KKR: Deutsche Glasfaser will Marktführer bei FTTH werden

Die Deutsche Glasfaser hat einen neuen Mehrheitseigner. KKR will zusammen mit Reggeborgh langfristig rund 450 Millionen Euro für den FTTH-Ausbau in Deutschland zur Verfügung stellen.

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Werbeplakat der Deutschen Glasfaser
Werbeplakat der Deutschen Glasfaser (Bild: Deutsche Glasfaser)

Die Deutsche Glasfaser, eine Tochtergesellschaft des niederländischen Baukonzerns Reggeborgh, hat einen neuen Mehrheitseigner. Wie das Unternehmen am 20. Juli 2015 bekanntgab, wird das Private-Equity-Unternehmen KKR (früher Kohlberg Kravis Roberts) mit Hauptsitz in New York die Mehrheit an Deutsche Glasfaser übernehmen. Reggeborgh bleibt aber bei Deutsche Glasfaser engagiert.

Für den Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland stellen die beiden Partner den Angaben zufolge langfristig rund 450 Millionen Euro zur Verfügung. Noch im Lauf dieses Jahres soll mit dem beschleunigten Ausbau des Glasfasernetzes begonnen werden.

"Unser Ziel ist es, Marktführer beim Glasfaser-Ausbau in Deutschland zu werden", sagte Gerda Johanna Meppelink, Sprecherin von Deutsche Glasfaser.

Mindertiefe offene Verlegetechnologie

Die Deutsche Glasfaser ist bisher in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Bayern und Niedersachsen aktiv. Im Jahr 2015 werde das Unternehmen die Ausbauplanungen in diesen Bundesländern intensivieren, sagte Meppelink Golem.de. "Insbesondere in Niedersachsen möchten wir die Kette unserer Netze von Nordrhein-Westfalen kommend beginnend in den Kreisen Emsland und Grafschaft Bentheim fortführen. Neue Bundesländer sind auch in unserem Focus." Die vorbereitenden Gespräche seien hier aber noch nicht abgeschlossen.

Das Unternehmen arbeitet mit der mindertiefen offenen Verlegetechnologie von 20 Zentimetern Breite und 40 Zentimetern Tiefe. Die Deutsche Glasfaser sei vor etwa zwei Jahren gestartet und habe im vergangenen Jahr den hunderttausendsten Haushalt angeschlossen.

Die Deutsche Glasfaser bietet gegenwärtig Internet und Telefonie mit einer ungedrosselten Flatrate mit bis zu 100 MBit/s im Up- und Downstream für monatlich 34,95 Euro, bei 24-monatiger Vertragsbindung. Die Option Bandbreiten-Upgrade 200 für eine Datenübertragungsrate von bis zu 200 MBit/s im Up- und Downstream kostet im Monat 10 Euro zusätzlich.

"Gemeinsam mit unseren strategischen Partnern werden wir nun zahlreiche neue Projekte initiieren und unsere Netze weiter verdichten", sagte Jordi Nieuwenhuis, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser.

Der Ausbau mit Glasfaseranschlüssen bis zum Gebäude (FTTB) oder direkt in die Wohnung (FTTH) wird in Deutschland hauptsächlich durch die alternativen Netzbetreiber vorangetrieben. 76 Prozent des Glasfaserausbaus (FTTB/FTTH) in Deutschland leisteten die überwiegend lokalen und regionalen alternativen Carrier, erklärte der Branchenverband Breko. Demnach gab es 2014 in Deutschland rund zwei Millionen FTTB/H-Zugänge. Davon seien von der Telekom 480.000 (24 Prozent) gelegt worden. Breko-Mitglieder hätten 960.000 (47 Prozent) und andere alternative Netzbetreiber 600.000 (29 Prozent) Haushalte versorgt. Die Telekom hat nach eigenen Angaben annähernd 500.000 Haushalte mit FTTH erschlossen.

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kt1 27. Jul 2015

Richtig, das Geld kann nur einmal ausgegeben werden - man kann es in Internetanschlüsse...

RipClaw 24. Jul 2015

Hat weniger damit zu tun. Ich bin nur bereit Geld auszugeben damit was vorwärts geht...

elf 21. Jul 2015

Das Gerücht hält sich hartnäckig, dass die ollen Rentner keinen Internetanschluss haben...

DerBjoern 21. Jul 2015

Hatte die Deutsche Glasfaser nicht bemängelt das die Telekom an Orten wo Konkurrenten...



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