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KKR: Telekom könnte diese Woche ihre Funktürme verkaufen

Drei US-Infrastrukturinvestoren sollen führend bei den Angeboten für die Telekom -Tochter Deutsche Funkturm sein, die mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet wird.
/ Achim Sawall
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Deutsche-Funkturm-Beschäftigte bei der Arbeit (Bild: Deutsche Funkturm)
Deutsche-Funkturm-Beschäftigte bei der Arbeit Bild: Deutsche Funkturm

Ein von der US-Investmentgesellschaft KKR unterstütztes Konsortium ist führend bei den Übernahmeangeboten für die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die KKR hat zusammen mit den ebenfalls aus den USA stammenden Global Infrastructure Partners und Stonepeak ein Angebot gemacht, das als attraktiver angesehen wird als ein konkurrierendes von Brookfield Asset Management und der spanischen Cellnex Telecom.

Die Telekom plant laut den Quellen, noch in dieser Woche offiziell einen Käufer zu benennen. Deutsche Funkturm könnte mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Obwohl sich die Verhandlungen in einem fortgeschrittenen Stadium befinden, seien noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden und die Gespräche könnten noch scheitern, sagten Insider.

Verkauf sollte längst abgeschlossen sein

Die Telekom und die Bieter lehnten Stellungnahmen ab. Der Netzbetreiber arbeitet mit dem Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Goldman Sachs als Berater beim Verkauf seiner 40.600 Masten zusammen.

Das Tower-Business umfasst sowohl kleinere als auch größere Anlagen bis hin zum Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz. Die Telekom hat einen Großteil ihrer Funktürme seit dem Jahr 2016 in einer separaten Einheit zusammengefasst. Dazu zählt vor allem die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) mit Hauptsitz in Münster. Die Gesellschaft verwaltet die mehr als 33.000 Standorte in Deutschland und errichtet neue Standorte. Hinzu kommen rund 7.000 Standorte in Österreich. Die Telekom besitzt in Europa noch weitere Funktürme, die noch nicht in die Einheit eingegliedert sind.

Die Telekom wollte ursprünglich bis spätestens Ende Juni den Verkauf oder die Fusion abschließen. Konzernchef Tim Höttges sieht den Konzern aber nicht unter Druck und betonte dazu bereits mehrmals: "Wir machen keine schlechten Deals" .


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