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Kino-Vorschau: 2025 verspricht ein großes Sci-Fi-Jahr zu werden

Was steht 2025 an Science-Fiction im Kino an? Dinosaurier, Superhelden, Frankensteins Monster, die Rückkehr nach Pandora und mehr.
/ Peter Osteried
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Eine Szene aus James Camerons drittem Avatar-Film (Bild: Disney)
Eine Szene aus James Camerons drittem Avatar-Film Bild: Disney

Auch im Kinojahr 2025 dominieren Franchises wie Marvel, DC, Jurassic Park, Avatar oder Tron. Wir geben einen Ausblick auf das Science-Fiction-Kino dieses Jahres – mit einem Ausflug in die Welt des Streamings.

Neues von den Russo-Brüdern: The Electric State (Start: 14. März 2025; Netflix)

Der neue Film der Russo-Brüder (Avengers: Endgame) debütiert bei Netflix. Das passt, da der Streamingdienst die künstlerische Heimat von Hauptdarstellerin Millie Bobby Brown (Stranger Things, Damsel ) ist. In weiteren Rollen agieren Chris Pratt, Woody Harrelson, Ke Huy Quan, Giancarlo Esposito, Anthony Mackie und Alan Tudyk.

Brown spielt eine Figur, die sich auf eine Reise durch ein retrofuturistisches Amerika begeben muss und dabei nur von einem Roboter begleitet wird. Sie sucht nach ihrem vermissten Bruder und erlebt dabei allerhand Abenteuer. The Electric State wird eine Kombination aus Sci-Fi und Abenteuer sein und auch ein paar dramatische Untertöne haben.

Das lange Warten hat ein Ende: Mickey 17 (Kinostart: 17. April 2025)

Der neue Film von Bong Joon-ho (Parasite) wird von Sci-Fi-Fans sehnlichst erwartet. Sie mussten sich wirklich lange gedulden, denn der Film war schon mal für einen Kinostart im Jahr 2024 angekündigt – damals noch zeitgleich mit Dune – Part Two. Seitdem wurde der Film immer wieder verschoben, im April könnte es aber endlich so weit sein.

Der mit Robert Pattinson, Steven Yeun und Mark Ruffalo gut besetzte Film basiert auf einem Roman. Die größte Änderung: Dort ist es Mickey 7, im Film Mickey 17 . Das ist die Bezeichnung für einen entbehrlichen Arbeiter auf einer interstellaren Mission. Wenn es einen Mickey bei der schweren Arbeit erwischt, wird er einfach durch einen anderen Klon ersetzt.

Das ist ein perfekter Stoff für Bong Joon-ho, da sich hier auch wieder Fragen über den Wert des Lebens ergeben. Im Grunde geht es auch um so etwas wie Klassenkampf, ein geradezu klassisches Thema für den südkoreanischen Regisseur.

Stitch, Elio und ein Killerroboter

Vom Zeichentrick zum Realfilm: Lilo & Stitch (Kinostart: 22. Mai 2025)

Disney ist weiterhin damit beschäftigt, aus seinen Zeichentrick-Klassikern Realfilme zu machen. In diesem Jahr ist Lilo & Stitch dran, in dem es um ein abenteuerlustiges Mädchen und ihren Freund geht, einen kleinen blauen Außerirdischen. Der Animationsfilm ist aus dem Jahr 2002 und war einer der letzten der Firma, die noch traditionell von Hand gezeichnet wurden.

Inwieweit sich der neue Film vom alten abheben wird, ist noch unklar. Man denke nur an Arielle, die Meerjungfrau, der als Realfilm deutlich länger als das Original war und darum auch andere Akzente setzen konnte.

Unser Botschafter: Elio (Kinostart: 12. Juni 2025)

Die Pixar-Produktion erzählt davon, wie ein Junge Namens Elio bei einer intergalaktischen Zusammenkunft versehentlich für den Botschafter der Erde gehalten wird. Es liegt an dem Jungen, den Wert der Menschheit gegenüber den außerirdischen Zivilisationen zu beweisen.

Wie bei Pixar üblich, dürfte dies ein Film sein, der junge und ältere Zuschauer gleichermaßen anspricht, zumal es hier eine Geschichte gibt, die den Sense of Wonder außerirdischer Welten mit der Herzenswärme typischer Pixar-Produktionen kombinieren wird. Im Original ist übrigens auch Zoe Saldana zu hören.

Der Killerroboter ist zurück: M3GAN 2.0 (Kinostart: 26. Juni 2025)

Der erste Teil war schwach, ein typischer Roboter-flippt-aus-und-killt-Leute-Film, aber er war auch immens erfolgreich. Darum wurde ein Sequel unter der Regie von Gerard Johnstone produziert. M3GAN wurde im ersten Teil noch als Freundin und Begleiterin für ein um seine Eltern trauerndes Kind eingesetzt.

Dann begann sie, Leute umzubringen. Im zweiten Teil wird es wohl nicht anders. Kurioserweise hält man die Story noch unter Verschluss. Es ist aber nur schwer vorstellbar, dass sie in irgendeiner Weise origineller als beim ersten Teil sein wird. Wer mehr mit Killerrobotern und durchgedrehter KI sehen will, kann sich im Heimkino schon mal T.I.M. , AfrAId und Subservience geben.

Dinos und Superhelden

Die Dinos sind zurück: Jurassic World – Die Wiedergeburt (Kinostart: 2. Juli 2025)

Fünf Jahre nach Jurassic World – Ein neues Zeitalter wagt sich eine Expedition in entlegene Regionen am Äquator vor, um DNA von drei riesigen prähistorischen Kreaturen zu gewinnen und damit einen bahnbrechenden medizinischen Durchbruch zu erzielen. Nach der ersten Jurassic-World-Trilogie startet Universal Studios nun einen neuen Handlungsbogen mit ganz neuen Figuren.

Der von Gareth Edwards (Godzilla) inszenierte Film kann mit Scarlett Johansson, Mahershala Ali und Rupert Friend in den Hauptrollen aufwarten. Das Skript ist von David Koepp, der schon die ersten beiden Jurassic-Park -Filme geschrieben hat. Darum wird erwartet, dass der neue Film vom Feeling her auch eher wieder an diese Produktionen und nicht an die Jurassic-World-Filme andocken wird.

Die Rückkehr des Stählernen: Superman (Kinostart: 10. Juli 2025)

Warner hatte mit DC-Filmen nicht unbedingt das beste Händchen, unter der kreativen Kontrolle von James Gunn (Guardians of the Galaxy) und mit einem kompletten Neustart soll nun jedoch alles anders werden.

Den Anfang macht (nach der Zeichentrickserie Creature Commandos) der neue Film Superman, dessen erster Trailer sehr vielversprechend aussieht. Auf die Entstehungsgeschichte wird verzichtet, stattdessen verspricht Gunn ein großes, aufregendes Abenteuer, das anders als die frühere DC-Inkarnation mit Henry Cavill optimistisch und nicht düster ist.

Der neue Superman ist David Corenswet, der im Trailer auch eine sehr gute Figur macht. Mit dabei sind Rachel Brosnahan als Lois Lane, Nicholas Hoult als Lex Luthor, Frank Grillo in einer noch nicht benannten Rolle sowie Nathan Fillion als Guy Gardner. Auch andere Helden werden auftauchen, nicht zu vergessen Supermans Superhund Krypto.

James Gunn hat aber versprochen, dass nicht eine Minute des Films darauf verwendet werde, künftige Produktionen vorzubereiten. Dieser Film konzentriert sich ganz und gar darauf, seine eigene Geschichte zu erzählen.

Debüt im MCU: Fantastic Four – First Steps (Kinostart: 24. Juli 2025)

Nachdem Disney das Studio 20th Century Fox kaufte, warteten die Fans gespannt darauf, dass die Helden jenes Studios endlich ihr MCU-Debüt geben. Letztes Jahr war es schon mit Deadpool & Wolverine so weit, 2025 stehen die Fantastischen Vier an. Der von Matt Shakman inszenierte Film ist mit Pedro Pascal, Vanessa Kirby, Ebon Moss-Bachrach und Joseph Quinn in den Hauptrollen besetzt.

Über die Geschichte ist noch nicht viel bekannt, als Gegner wurde aber schon der Weltenverschlinger Galactus auserkoren. Der Silver Surfer ist auch dabei, hat aber einen Gender-Swap erlebt. Sie wird nun von Julia Garner gespielt, die Shalla-Bal (die Frau von Norrin Radd, dem Silver Surfer der Comics) darstellt. Mit dabei sind auch Natasha Lyonne, John Malkovich und Paul Walter Hauser.

Von Frankenstein über Tron zum Predator

Sci-Fi mit Chris Pratt: Mercy (Kinostart: 14. August 2025)

Chris Pratt spielt einen Detective, dem ein Verbrechen vorgeworfen wird. Es liegt nun an ihm, seine Unschuld zu beweisen, während er versuchen muss, eine Verschwörung aufzudecken. Der Film wurde von Timur Bekmambetov (Wanted) inszeniert .

Erwarten darf man darum einige visuell aufregende Actionsequenzen. Die Geschichte spielt in einem futuristischen Setting. Neben Pratt ist auch Rebecca Ferguson ( Silo ) dabei.

Die Braut des Monsters: Frankensteins Braut (Kinostart: 2. Oktober 2025)

Im Chicago der dreißiger Jahre bittet Frankensteins Monster Dr. Euphronius um Hilfe bei der Erschaffung einer Gefährtin. Sie erwecken eine ermordete Frau als Braut zum Leben und lösen damit eine Romanze und einen radikalen sozialen Wandel aus.

Der von Maggie Gyllenhaal geschriebene und inszenierte Film scheint eine neue, kühne Interpretation von James Whales Klassiker Frankensteins Braut(öffnet im neuen Fenster) aus dem Jahr 1935 zu sein. Die Braut wird von Jessie Buckley (Men) gespielt, das Monster von Christian Bale. Ebenfalls dabei sind Penelope Cruz, Annette Bening, Jake Gyllenhaal und Peter Sarsgaard.

15 Jahre später: Tron – Ares (Kinostart: 9. Oktober 2025)

Der erste Teil kam 1982, der zweite 2010, der dritte kommt in diesem Jahr – große Pausen zwischen den einzelnen Filmen sind auch dem Umstand geschuldet, dass Tron zwar ein Kultklassiker ist, das Sequel aber nicht so viel einspielte, wie Disney sich erhoffte. Dennoch wollte das Studio einen dritten Anlauf wagen.

Ein hochentwickeltes Programm namens Ares wird von der digitalen in die reale Welt geschickt, um eine gefährliche Mission zu erfüllen. Der Film wird sich stärker als die Vorgänger mit der Frage befassen, was KI ist und wo die Grenzen zwischen physischer und virtueller Welt liegen.

In der Hauptrolle des von Joachim Rønning inszenierten Films ist Jared Leto zu sehen. Außerdem mit dabei sind Jodie Turner-Smith, Gillian Anderson ( Akte X ), Evan Peters und Cameron Monaghan. Jeff Bridges spielt erneut Kevin Flynn.

Aus der Perspektive des Jägers: Predator – Badlands (Kinostart: 6. November 2025)

Der von Dan Trachtenberg ( Prey ) inszenierte Film bringt den Predator zurück ins Kino, nachdem der vorherige Film bei Disney+ ausgesprochen gut gelaufen ist.

Worum es genau geht, ist unklar. Wie Prey wird der Film aber mit einem historischen Setting aufwarten. Zudem sagte Trachtenberg, dass Predator – Badlands sich grundlegend von allen anderen Filmen rund um die außerirdischen Jäger abheben werde. Denn dieser Film soll aus der Perspektive des Predators erzählt werden. In einer Hauptrolle agiert Elle Fanning.

Rückkehr nach Pandora: Avatar – Fire and Ash (Kinostart: 17. Dezember 2025)

Natürlich macht James Cameron noch ein Geheimnis daraus, worum es im dritten Teil seiner Avatar -Saga gehen wird. Sicher ist nur, dass er neue Regionen von Pandora, neue Völker und neue Kreaturen präsentieren wird.

Mit dabei sind wieder Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Sam Worthington und Stephen Lang. Ganz klar wird der Film großartig aussehen und die technologischen Möglichkeiten nicht nur ausreizen, sondern sicher auch Grenzen verschieben. Ob es inhaltlich aber besser als bei den ersten beiden Teilen wird?

Ohne Termine: Sie kommen dieses Jahr – oder auch nicht

Es gibt noch eine Reihe von Filmen, die dieses Jahr ins Kino kommen könnten, aber auch das Potenzial haben, nur im Heimkino zu laufen oder bei einem Streamingdienst – oder dieses Jahr überhaupt nicht mehr.

Planet Gliese (US-Start: 25. Dezember 2025) ist ein Sci-Fi-Film, der verblüffende Realitäten von der Quantenverschränkung bis hin zu R = 2GM/c2 einbezieht. Klingt kompliziert, wird es wohl auch sein, könnte aber gerade darum auch sehr gut werden.

Skyline: Warpath setzt die Billig-Alien-Invasionsreihe fort, diesmal mit dem Anführer des menschlichen Widerstands, der ein außerirdisches Artefakt findet, mit dem das Kriegsglück gewendet werden könnte. In der Hauptrolle agiert Iko Uwais (The Raid), weswegen zumindest die Action toll aussehen dürfte.

The Last Battleship (US-Kinostart: 2. Mai 2025) erzählt von einem Raumschiff, das in feindlichem Territorium gestrandet ist. Eine Besatzung aus Kindern und Erwachsenen bringt das Schlachtschiff wieder in Fahrt und macht sich auf den Weg nach Hause, nachdem sie von einem unbekannten Angreifer vom Raum der Allianz abgeschnitten wurden.

Guillermo del Toros Frankenstein, den er letztes Jahr in Edinburgh gedreht hat, hat auch noch keinen Starttermin. Hier spürt Dr. Pretorius Frankensteins Monster auf, von dem man annimmt, dass es 40 Jahre zuvor bei einem Brand ums Leben gekommen ist, um die Experimente von Dr. Victor Frankenstein fortzusetzen. In Hauptrollen sind Ralph Ineson, Mia Goth, Oscar Isaac, Christoph Waltz und David Bradley zu sehen.

Von Yorgos Lanthimos kommt Bugonia. Es geht um einen jungen Mann, der einen Unternehmer gefangen nimmt und verhört, da er ihn für einen außerirdischen Eindringling hält. Mit dabei ist Emma Stone.


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