Quanten waren auch dabei

Was Leser der französischen Comics an Valerian und Veronique begeistert, können wir anhand von Luc Bessons Herzensprojekt Valerian - Die Stadt der Tausend Planeten unsererseits nur erahnen. Grundsätzlich gefällt uns das abwechslungsreiche Universum des ausufernden Science-Fantasy-Actionfilms. Einzelne Szenen unterhalten alleine durch ihren Einfallsreichtum. Dazu gehört ein multidimensionaler Markt, den die beiden Helden nur anhand einer Art VR-Brille betreten können, während sie in Wirklichkeit noch im abgesteckten Bereich einer tristen Wüstengegend umherwandern.

Schnell verliert sich das bunte Treiben jedoch trotz immer wieder aufblitzender Originalität in totaler Beliebigkeit. Die nicht unbedingt sympathischen Helden stapfen wie störrische Kinder entlang eines sehr dünnen Hauptplots zum wenig überraschenden Happy End. Das Kinoticket hätten wir lieber für die Wiederaufführung von Luc Bessons Kultfilm Das Fünfte Element lösen sollen - einem ebenso abgedrehten, vergleichsweise aber deutlich runderen Film.

Passend zur großen Quanten-Konferenz von Golem.de gab es 2017 auch einen Sci-Fi-Film mit Quanten. Die eigentlich schon 2015 fertiggestellte Produktion aus Österreich lief aber nur kurz in wenigen Kinos und war leider auch überhaupt nicht gut. In Mindgamers vernetzt sich eine Gruppe Studenten mithilfe eines Quantencomputers, um so die eigenen Gehirnaktivitäten miteinander zu synchronisieren und besondere motorische Fähigkeiten miteinander zu teilen. Machen wir es kurz, die Geschichte versucht in viele Richtungen zu gehen, nur in keine annähernd wissenschaftliche oder sonst wie interessante. Stattdessen gibt's 97 Minuten lang vor allem unfreiwillig komische Dialoge, die Mindgamers vielleicht noch als Trash-Perle zu einem Geheimtipp machen. Dass es ein paar wenige kreative Szenen gibt, wollen wir der Fairness halber nicht unterschlagen - und genau diese haben ausnahmslos alle ihren Weg in den Filmtrailer gefunden.

In Flatliners experimentiert eine Gruppe Studenten mit kontrollierten Nahtoderlebnissen, um die eigene Gehirnaktivität zu steigern. Klingt vertraut? Tatsächlich gibt es unheimlich viele Parallelen zum oben erwähnten Film Mindgamers und trotz des größeren Hollywood-Budgets und Ellen Page in einer Hauptrolle könnten wir die meisten Kritikpunkte nahezu identisch wiederholen. Ideenklau muss sich dieses überflüssige Pseudo-Sequel zum gleichnamigen Film von Joel Schumacher aus dem Jahr 1990 immerhin nicht vorwerfen lassen. Sehr wohl aber einige mehr als offensichtliche Plot-Holes, die wie Resultate eines schlecht konzipierten Drehbuchs wirken, an dem die Cutter beim Schnitt offensichtlich verzweifelt sind.

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ArcherV 31. Jan 2018

Ja, da sind ein paar interessante Gedankengänge enthalten. In komprimierter Form kriegst...

ArcherV 30. Jan 2018

Jap, soll in Februar rauskommen. Leider nur auf DVD. https://www.youtube.com/watch?v...

dp (Golem.de) 29. Dez 2017

Guten Tag und vielen Dank für den vollkommen richtigen Hinweis. Ein Blick in meinen...

Anonymer Nutzer 27. Dez 2017

Naja, fast :P Als Kinderfilm mag er was taugen aber es gibt einfach inzwischen soviele...



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