Roboter: Kletterroboter greift mit Krallen

Ein von der Nasa entwickelter Roboter soll künftig auf fremden Himmelskörpern herumklettern - wenn es sein muss, auch kopfüber. Er hat Greifer, die mit vielen Krallen besetzt sind, die ihm am Fels Halt geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter Lemur IIb mit Krallengreifer: keine glatten Oberflächen auf dem Mars oder dem Mond
Roboter Lemur IIb mit Krallengreifer: keine glatten Oberflächen auf dem Mars oder dem Mond (Bild: JPL/Screenshot: Golem.de)

Forscher des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben einen Roboter gebaut, der auf fremden Himmelskörpern auf Felsen klettern soll. Nach ihren Angaben ist es der erste Bergkletter-Roboter der Welt.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter IT-Helpdesk / Supporttechniker (m/w/d)
    Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser, Isernhagen bei Hannover
  2. Sachbearbeiter*in (m/w/d) Dokumentenmanagenement
    Paul-Ehrlich-Institut, Langen
Detailsuche

Der Roboter hat einen runden Körper und vier Arme. An deren Ende sitzt jeweils ein Greifer, mit denen sich der Roboter an einem Fels festklammert. Ein solcher Greifer besteht aus 750 kleinen Krallen sowie zwei Aktoren: Der eine sorgt für Halt am Berg: Er zieht die kreisförmig angeordneten Krallen zusammen. Sprungfedern, mit denen die Krallen ausgestattet sind, sorgen dafür, dass sich die Krallen in die Unebenheiten der rauen Oberfläche schieben und Halt finden. Der andere Aktor löst den Greifer wieder vom Fels.

Der Roboter kann steile und senkrechte Wände hochklettern. Überhänge von 15 Grad beherrscht er ebenso wie kopfüber unter einem Fels zu hängen. An einem porösen vulkanischen Fels hält ein Greifer 15 Kilogramm. Ist das Gestein weniger rau, verringert sich das auf etwa die Hälfte. Für glatte Felsen ist dieser Greifer nicht geeignet, aber es sei ohnehin unwahrscheinlich, die auf einem fremden Himmelskörper zu finden, sagen die Forscher. Der Roboter soll dort beispielsweise Klippen oder Krater bezwingen.

Mehr Freiheitsgrade

Für einen Einsatz im All muss der Kletterer allerdings noch weiterentwickelt werden: So haben die Beine nur drei Freiheitsgrade und sind nicht beweglich genug, um unregelmäßige Wände zu erklettern. Bisher ist der Roboter deshalb noch auf nur flache Oberflächen angewiesen. Zudem klettert er nicht autonom - was er auf einem fremden Himmelskörper wie dem Mond oder dem Mars müsste. Schließlich findet die Datenverarbeitung nicht auf dem Roboter selbst, sondern auf einer externen Steuereinheit statt.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der Kletterroboter führt zwei Projekte des JPL zusammen: Den Greifer hatte das JPL zuerst als Halterung für einen Probenbohrer in einer Umgebung mit geringer Gravitation sowie als Werkzeug für Astronauten entwickelt, um Proben auf einem fremden Himmelskörper zu sammeln. Das haben sie dann zum Greifer umfunktioniert, mit dem sich der Roboter Lemur IIb an einem Fels festkrallen kann.

Krallen für Robosimian

Als Nächstes wollen die Wissenschaftler auch andere Roboter mit den Krallen ausstatten, etwa den Nachfolger Lemur III oder den Robosimian, mit dem das JPL an der Darpa Robotics Challenge teilnehmen will.

Die JPL-Robotiker haben ein Video des kletternden Lemur auf der International Conference on Intelligent Robots and Systems (IROS) vorgestellt. Diese findet derzeit in der japanischen Hauptstadt Tokio statt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Pakete: DHL-Preiserhöhung könnte Amazon Prime verteuern
    Pakete
    DHL-Preiserhöhung könnte Amazon Prime verteuern

    DHL Paket erhöht die Preise für Geschäftskunden. Das könnte Auswirkungen auf den Preis von Amazon Prime haben.

  3. Security: Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple
    Security
    Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple

    Das Bug-Bounty-Programm von Apple ist vielfach kritisiert worden. Ein Forscher veröffentlicht seine Lücken deshalb nun ohne Patch.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung G7 31,5" WQHD 240Hz 499€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • Dualsense-Ladestation 35,99€ • iPhone 13 erschienen ab 799€ • Sega Discovery Sale bei GP (u. a. Yakuza 0 4,50€) [Werbung]
    •  /