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Kintetsu: Tesla baut Netzspeicher für japanische Eisenbahngesellschaft

Die japanische Eisenbahngesellschaft Kintetsu hat einen Stromspeicher von Tesla aufbauen lassen. Bei einem Stromausfall soll er ermöglichen, dass die Züge einen Bahnhof erreichen. Außerdem soll der Speicher in Spitzenzeiten im Sommer Strom ins Bahnnetz speisen.
/ Werner Pluta
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Zug von Kintetsu (Symbolbild): 580 km langes Schienennetz auf Honshu (Bild: Oka21000)
Zug von Kintetsu (Symbolbild): 580 km langes Schienennetz auf Honshu Bild: Oka21000 / CC-BY-SA 3.0

Wer häufig mit der Bahn unterwegs ist, hat das vielleicht schon einmal erlebt: Drum herum ist alles hell erleuchtet, aber der Zug bleibt trotzdem wegen eines Stromausfalls auf der Strecke liegen. Solchen Zwischenfällen will die japanische Eisenbahngesellschaft Kintetsu vorbeugen: Sie hat einen Stromspeicher für ihr Streckennetz installieren lassen.

Der Speicher besteht aus 42 Speichermodulen von Tesla, Powerpacks genannt, die zusammen eine Speicherkapazität von 7 Megawattstunden (MWh) haben. Das System kann genug Strom ins Netz einspeisen, damit die Züge den nächsten Bahnhof erreichen können und die Passagiere nicht auf der Strecke oder in einem der Tunnel warten müssen. Der Aufbau des Speichers in Osaka habe zwei Tage gedauert, schreibt Tesla auf Instagram(öffnet im neuen Fenster) .

Kintetsu hat den Stromspeicher aber nicht nur für Notsituationen aufgebaut. An heißen Sommertagen, wenn vielerorts die Klimaanlagen laufen, steigen die Stromkosten stark an. In diesen Spitzenzeiten will Kintetsu künftig Strom aus dem Speicher in sein Streckennetz speisen, um Kosten zu sparen.

Kintetsu betreibt ein eigenes Streckennetz

Kintetsu, eine Kurzform für Kinki Nippon Tetsudo(öffnet im neuen Fenster) , ist die größte private Eisenbahngesellschaft in Japan. Sie betreibt auf der Hauptinsel Honshu ein gut 580 km langes Schienennetz mit über 300 Bahnhöfen. Es verbindet unter anderem Kyoto, Nagoya und Osaka.

Tesla hat bereits diverse Powerpack-Speicher installiert. Der größte steht im Süden Australiens . Er hat eine Speicherkapazität von 129 MWh und kann eine Leistung von 100 MW einspeisen. Der erste Speicher von Tesla in Europa wurde im vergangenen Jahr in Belgien in Betrieb genommen . Er dient dazu, die Netzfrequenz von 50 Hz aufrechtzuerhalten.


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