Kleinstwagen: Opel Rocks-e ab 7.990 Euro bestellbar

Der elektrische Kleinstwagen Rocks-e wird noch in diesem Jahr von Opel ausgeliefert. Die Finanzierung orientiert sich am Preis einer ÖPNV-Monatskarte.

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Der Opel Rocks-e ist ab sofort bestellbar.
Der Opel Rocks-e ist ab sofort bestellbar. (Bild: Opel)

Der von Citroën entwickelte und produzierte Kleinstwagen Ami ist ab sofort als Opel Rocks-e bestellbar. Der Rüsselsheimer Autohersteller bietet die Basisversion zum Preis von 7.990 Euro an. Das teilte der Hersteller am Mittwoch mit. Die optisch aufgepeppten Varianten Rocks-e Tekno und Rocks-e Klub kosten 8.790 Euro. Die Finanzierungsrate des Elektromobils soll auf dem monatlichen Niveau eines Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr liegen, teilte Opel am 1. November 2021 mit.

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Als erste Version ist der Rocks-e Tekno von Mitte Dezember 2021 an lieferbar. Es folgen der Rocks-e Klub ab Februar 2022 und die Basisversion ab April 2022. Die Fahrzeuge lassen sich entweder bei ausgewählten Händlern abholen oder nach Hause liefern.

Citroën bringt in Frankreich die Basisversion des Ami derzeit für 7.390 Euro auf den Markt, zudem gibt es dort eine Kaufprämie in Höhe von 990 Euro. Die monatliche Leasingrate beträgt nur 20 Euro bei einem 48-Monatsvertrag und 3.409 Euro Anfangszahlung.

Rein rechtlich handelt es sich beim Rocks-e um ein "Leichtes vierrädriges Kraftfahrzeug" der Klasse L6e in deren Unterklasse BP: "Leichtes Vierradmobil Personenbeförderung", abgekürzt: "Leicht.Vierradmob.z.Pers.bef." Ein solches Fahrzeug darf leer nicht mehr als 425 Kilogramm (kg) wiegen. Allerdings bringt der Rocks-e im leeren Zustand 471 kg auf die Waage. Die Hersteller rechnen dabei mit ein, dass die knapp 70 kg schwere Batterie bei Elektromobilen nicht zur Leermasse zählt.

Kaufprämie geplant

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Die scheidende Bundesregierung plante mit einer neuen Förderrichtlinie ebenfalls eine Kaufprämie in Höhe von 500 Euro für diese Fahrzeugklasse. Damit würde die Basisversion nur noch 7.490 Euro kosten. Die Richtlinie muss aber noch zwischen den Ministerien abgestimmt und von der EU-Kommission gebilligt werden.

Zu den Vorteilen des Rocks-e zählt, dass eine Fahrerlaubnis vom Typ AM ausreicht, um ihn fahren zu dürfen. Der klassische Moped-Führerschein kann in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen schon mit 15 Jahren erworben werden, in den anderen Bundesländern mit 16 Jahren. In Frankreich darf der Ami sogar schon mit 14 Jahren gefahren werden.

Der Rocks-e ist 2,41 Meter lang, 1,39 Meter breit und 1,52 Meter hoch. Die Reichweite des eingebauten Lithium-Ionen-Akkus mit 5,5 kWh liegt bei rund 70 km. Geladen wird das Fahrzeug an normalen Haushaltssteckdosen in ungefähr drei Stunden. Das Ladekabel ist in die Beifahrertür eingebaut. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Gute Rundumsicht bei spartanischer Ausstattung

Golem.de hat den Citroën Ami im September 2020 Probe gefahren. Dabei hatten wir innen gar nicht den Eindruck, in einem Kleinstwagen zu sitzen. Dazu trägt sicherlich die umfassende Verglasung mit Panoramadach bei. Auch die Rundumsicht ist hervorragend. Zwar hat Citroën auf den Innenspiegel verzichtet, doch gerade beim unübersichtlichen Rechtsabbiegen ist es von Vorteil, dass die Heckscheibe direkt hinter dem Fahrersitz liegt und die Sicht nicht durch eine breite C-Säule verdeckt wird.

  • Der neue Citroen Ami ist mit 2,4 Metern Länge wirklich ein Kleinstwagen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Immerhin können zwei Personen nebeneinander sitzen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Für die Fahrwahl gibt es keinen Hebel, sondern drei Tasten am Fahrersitz. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es gibt kein Infotainment-System, aber gegen Aufpreis einen Handy-Halter. Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Platz für Gepäck gibt es vor allem vor dem Beifahrersitz. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dort lässt sich auch eine Tasche oder ein Rucksack befestigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Tür hat keine Griffe, sondern nur Schlaufen zum Öffnen und Schließen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Lenkrad hat keinen Airbag, ESP gibt es ebenfalls nicht. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Panoramadach und die Fenster ermöglichen eine gute Rundumsicht. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display im Armaturenbrett zeigt nur wenige Werte an. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fenster lassen sich wie bei der Ente aufklappen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Da der Wagen symmetrisch aufgebaut ist, schlägt die Fahrertür nach hinten auf. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hinter dem Fahrersitz befiinden sich die Behälter für die Scheibenwischanlage und die Bremsflüssigkeit. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Türen lassen sich einzeln mit einem Schlüssel öffnen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Blick auf die Hinterachse (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An der Vorderachse ist der 48-Volt-Motor von Valeo zu erkennen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Deutlich kürzer als herkömmliche Elektroautos ist der Ami. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Fast schon ein surrealer Anblick, die Kleinwagenversammlung (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der neue Citroen Ami ist mit 2,4 Metern Länge wirklich ein Kleinstwagen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Bei dem niedrigen Preis muss man beim Komfort an vielen Punkten Abstriche machen. Ein kleines LCD hinter dem Lenkrad gibt Geschwindigkeit, Reichweite und Kilometerstand an. Statt Türgriffen gibt es innen nur orange Schlaufen.

Wenig komfortabel ist auch das Schließsystem. Es gibt keine Zentralverriegelung, dafür aber zwei Schlüssel: einen für die beiden Türen, einen weiteren für das Zündschloss zum Starten des Fahrzeugs. Fensterheber gibt es ebenfalls nicht. Immerhin lässt sich der untere Teil der Scheiben mit etwas Übung nach oben klappen. Dann lassen sich auch von innen die Außenspiegel einstellen. Gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass sich der Blinker nach einem Abbiegevorgang nicht automatisch abschaltet. Es gibt eine Heizung und ein Gebläse. Allerdings nur auf einer einzigen Stufe und ziemlich laut.

Ermöglicht wird der günstige Preis durch das besondere Entwicklungskonzept: Der Ami ist symmetrisch aufgebaut und besteht aus weniger als 250 Einzelteilen. Das hat zur Folge, dass die Fahrertür nach hinten aufschlägt, während die Beifahrerseite sich normal nach vorne öffnet. Die Karosserie besteht aus Plastikteilen, die an einem Stahlrahmen befestigt sind. Airbags oder andere Sicherheitssysteme wie ESP, die bei Pkw verpflichtend sind, gibt es nicht.

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wuff666 05. Dez 2021

Seh ich genauso wie du

berritorre 03. Nov 2021

Die Alternative ist dann aber das Fahrrad oder ein Roller, und nicht ein Auto... Da...

Labbm 03. Nov 2021

Ich wäre dafür den fahrenden mal wieder das richtige Autofahren beizubringen, statt alle...

plutoniumsulfat 02. Nov 2021

Damit outest du dich als Verkehrsbremse ;)



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