neben den wundersamen Kältemaschinen gibt es eine Reihe weiterer Forschungsdurchbrüche, von denen wir ohne Youtube nie erfahren hätten. Wie kann überhaupt jemand auf die Idee kommen, Youtube Premium abzuschließen, um keine Werbung mehr zu sehen? Der arme Mensch erfährt ja nichts von den Autofokusbrillen des Jenaer Optiklabors(öffnet im neuen Fenster), die sich an die jeweilige Sehschwäche anpassen! Außerdem können sich ihre Gläser in verschiedenen Farben tönen, und aus Luftfahrttitan sind sie auch noch.
Auch von den 32-TByte-SSDs mit Speicherchips aus der Dresdner Halbleiterfabrik hätten wir nie erfahren. Wir wussten ja nicht einmal, dass in Dresden Flash-Speicher, offenbar weit über Weltmarktstandard, hergestellt wird! Tragisch nur, dass der Hersteller laut Aussage im Video gerade die Gehälter seiner Angestellten nicht zahlen kann und deshalb die SSDs verramschen muss. Weil Trump mal wieder einen Handelskonflikt vom Zaun brechen musste!
Rührend sind hingegen die Heerscharen älterer Handwerkerinnen und Handwerker, die ihre kleinen Werkstätten aufgeben müssen. Schneiderinnen und Messerschmiede, die jedes einzelne Produkt mit Liebe und Geduld in tagelanger Arbeit fertigen. Und trotzdem kosten Christels Hippiebus-Rucksäcke(öffnet im neuen Fenster) (eine persönliche Erinnerung, sie fuhr im Hippiebus in Marrakesch ...) und Schäfchen-Wäschekörbe(öffnet im neuen Fenster) nur 60 und 70 Euro!
Christel packt noch an!
Christel muss die 1.200 Rucksäcke, die sie noch auf Lager hat, leider loswerden, daher wohl der Preis. Sie muss ihre kleine Näherei, in der sie vier Arbeitszimmer zu haben scheint, leider aufgeben. Die Augen machen nicht mehr mit, dazu kommt die Arthrose.
Übernehmen will die Werkstatt auch keiner, die Jugend hat für sowas ja keine Geduld mehr. Friedrich Merz wäre aber sicher stolz auf Christel, in 38 Jahren hat sie über 18.000 Rucksäcke genäht. Also mindestens 1,8 am Tag, obwohl sie für jeden mehrere Tage braucht, dazu die Wäschekörbe! Wir wussten immer, dass am Bodensee die Uhren langsamer ticken.
Wir fragen uns allerdings, warum Christel von ausländischen Lagern versendet, obwohl sie doch in Konstanz am Bodensee wohnt. Und wer auf die Idee kommt, gleich fünf Wäschekörbe auf einmal zu bestellen – auch wenn es dann auf jeden 10 Euro Rabatt gibt. Regelrecht schockiert sind wir, als wir einen von Christels liebevoll handgearbeiteten Wäschekörben bei Aliexpress entdecken. Den Chinesen ist aber auch nichts heilig, nicht einmal deutsche Handwerkskunst!
Okay, jetzt aber Schluss mit lustig.
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