Klasse D statt A+++: Leuchten erhalten neue Energielabel

Leuchtmittel im Handel tragen in Kürze ein anderes Energielabel, aber das ist kein schlechtes Zeichen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Beim Leuchtenkauf gelten bald neue Energielabel.
Beim Leuchtenkauf gelten bald neue Energielabel. (Bild: Munir Uz Zaman/AFP via Getty Images)

Wer ein Leuchtmittel kaufen möchte, findet im Handel vom 1. September 2021 an umgestaltete Energielabel, auf denen zum Beispiel Informationen zum Stromverbrauch stehen. Es wird dadurch nach dem Stichtag teils nicht mehr möglich sein, die Leuchtmittel mit der bislang besten Energieeffizienz der Klasse A+++ wiederzufinden - denn alle diese Produkte werden herabgestuft in die Klassen D bis F.

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Diese Umstellung ist bei vielen Produkten mit einer Pflicht zur Kennzeichnung mit dem EU-Energielabel nötig geworden, denn die Entwicklungen bei den Geräten hatten die Klassenvorgaben übertroffen. So war aus der einst höchsten Effizienzklasse A schon A+++ geworden. Die neuen Regeln schreibt die Ökodesign-Richtlinie 2021 vor.

Nun werden wieder die alten Einstufungsklassen A bis G eingesetzt, es gibt keine Plus-Klassen mehr. Außerdem wird es ein darstellbares Entwicklungspotenzial geben. Bei den Leuchtmitteln bleiben daher zunächst die oberen Klassen frei, die besten Produkte rangieren in Klasse D.

Übergangszeit von 18 Monaten

Zugleich wird es eine Übergangszeit geben: 18 Monate lang wird es für die Kundschaft möglich sein, beide Labelvarianten im Handel zu finden. Das neue Label hat außerdem einen QR-Code, der über die Smartphone-Kamera oder eine App mit Scanfunktion zu weiteren Informationen in einer europäischen Produktdatenbank führt.

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Auf den ersten Blick bleiben das alte und das neue Label gleich: Weiterhin zeigt eine Ampelskala in den Farben Rot bis Grün an, wie energieeffizient ein Produkt ist. Bei den Lichtquellen ist dabei angegeben, wie viele Kilowattstunden diese pro 1000 Stunden verbraucht (kWh/1000 h).

Energiesparlampen verschwinden

Die Umstellung bringt eine weitere Veränderung: Alle Lichtquellen im Handel müssen nun ein Label tragen - auch Leuchten, bei denen die Lichtquelle nicht zerstörungsfrei entnommen werden kann.

Mit der Änderung werden auch weniger Energiesparlampen - auch bekannt als Kompaktleuchtstofflampen - und bestimmte Halogenlampen im Handel zu finden sein, denn diese dürfen nicht mehr neu in den Verkehr gebracht werden. Nur Lagerware darf noch angeboten werden.

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Umstellung anderer Geräteklassen bereits geschehen

Im März 2021 wurden unter anderem bereits die Energielabel für Fernseher und Monitore umgestellt. Diese Änderung gilt auch für Spülmaschinen, Kühlschränke, Waschmaschinen und Trockner. Die Entwicklungen bei Kühlschränken hat sich die Stiftung Warentest im Juli 2021 angeschaut. Die Produktauswahl umfasste vor allem hochwertige Modelle, die bereits mit dem neuen Label auf den Markt gekommen sind.

Dabei tragen diese meist Kennungen von C bis E und haben keine Topwerte mehr. Die Kundschaft sollte sich davon aber nicht irritieren lassen, laut der Warentest-Auswertung haben fast alle Geräte im Test eine gute bis sehr gute Effizienz erzielen können. Dabei sind die Geräte laut den Testern im Energieverbrauch besser geworden als Vorgängermodelle.

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Lachser 26. Aug 2021

Lampen sind ja zum Glück einfach. Da gibt es Licht als Produkt (plus Wärme als...

Lachser 26. Aug 2021

Dann eher Candela, dann ist die Lichtausbeute gemessen. Spots mit 35° Winkel leuchten bei...

Lachser 26. Aug 2021

Bei den ständig wechselnden Klassen vom TE kommen mir spontan SD-Karten in den Sinn. Da...

Lachser 26. Aug 2021

Dann wäre es wohl besser wenn das Label das Jahr enthalten müsste, sowie eine für das...

dirk_diggler 26. Aug 2021

Lieber das drölfte plus hinter dem A als alle 20 Jahre mal ein neues Label?



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