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Klage gegen IBM und Red Hat: US-Gericht entscheidet im Streit um Linux-Rechte

Ein Rechtsnachfolger der SCO Group hatte IBM und Red Hat vorgeworfen, unrechtmäßig Code in Linux integriert zu haben.
/ Mike Faust
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IBM hatte sich schon einmal mit einem Nachfolger der SCO Group geeinigt. (Bild: SILAS STEIN/AFP via Getty Images)
IBM hatte sich schon einmal mit einem Nachfolger der SCO Group geeinigt. Bild: SILAS STEIN/AFP via Getty Images

Ein langwieriger Rechtsstreit um die Eigentumsrechte am Linux-Betriebssystem nähert sich seinem Ende. Wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster), wies ein US-Berufungsgericht am 10. August 2026 die Forderungen des Softwareunternehmens Xinuos, Nachfolger des Unix-Systemanbieters SCO Group, gegen IBM und Red Hat ab.

Zuvor hatte Xinuos IBM und Red Hat vorgeworfen, unrechtmäßig Code aus einem gemeinsamen Unix-Projekt in die Open-Source-Software integriert zu haben. Trotz der Aussicht auf eine hohe Nachzahlung von Lizenzgebühren scheiterte Xinuos wiederholt daran, stichhaltige Beweise für seine Besitzansprüche vorzulegen.

Das zuständige Gericht wies die Ansprüche nun ab, da die gesetzlichen Fristen für weitere rechtliche Schritte längst abgelaufen seien. Da das Gericht die Angelegenheit als bloße Eigentumsfrage einordnete, bleibt Xinuos nur noch eine geringe Hoffnung auf eine vollständige Neuverhandlung.

Antrag auf eine erneute Anhörung geplant

Die Wurzeln des Rechtsstreits reichen bis in das Jahr 1998 zurück. Damals kooperierte IBM mit der SCO Group, Intel und Sequent im Rahmen des sogenannten Project Monterey. Das gemeinsame Ziel war es, eine einzige Unix-Version zu entwickeln, die auf verschiedenen Prozessorarchitekturen laufen sollte.

Diese Allianz scheiterte jedoch, da Linux aufkam und ein Betriebssystem bot, das auf mehreren Prozessoren lief und eine völlig neue Methode der Softwareentwicklung einführte. IBM entschied sich daraufhin, einen Teil des im Project Monterey entwickelten Codes zu Linux beizutragen. Dies veranlasste SCO und ihre rechtlichen Nachfolger zu der Behauptung, Eigentümer dieses Codes zu sein und somit Ansprüche auf Linux erheben zu können.

Im Jahr 2021 einigte sich ein anderer rechtlicher Nachfolger von SCO mit IBM auf einen Vergleich über 14,25 Millionen US-Dollar. Die Summe sieht The Register als Hinweis darauf, dass SCO über Jahre hinweg keine stichhaltigen Beweise für die eigenen Ansprüche vorlegen konnte.

Obwohl Xinuos nun plant, einen Antrag auf eine erneute Anhörung vor der gesamten Richterbank des Berufungsgerichts zu stellen, sind die Erfolgschancen dem Bericht zufolge sehr gering, da solche Wiederaufnahmeverfahren nur gewährt werden, wenn schwerwiegende Rechtsfehler vorliegen.


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