Kleinstwagen: Leasingrate für Opel Rocks-e startet bei 49 Euro

Der Autohersteller Opel bietet den elektrischen Kleinstwagen Rocks-e künftig für eine monatliche Leasingrate ab 49,06 Euro an. Zusätzlich sei eine Anzahlung in Höhe von bei 2.950 Euro erforderlich, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Rüsselsheim mit(öffnet im neuen Fenster) . Die optisch aufgepeppten Varianten Rocks-e Tekno und Rocks-e Klub kosten jeweils 59,82 Euro im Monat.
Die Leasingrate ist abhängig von der Fahrleistung. "Je nach Fahrprofil und persönlichen Mobilitätsbedürfnissen können sich künftige Rocks-e-Fahrer zwischen 5.000, 10.000 oder 15.000 Kilometer Laufleistung pro Jahr entscheiden. Dazu sind Vertragslaufzeiten von 24 über 36 oder 48 Monate möglich" . So kostet der Rocks-e bei einem Vertrag über 24 Monate und einer Laufleistung von 15.000 km im Jahr monatlich 115,69 Euro.
Zusätzlich verlangt Opel 350 Euro für die Abholung beim Händler oder 589 Euro für eine Lieferung frei Haus. Eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung kostet 108 Euro. Für Käufer, die den Rocks-e nicht an der heimischen Steckdose laden können, bietet Opel einen Typ-2-Adapter für 333 Euro an.
Im Sommer lieferbar
Die aktuellen Lieferfristen betragen derzeit mehrere Monate. So ist die Basisversion laut Konfigurationsseite(öffnet im neuen Fenster) vom Juli 2022 an lieferbar. Der Rocks-e Tekno und der Rocks-e Klub sind von Mitte Juni 2022 an erhältlich. Eine spezielle Variante in den Farben des Fußball-Clubs Borussia Dortmund ist gegen Ende Juni erhältlich.
Der von Citroën entwickelte und produzierte Kleinstwagen Ami ist seit November 2021 für 7.999 Euro als Opel Rocks-e bestellbar. Die Varianten Rocks-e Tekno und Rocks-e Klub kosten 8.790 Euro. Der Rocks-e 09 in den BVB-Farben kostet 9.009 Euro.
Citroën bringt in Frankreich die Basisversion des Ami derzeit für 7.790 Euro auf den Markt(öffnet im neuen Fenster) , zudem gibt es dort eine Kaufprämie in Höhe von 990 Euro. Die monatliche Leasingrate beträgt nur 20 Euro bei einem 48-Monatsvertrag und 3.500 Euro Anfangszahlung.

Rein rechtlich handelt es sich beim Rocks-e um ein "Leichtes vierrädriges Kraftfahrzeug" der Klasse L6e in deren Unterklasse BP: "Leichtes Vierradmobil Personenbeförderung" , abgekürzt: "Leicht.Vierradmob.z.Pers.bef." Ein solches Fahrzeug darf leer nicht mehr als 425 kg wiegen. Allerdings bringt der Rocks-e im leeren Zustand 471 kg auf die Waage. Die Hersteller rechnen dabei mit ein, dass die knapp 70 kg schwere Batterie bei Elektromobilen nicht zur Leermasse zählt.
Kaufprämie gefordert
Die von der früheren Bundesregierung geplante Kaufprämie für elektrische Kleinstwagen wurde von der neuen Ampelkoalition nicht umgesetzt. Zuletzt forderte der Bundesverband E-Mobilität (BEM) eine solche Förderung. Dadurch könnten "in Deutschland bis 2035 mindestens 5 Millionen Bestandsfahrzeuge adäquat durch Leichtfahrzeuge ersetzt werden, die im Personenverkehr als auch in der Logistik zum Einsatz kommen" , hieß es in einer Mitteilung.
Leichtfahrzeuge hätten insbesondere im urbanen Bereich große Vorteile. "Dazu zählen die Geräuschreduktion, die Platzersparnis beim Parken und damit die Vereinbarkeit zu intermodalen Verkehrslösungen von Bus & Bahn" , schrieb der BEM.
Schon 15-Jährige dürfen den Rocks-e fahren
Zu den Vorteilen des Rocks-e zählt, dass eine Fahrerlaubnis vom Typ AM ausreicht(öffnet im neuen Fenster) , um ihn fahren zu dürfen. Der klassische Moped-Führerschein kann in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen schon mit 15 Jahren erworben werden, in den anderen Bundesländern mit 16 Jahren. In Frankreich darf der Ami sogar schon mit 14 Jahren gefahren werden.
Der Rocks-e ist 2,41 Meter lang, 1,39 Meter breit und 1,52 Meter hoch. Die Reichweite des eingebauten Lithium-Ionen-Akkus mit 5,5 kWh liegt bei rund 70 km. Geladen wird das Fahrzeug an normalen Haushaltssteckdosen in ungefähr drei Stunden. Das Ladekabel ist in die Beifahrertür eingebaut. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h.
Gute Rundumsicht bei spartanischer Ausstattung
Golem.de hat den Citroën Ami im September 2020 Probe gefahren . Dabei hatten wir innen gar nicht den Eindruck, in einem Kleinstwagen zu sitzen. Dazu trägt sicherlich die umfassende Verglasung mit Panoramadach bei. Auch die Rundumsicht ist hervorragend. Zwar hat Citroën auf den Innenspiegel verzichtet, doch gerade beim unübersichtlichen Rechtsabbiegen ist es von Vorteil, dass die Heckscheibe direkt hinter dem Fahrersitz liegt und die Sicht nicht durch eine breite C-Säule verdeckt wird.


















Bei dem niedrigen Preis muss man beim Komfort an vielen Punkten Abstriche machen. Ein kleines LCD hinter dem Lenkrad gibt Geschwindigkeit, Reichweite und Kilometerstand an. Statt Türgriffen gibt es innen nur orange Schlaufen.
Wenig komfortabel ist auch das Schließsystem. Es gibt keine Zentralverriegelung, dafür aber zwei Schlüssel: einen für die beiden Türen, einen weiteren für das Zündschloss zum Starten des Fahrzeugs. Fensterheber gibt es ebenfalls nicht. Immerhin lässt sich der untere Teil der Scheiben mit etwas Übung nach oben klappen. Dann lassen sich auch von innen die Außenspiegel einstellen. Gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass sich der Blinker nach einem Abbiegevorgang nicht automatisch abschaltet. Es gibt eine Heizung und ein Gebläse. Allerdings nur auf einer einzigen Stufe und ziemlich laut.
Ermöglicht wird der günstige Preis durch das besondere Entwicklungskonzept: Der Ami ist symmetrisch aufgebaut und besteht aus weniger als 250 Einzelteilen. Das hat zur Folge, dass die Fahrertür nach hinten aufschlägt, während die Beifahrerseite sich normal nach vorne öffnet. Die Karosserie besteht aus Plastikteilen, die an einem Stahlrahmen befestigt sind. Airbags oder andere Sicherheitssysteme wie ESP, die bei Pkw verpflichtend sind, gibt es nicht.



