Klage gegen Google: Android soll 260 MByte Mobilfunkdaten pro Monat übertragen

Eine Klage wirft Google vor, auf Kosten von Android-Kunden Geld zu verdienen, indem Werbung im Hintergrund geladen wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Android-Geräte übertragen Hintergrunddaten für Werbeschaltungen.
Android-Geräte übertragen Hintergrunddaten für Werbeschaltungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Neue Vorwürfe gegen Google. Das US-Unternehmen sieht sich in den USA einer Klage ausgesetzt, in der der Vorwurf erhoben wird, dass Android ohne Genehmigung durch die Gerätebesitzer Daten im Hintergrund austauscht. Dabei geht es darum, dass nicht gewartet werde, bis eine WLAN-Verbindung bestehe, sondern die Daten über das Mobilfunknetz übertragen werden. Über die Klage hat The Register berichtet.

Stellenmarkt
  1. IT-Projektleiter (m/w/d)
    STEMMER IMAGING AG, Puchheim
  2. Softwareentwickler (w/m/d)
    INVENOX GmbH, Garching-Hochbrück bei München
Detailsuche

Die Klage wurde vor einem US-Bundesbezirksgericht in San Jose eingereicht und soll nach Möglichkeit als Sammelklage vom Gericht akzeptiert werden. In der Klage wird Google vorgeworfen, dass das Smartphone-Betriebssystem Android monatlich 260 MByte an Mobilfunkdaten zwischen dem Gerät und den Google-Servern austausche.

Dabei stünden die Daten nicht in Zusammenhang mit der Nutzung der Google-Dienste. In den Versuchen der Kläger seien alle Apps geschlossen gewesen, aber dennoch habe das Smartphone Daten übertragen. Diese Datenübertragung erfolge im Hintergrund, auch wenn das Smartphone nicht aktiv verwendet werde. Die Kundschaft müsse dabei die Kosten für die Datenübertragungen übernehmen.

Keine Einwilligung zur Datenübertragung

Für die Nutzung von Android und dem Google-Ökosystem müssen Kunden vier Vereinbarungen von Google zustimmen. In keiner davon werde thematisiert, dass Google das mobile Datenvolumen der Kundschaft für Hintergrundübertragungen verwendet. Nach Auffassung der Kläger hätte Google mit der Übermittlung dieser Daten warten können, bis eine WLAN-Verbindung zur Verfügung steht.

Golem Akademie
  1. Microsoft Azure Administration: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.08.2022, virtuell
  2. Kubernetes – das Container Orchestration Framework: virtueller Vier-Tage-Workshop
    11.-14.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Kläger geben an, in diese Form der Datenübertragungen niemals eingewilligt zu haben. Google nutze diese Datenübertragungen dazu, mit Werbung Geld zu verdienen. Im Hintergrund würden Werbebanner geladen werden, bevor diese tatsächlich angezeigt werden. Dabei käme es vor, dass diese vorsorglich geladenen Werbebanner nie angezeigt würden.

Dennoch soll Google mit solchen Werbeschaltungen Geld verdienen und die Kundschaft müsse für die übertragenen Daten bezahlen - an das Mobilfunkunternehmen der Android-Nutzer. Nach Angaben der Kläger übertrage ein Smartphone mit Apples iOS nur ein Zehntel der Daten im Hintergrund eines Android-Geräts.

The Register hatte Google in dem Fall um eine Stellungnahme gebeten. Das Unternehmen hat es abgelehnt, sich zu den Vorwürfen der Klage zu äußern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


mojo66 19. Nov 2020

Genauso ist es, den wenigsten Leuten ist bewusst, dass das verkaufen der gesammelten...

mojo66 19. Nov 2020

Du hast keine Nachrichten gelesen, sonst wüsstest Du das Apple im Gegensatz zu Google...

mojo66 19. Nov 2020

Es gibt nur einen klitzekleine Unterschied: während bei Google klar ist dass sie die...

mojo66 19. Nov 2020

Genau das ist die richtige Einstellungen! Wen interessiert so was wenn man im Gegenzug...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Forschung
Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom

Ein Forschungsteam hat einen Mikroprozessor sechs Monate ununterbrochen mit Strom versorgt. Die Algen lieferten sogar bei Dunkelheit.

Forschung: Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom
Artikel
  1. EC-Karte: Trotz Kartensperre können Diebe stundenlang Geld abheben
    EC-Karte
    Trotz Kartensperre können Diebe stundenlang Geld abheben

    Eine Sperre der Girocard wird nicht immer sofort aktiv. Verbraucher können sich bereits im Vorfeld schützen.

  2. Swisscom-Chef: Vermasselt habe ich nichts
    Swisscom-Chef
    "Vermasselt habe ich nichts"

    Urs Schaeppi gibt den Chefposten bei Swisscom auf. Sein Rückblick auf neun Jahre Konzernführung fällt ungewöhnlich offen aus.

  3. EV Driver Survey: Elektroautos bei IT-Experten besonders beliebt
    EV Driver Survey
    Elektroautos bei IT-Experten besonders beliebt

    Fahrerlebnis und Technik sind für Fahrer von Elektroautos der größte Zusatznutzen dieser Mobilitätsform. Fast alle würden wieder ein E-Auto kaufen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV (2021) 77" günstig wie nie: 1.771,60€ statt 4.699€ • Grakas günstig wie nie (u. a. RTX 3080Ti 1.285€) • Samsung SSD 1TB (PS5-komp.) + Heatsink günstig wie nie: 143,99€ • Microsoft Surface günstig wie nie • Jubiläumsdeals MediaMarkt • Bosch Prof. bis 53% günstiger[Werbung]
    •  /