Abo
  • Services:

Roboter: Kletterroboter greift mit Krallen

Ein von der Nasa entwickelter Roboter soll künftig auf fremden Himmelskörpern herumklettern - wenn es sein muss, auch kopfüber. Er hat Greifer, die mit vielen Krallen besetzt sind, die ihm am Fels Halt geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter Lemur IIb mit Krallengreifer: keine glatten Oberflächen auf dem Mars oder dem Mond
Roboter Lemur IIb mit Krallengreifer: keine glatten Oberflächen auf dem Mars oder dem Mond (Bild: JPL/Screenshot: Golem.de)

Forscher des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben einen Roboter gebaut, der auf fremden Himmelskörpern auf Felsen klettern soll. Nach ihren Angaben ist es der erste Bergkletter-Roboter der Welt.

Stellenmarkt
  1. Patent- und Rechtsanwälte Hoffmann Eitle, München
  2. Burgmaier Technologies GmbH + Co KG, Allmendingen

Der Roboter hat einen runden Körper und vier Arme. An deren Ende sitzt jeweils ein Greifer, mit denen sich der Roboter an einem Fels festklammert. Ein solcher Greifer besteht aus 750 kleinen Krallen sowie zwei Aktoren: Der eine sorgt für Halt am Berg: Er zieht die kreisförmig angeordneten Krallen zusammen. Sprungfedern, mit denen die Krallen ausgestattet sind, sorgen dafür, dass sich die Krallen in die Unebenheiten der rauen Oberfläche schieben und Halt finden. Der andere Aktor löst den Greifer wieder vom Fels.

Der Roboter kann steile und senkrechte Wände hochklettern. Überhänge von 15 Grad beherrscht er ebenso wie kopfüber unter einem Fels zu hängen. An einem porösen vulkanischen Fels hält ein Greifer 15 Kilogramm. Ist das Gestein weniger rau, verringert sich das auf etwa die Hälfte. Für glatte Felsen ist dieser Greifer nicht geeignet, aber es sei ohnehin unwahrscheinlich, die auf einem fremden Himmelskörper zu finden, sagen die Forscher. Der Roboter soll dort beispielsweise Klippen oder Krater bezwingen.

Mehr Freiheitsgrade

Für einen Einsatz im All muss der Kletterer allerdings noch weiterentwickelt werden: So haben die Beine nur drei Freiheitsgrade und sind nicht beweglich genug, um unregelmäßige Wände zu erklettern. Bisher ist der Roboter deshalb noch auf nur flache Oberflächen angewiesen. Zudem klettert er nicht autonom - was er auf einem fremden Himmelskörper wie dem Mond oder dem Mars müsste. Schließlich findet die Datenverarbeitung nicht auf dem Roboter selbst, sondern auf einer externen Steuereinheit statt.

Der Kletterroboter führt zwei Projekte des JPL zusammen: Den Greifer hatte das JPL zuerst als Halterung für einen Probenbohrer in einer Umgebung mit geringer Gravitation sowie als Werkzeug für Astronauten entwickelt, um Proben auf einem fremden Himmelskörper zu sammeln. Das haben sie dann zum Greifer umfunktioniert, mit dem sich der Roboter Lemur IIb an einem Fels festkrallen kann.

Krallen für Robosimian

Als Nächstes wollen die Wissenschaftler auch andere Roboter mit den Krallen ausstatten, etwa den Nachfolger Lemur III oder den Robosimian, mit dem das JPL an der Darpa Robotics Challenge teilnehmen will.

Die JPL-Robotiker haben ein Video des kletternden Lemur auf der International Conference on Intelligent Robots and Systems (IROS) vorgestellt. Diese findet derzeit in der japanischen Hauptstadt Tokio statt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Asus ROG Maximus X Code Mainboard 319€, Xiaomi Pocophone F1 64GB Handy 319€)
  2. 89,90€ statt 122,90€
  3. 0,00€

Maflox 07. Nov 2013

hast so ne "Beisszange" nicht daheim ;D


Folgen Sie uns
       


Toshiba Dynaedge ausprobiert

Das Dynaedge ist wie Google Glass eine Datenbrille. Allerdings soll sie sich an den industriellen Sektor richten. Die Brille paart Toshiba mit einem tragbaren PC - für Handwerker, die beide Hände und ein PDF-Dokument brauchen.

Toshiba Dynaedge ausprobiert Video aufrufen
Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Fifa 19 und PES 2019 im Test: Knapper Punktsieg für EA Sports
Fifa 19 und PES 2019 im Test
Knapper Punktsieg für EA Sports

Es ist eher eine Glaubens- als eine echte Qualitätsfrage: Fifa 19 oder PES 2019? Golem.de zieht anhand der Versionen für Playstation 4 den Vergleich - und kommt zu einem schwierigen, aber eindeutigen Urteil.
Ein Test von Olaf Bleich und Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Fifa 19 angespielt Präzisionsschüsse, Zweikämpfe und mehr Taktik
  2. EA Sports Fifa 18 bekommt kostenloses WM-Update
  3. Bestseller Fifa 18 schlägt Call of Duty in Europa

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

    •  /