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Klage: Huawei kritisiert Rückständigkeit der USA bei 5G

Am Donnerstag hat Huawei seine Klage in Texas gegen eine Verurteilung ohne Prozess eingereicht. Zugleich kritisiert der Ausrüster, dass die USA bei 5G technologisch zurückliegen, weil der freie Wettbewerb behindert werde.

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Die Huawei-Pressekonferenz am 7. März 2019
Die Huawei-Pressekonferenz am 7. März 2019 (Bild: Huawei / Screenshot: Golem.de)

Huawei wird die Regierung der USA wegen verfassungswidriger Vertriebsbeschränkungen verklagen. Das gab das Unternehmen am 7. März 2019 im südchinesischen Shenzhen bekannt. Aus Sicht von Huawei hindern die Beschränkungen das Unternehmen daran, den US-Nutzern 5G-Technologien anzubieten, was die kommerzielle Anwendung verzögere und sich negativ auf die Leistungsfähigkeit von 5G-Netzen in den USA auswirke.

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Yang Chaobin, Präsident der 5G-Produkt-Linie, sagte: "Im Jahr 2019 hat T-Mobile die kommerzielle Nutzung des 5G-Netzwerks verschoben. AT&T gab bekannt, dass die Datenrate ihres sogenannten 5G-Netzwerks rund 200 MBit/s beträgt, während LG U+ aus Südkorea durch den Einsatz der Huawei 5G-Technologie eine Spitzendownloadrate von 1,3 GBit/s bieten kann."

Tatsächlich hatte AT&T von 200 bis 300 MBit/s gesprochen, bietet aber nur LTE-Technik als 5G an. Die Durchschnittsdatenrate in Südkorea liegt bei über 900 MBit/s.

Huawei habe laut Yang im Jahr 2009 mit der 5G-Forschung begonnen und sei seinen Branchenkollegen 12 bis 18 Monate voraus. "Wir haben mehr als 2.570 wesentliche Patente erhalten, über 30 kommerzielle Verträge für 5G unterzeichnet und 40.000 5G-Basisstationen an Märkte auf der ganzen Welt geliefert", sagte Yang.

Huawei: IT ist international

John Suffolk, Senior Vizepräsident und Global Cyber Security & Privacy Officer von Huawei, erklärte: "Ein Produkt kann den Namen von Huawei tragen, normalerweise stammen jedoch nur etwa 30 Prozent der Komponenten von Huawei. Im Jahr 2016 hatte Apple 766 globale Zulieferer, von denen 346 auf dem chinesischen Festland waren." Rund die Hälfte der iPhones werde in China hergestellt.

Die Klage, die Huawei bei einem US-Bundesgericht in Plano, Texas eingereicht hat, greift die Verfassungswidrigkeit von Abschnitt 889 des National Defense Authorization Act (NDAA) aus dem Jahr 2019 an. Huawei begehrt ein Feststellungsurteil, das die Beschränkungen als verfassungswidrig einstuft und eine dauerhafte Verfügung dagegen erlässt.

"Der US-Kongress hat es wiederholt versäumt, Beweise vorzulegen, die Beschränkungen für Huawei-Produkte rechtfertigen würden. Wir sind gezwungen, diese rechtliche Maßnahme als angemessenes und letztes Mittel zu ergreifen", sagte Guo Ping, rotierender Vorstandsvorsitzender bei Huawei.

Huawei klagt gegen die Regierung der USA, weil diese den Behörden untersagt, die Produkte des Unternehmens zu verwenden. Den US-Regierungsbehörden wird nicht nur der Kauf von Huawei-Technologie und -Dienstleistungen verboten, sondern ihnen wird auch untersagt mit Dritten, die Huawei-Technologie oder -Dienstleistungen erwerben, Verträge zu schließen oder ihnen Fördergelder oder Darlehen zu gewähren, was lokale Netzwerkbetreiber in den USA betrifft.



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Kommentator2019 07. Mär 2019 / Themenstart

Kaspersky mit Huawei ersetzen U.S. District Judge Colleen Kollar-Kotelly in Washington...

Erik D 07. Mär 2019 / Themenstart

ja vielleicht sollte man sich mal die Frage stellen warum der "gemeine" Amerikaner jetzt...

bplhkp 07. Mär 2019 / Themenstart

Importverbote und sonstige Beschränkungen sind hässlich. Sehr viel subtiler ist es, den...

Sharra 07. Mär 2019 / Themenstart

sehe ich wenig Chancen auf Verständnis in den USA. Das hat dort Tradition.

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