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Kitkat: Chromium übernimmt in Android

Google stellt Android auf Chromium um. Die Webview-Komponente, die Apps zur Darstellung von Webinhalten verwendet, basiert in Android 4.4 alias Kitkat auf der Browser-Engine Chromium 30. Das bringt große Vorteile, und auch der Android-Browser profitiert davon.
/ Jens Ihlenfeld
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Webview von Android 4.4 basiert auf Chromium. (Bild: Google)
Webview von Android 4.4 basiert auf Chromium. Bild: Google

Google hat die Webview-Komponente von Android in der neuen Version 4.4 alias Kitkat gründlich überholt. Die für die Darstellung von Webinhalten in Apps genutzte Komponente basiert künftig auf Googles Browser-Engine Chromium samt der Rendering-Engine Blink und der Javascript-Engine V8. Das gilt laut Max Firtman(öffnet im neuen Fenster) auch für den Android-Browser, der weiterhin mit Android ausgeliefert wird. Zwar setzt Google schon seit einiger Zeit Chrome als Standardbrowser unter Android ein, das gilt aber nur für einige wenige Geräte wie die Nexus-Modelle.

Was nach einer kleinen Veränderung klingt, verspricht große Verbesserungen, denn die bisher in Android genutzte Webkit-Variante gehörte zu den größten Schwachstellen von Android. Die neue Version auf Basis von Chromium 30 ist schneller, bietet eine erweiterte HTML5-Funktion und unterstützt Remote-Debugging.

Apps, die die Webview-Komponente von Android nutzen, werden mit dem Update auf Android 4.4 automatisch auf die neue Technik umgestellt, denn Chromium-Webview steht auf allen Geräten mit Kitkat zur Verfügung.

Allerdings bietet die Webview-Komponente nicht den gleichen Funktionsumfang wie die Android-Version von Chrome: In Sachen HTML5 bringt das neue Webview unter anderem Unterstützung für Server Sent Events, Web Sockets, Web Workers, das Filesystem API, IndexedDB, das Page Visibility API, Canvas Blend Modes, CSS3 Flexbox und CSS3 Filter mit. Nicht unterstützt werden laut Max Firtman(öffnet im neuen Fenster) hingegen WebGL, WebRTC, Webaudio, das Fullscreen-API und die Validierung von Formularen. Auch Chrome-Apps lassen sich nicht im Webview ausführen.

Für Entwickler solle die Umstellung einfach sein und kaum Veränderungen erfordern, verspricht Google(öffnet im neuen Fenster) , stellt aber zugleich einen Migrationsleitfaden(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung, in dem einige Inkompatibilitäten aufgeführt sind. Entwickler, die Probleme mit der neuen Browser-Engine haben, können die "targetSdkVersion" auf 18 oder kleiner setzen, wodurch Webview in einem "Quirksmode" läuft, was einige der Neuerungen, die zu Problemen führen können, deaktiviert.

Remote Debugging

Android Devtools unterstützen mit dem neuen Webview auch Remote-Debugging. Dadurch soll es deutlich einfacher werden, webbasierte Apps für Android zu entwickeln, denn die Debug-Ausgaben können direkt auf den eigenen Rechner umgeleitet und dort betrachtet werden, wie es bei der Webentwicklung für Chrome bereits der Fall ist.

Open Source

Google greift bewusst auf die Open-Source-Version seiner Browser-Engine, Chromium, zurück, so dass die neue Webview-Komponente auch in "Android 4.4 Kitkat AOSP" zur Verfügung steht, dem Open-Source-Release von Android. Derzeit basiert die Komponente auf Chromium 30, und das wird wohl auch erst einmal so bleiben, denn Google will für Webview vorerst nicht auf den sechswöchigen Release-Zyklus von Chrome umstellen, neue Versionen wird es wohl nur mit neuen Android-Versionen geben.

Details zur neuen Webview-Komponente in Android 4.4 alias Kitkat hat Google in einer FAQ zusammengefasst(öffnet im neuen Fenster) .


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