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Kivo: Git für Powerpoint

Das US-Startup Kivo will die Art und Weise, wie Office-Dokumente verwaltet und mit anderen geteilt werden, grundlegend verbessern. Dabei setzt Kivo auf das Versionskontrollsystem Git und hat eine erste Alphaversion seiner Technik veröffentlicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Änderungshistorie für einzelne Folien
Änderungshistorie für einzelne Folien (Bild: Kivo)

Versionskontrollsysteme erleichtern Entwicklern die gemeinsame Arbeit an großen Projekten erheblich. Vor allem das von Linus Torvalds ursprünglich für Linux entwickelte Git ist sehr beliebt. Doch während Entwickler Änderungen mit einem einfachen "git push" oder "git pull" austauschen und sich Änderungen mit "git diff" anzeigen, diese von anderen mit "git merge" übernehmen und verschiedene Versionen mit "git commit" organisieren können, ist das bei normalen Office-Dokumenten noch immer etwas komplizierter.

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Nicht selten werden große Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumente über E-Mail-Verteiler geteilt, neue Versionen mit immer kryptischeren Dateinamen gespeichert und Änderungen per Hand herausgesucht und per Copy-and-Paste von einer Version in eine andere kopiert. Abhilfe versprechen Onlinevarianten wie Google Doc oder Microsoft Office in Kombination mit Sharepoint. Diese Lösungen setzen aber voraus, dass sich alle Beteiligten auf eine Infrastruktur einigen und diese verwenden.

Kivo schickt sich nun an, die gemeinsame Arbeit an Office-Dokumenten zu vereinfachen und setzt dabei auf die Kerntechnik von Git, um Änderungen zu verwalten. Letztendlich soll ein System entstehen, das Git massentauglich macht, so dass es beliebige Dateitypen, vom Word-Dokument über eine Powerpoint-Präsentation bis hin zu Photoshop-Dateien, verwaltet. Dabei soll es keine Rolle spielen, wie die einzelnen Beteiligten ihre Daten speichern, so dass es durchaus möglich ist, dass einige die Dateien in Sharepoint ablegen, andere Dienste wie Dropbox oder Box verwenden.

Seit rund einem Jahr arbeitet das Kivo-Team nach eigenen Angaben an einer entsprechenden Lösung und legt dabei Wert darauf, diese für das jeweilige Nutzungsszenario anzupassen. Statt also eine Lösung für alles zu erstellen, wollen sich die Kivo-Entwickler ein konkretes Theme nach dem anderen vornehmen. Den Anfang macht ein Powerpoint-Plugin, das ab sofort kostenlos getestet werden kann.

Kivos Powerpoint-Plugin wird direkt in Microsofts Präsentationssoftware integriert und ermöglicht es, mit einem Klick auf "Synchronisieren" Änderungen an einer Präsentation mit anderen zu teilen. Neue Versionen tauchen in einer Spalte am rechten Rand auf, so dass erkennbar ist, wer wann eine Folie gespeichert hat. Denn Kivo verwaltet Änderungen an einzelnen Folien, nicht nur an ganzen Präsentationen. Nutzer können ihre Präsentation dennoch weiterhin wie gewohnt speichern, wo auch immer sie wollen. Lediglich die Änderungen werden über Kivos Plattform verwaltet, wobei sämtliche Datenübertragungen per SSH und somit verschlüsselt abgewickelt werden.

Die Kivo-Entwickler betonen, ihr Powerpoint-Plugin sei nur ein erster kleiner Ausblick auf die angestrebte Lösung. Sie hoffen nun auf Rückmeldungen von Testern, die sie in die weitere Entwicklung integrieren wollen. So sollen demnächst eine Version für Mac OS X sowie Plugins für Word und Excel folgen.

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Nephtys 11. Jul 2013

Mit dieser Argumentation wäre Microsoft viele Probleme los, zB. auch bei Windows 8, oder...

spiderbit 11. Jul 2013

hab schon mal gedacht das das kommen muss für libreoffice oder odf... an sich wäre es...

Nephtys 11. Jul 2013

Ja, aber git ist nicht von Microsoft... und wir wissen doch alle dass Produkte von...

OdinX 11. Jul 2013

Git ist sehr angenehm, wenn man in einer Gruppe an einem Software-Projekt arbeitet...


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