Nichts ist mehr Privatsache

Vom Ansatz her besser gefallen hat uns das dystopische Szenario von What Happened to Monday, in dem Noomi Rapace Siebenlinge spielt. Das ist im Jahr 2043 ein Problem. Aufgrund der weltweiten Überbevölkerung herrscht die Ein-Kind-Politik vor. Bei gar nicht mehr so seltenen Mehrlingsgeburten - genmanipuliertem Essen sei Dank - müssen sich Eltern für einen Spross entscheiden. Die übrigen Geschwister werden in den sanften Kälteschlaf geschickt und eingelagert, bis sie nacheinander an der Reihe sind, ihr Erdenleben zu verbringen.

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Der Ziehvater von Monday, Tuesday, Wednesday und den anderen sieht das nicht ein. Er versteckt seine sieben Kinder zu Hause und lässt sie alle abwechselnd jeweils nur einen Tag pro Woche hinaus. Dabei teilen sie sich eine Identität, also auch ihr öffentliches Leben. Natürlich geht da etwas schief und natürlich decken sie in einer Verkettung von Ereignissen eine riesige Verschwörung im Staatssystem auf. Das alles steuert dann leider nur noch auf dem Niveau einer durchschnittlichen Nachmittagsserie mit zu vielen Actionszenen seinem überkonstruierten Finale entgegen. Wie eingangs gesagt hat uns in erster Linie das Szenario gefallen, inklusive der Randthemen wie digitaler Überwachung und ständiger Identitätserfassung. Ab der Mitte des Films spielen sie jedoch immer weniger eine spürbare Rolle.

Der digitale Fingerabdruck, der gläserne Bürger, die komplette Vernetzung - das sind die Themen der Buchadaption The Circle über eine fiktive Technologiefirma. Sie kommt wie eine Mischung aus Google, Facebook und Apple daher. Genau wie die Aufzählung im Eingangssatz reihen Roman und Film eigentlich nur ganz nett dargestellte Szenarien und Thesen zur fortschreitenden Digitalisierung höchst plakativ abgehandelt aneinander. Man vermisst tiefgreifende Aussagen, Handlung abseits dröger Neutralität und eine facettenreiche Konfrontation. So sinnbildlich nüchtern klingt dieser kleine Absatz von uns dazu. Und das sind immerhin mehr Zeilen, als wir Sonys Emoji-Animationsfilm widmen möchten. Nur die Tatsache, dass es einen solchen überhaupt gibt, macht ihn für uns als Kuriosität im Jahresrückblick erwähnenswert. Anschauen sollte ihn sich aber wirklich niemand.

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 Quanten waren auch dabeiDas Brett- wird zum Videospiel 
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ArcherV 31. Jan 2018

Ja, da sind ein paar interessante Gedankengänge enthalten. In komprimierter Form kriegst...

ArcherV 30. Jan 2018

Jap, soll in Februar rauskommen. Leider nur auf DVD. https://www.youtube.com/watch?v...

dp (Golem.de) 29. Dez 2017

Guten Tag und vielen Dank für den vollkommen richtigen Hinweis. Ein Blick in meinen...

Anonymer Nutzer 27. Dez 2017

Naja, fast :P Als Kinderfilm mag er was taugen aber es gibt einfach inzwischen soviele...



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