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Klage gegen OpenAI: Musk fordert bis zu 134 Milliarden US-Dollar Entschädigung

Der reichste Mensch der Welt will durch eine Klage noch reicher werden. Elon Musk fordert enorme Summen von OpenAI und Microsoft .
/ Friedhelm Greis , dpa
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Elon Musk fordert eine hohe Entschädigung von OpenAI und Microsoft. (Bild: Evelyn Hockstein/Reuters)
Elon Musk fordert eine hohe Entschädigung von OpenAI und Microsoft. Bild: Evelyn Hockstein/Reuters

Elon Musk verlangt vor Gericht bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar von ChatGPT-Anbieter OpenAI. Den von einem Experten errechneten Betrag nannten seine Anwälte in einem bereits seit 2024 laufenden Rechtsstreit.

Musk war einst Mitgründer von OpenAI und behauptet in seiner Klage, er sei unrechtmäßig um seine Investition gebracht worden. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Der von dem Multimilliardär herangezogene Experte C. Paul Wazzan verwies bei seinen Berechnungen(öffnet im neuen Fenster) (PDF) unter anderem darauf, dass Musk in der Anfangszeit 38 Millionen Dollar zur Finanzierung von OpenAI sowie seine Kontakte und Fähigkeiten eingebracht habe. Dafür stehe ihm ein Anteil am heutigen Wert von OpenAI zu.

OpenAI: Berechnungen sind unseriös

Wazzan errechnete dafür einen Betrag zwischen 65,5 Milliarden und 109,43 Milliarden US-Dollar. Vom wichtigsten OpenAI-Partner und -Investor Microsoft verlangt Musk laut den Gerichtsunterlagen zwischen 13,3 Milliarden und 25,06 Milliarden US-Dollar. Damit summieren sich die Forderungen auf einen Betrag zwischen 79 und 134 Milliarden US-Dollar.

OpenAI erklärte dem Wirtschaftsdienst Bloomberg zufolge(öffnet im neuen Fenster) zu den Berechnungen: "Die Klage von Musk ist weiterhin unbegründet und Teil seiner anhaltenden Belästigung, und wir freuen uns darauf, dies vor Gericht zu beweisen. Diese jüngste unseriöse Forderung dient ausschließlich dazu, diese Belästigungskampagne fortzusetzen."

Streit um Kurs und Kontrolle

Musk reichte Ende Februar 2024 erstmals eine Klage gegen OpenAI ein . In der Klageschrift warf er dem KI-Anbieter vor, die bei der Gründung des Unternehmens getroffene Vereinbarung gebrochen zu haben, eine KI zum Wohle der Allgemeinheit(öffnet im neuen Fenster) und nicht nur zum Erzielen von Profit zu entwickeln.

OpenAI entgegnete, Musk habe die "volle Kontrolle" über OpenAI und den Chefposten angestrebt. Auch habe er 2018 dafür geworben, das Unternehmen mit dem von ihm geführten Elektroauto-Hersteller Tesla zusammenzulegen. Musk verließ OpenAI im Jahr 2018 im Streit.

Der Tech-Milliardär gründete 2023 eine eigene KI-Firma mit dem Namen xAI, deren Chatbot Grok mit ChatGPT konkurriert. Mit Blick darauf erklärte OpenAI, Musk wolle mit dem Rechtsstreit einen Konkurrenten bremsen.

Ein Richter lehnte allerdings den Antrag von OpenAI und Microsoft ab, die Klage abzuweisen. Das Verfahren steuert nun auf einen Prozess im April 2026 zu.


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