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Holzverbrennung emittiert Feinstaub

Dennoch stuft die EU in ihrer Richtlinie für erneuerbare Energien die Verbrennung von Biomasse bisher als erneuerbare Energie ein. Die europäischen Energieerzeuger müssen ihre Emissionen aus erneuerbaren Quellen daher nach den Regeln des EU-Emissionshandels nicht melden.

Gewaltiger Holzhunger

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Doch nicht nur in den Großkraftwerken brennt es lichterloh. Auch sogenannte Kleinfeuerungsanlagen, etwa Kamine oder Pelletöfen, haben einen gewaltigen Holzhunger. Und der macht sich bemerkbar. Laut Udo Mantau vom Zentrum für Holzwirtschaft an der Universität Hamburg hat sich der Holzverbrauch in Deutschland seit Beginn der 1990er Jahre verdoppelt. Rund die Hälfte des Holzaufkommens wird verbrannt.

Dabei sind Fachleute nicht generell gegen das Verbrennen von Holz und anderer Biomasse. Sie plädieren allerdings für die sogenannte Kaskadennutzung. Dabei wird das geerntete Holz zunächst für Möbel oder den Hausbau eingesetzt. Später dann, in einem zweiten Schritt, kann man es zu Paletten und oder zu Faserplatten verarbeiten. Erst am Ende der möglichst vielstufigen Kaskade sollte das Holz in die Verbrennung gelangen. So bleibt der Kohlenstoff lange im Holz gespeichert und entweicht nicht direkt in die Atmosphäre. Zurzeit werden jedoch nur 19 Prozent des Altholzes wiederverwendet, überwiegend in Spanholzplatten.

Massen an Feinstaub

Und dann ist da noch der Feinstaub. Das Umweltbundesamt hat berechnet, dass bei der Verbrennung von Holz im Schnitt 2.500-mal mehr Feinstaub entsteht als bei einer Gasheizung. Die rund elf Millionen mit Holz betriebenen Kleinfeuerungsanlagen in der Bundesrepublik stießen laut UBA im Jahr 2016 rund doppelt so viel Feinstaub aus wie alle Lkw- und Pkw-Motoren zusammen. Warum? Ganz einfach: Fahrzeuge sind inzwischen fast alle mit Partikelfilter unterwegs.

Unterm Strich wäre der Umwelt viel mehr geholfen, würden wir das Holz im Wald wachsen lassen. Denn vor allem alte Bäume binden viel CO2. Und selbst als Totholz liefere es uns einen Mehrwert, schreibt Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, in einem Beitrag: Totholz halte CO2 schließlich deutlich länger zurück.

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 Klima: Schwärzer als Kohle
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Pferdesalami 27. Apr 2020

Außerdem hat ja Kohle keinen CO2 Rucksack, die fällt von selbst in das Kraftwerk O_o In...

Pferdesalami 27. Apr 2020

Dem kann ich in allen Punkten nur zustimmen, wobei es noch viel mehr Punkte gibt die...

Pferdesalami 27. Apr 2020

Da bei Kohle wirklich noch CO2 hinzukommt und bis das wieder eingelagert wird, dauert es...

Sybok 26. Apr 2020

Ich kann Eheran hier nur zustimmen: Wenn es richtiggehend stinkt (und nicht nur etwas...

Eheran 26. Apr 2020

Wieso fragst du dann, wo man 30 cent/kWh zahlt? Bei dir in der Region ja scheinbar nicht...


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