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Kino und Streaming: Disney produziert neue Marvel- und Star-Wars-Filme langsamer

Disney will die Kosten senken, indem neue Kino-Blockbuster in längeren Abständen im Kino laufen. Auch bei Disney+ könnte sich einiges ändern.
/ Ingo Pakalski
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Disney-Chef Bob Iger will viel ändern. (Bild: Eric Gaillard/Reuters)
Disney-Chef Bob Iger will viel ändern. Bild: Eric Gaillard/Reuters

Fans von Marvel- und Star-Wars-Filmen und dazu passenden Serien müssen länger als erwartet auf Nachschub warten. Disney werde weniger Marvel- und Lucasfilms-Inhalte produzieren und das günstiger als zuvor geplant. "Wir geben weniger aus für das, was wir machen, und machen weniger" , sagte Disney-Chef Bob Iger im US-Sender CNBC(öffnet im neuen Fenster) . Damit wolle Disney die Kosten reduzieren.

Bereits im Februar 2023 hatte Marvel-Studios-Chef Kevin Feige verkündet, dass künftig weniger Marvel-Serien pro Jahr neu auf Disney+ erscheinen werden. Die Aussage von Iger untermauert den Plan und zeigt, dass dies auch für künftige Marvel-Kinofilme sowie für Lucasfilm-Produktionen gelten soll.

Aufgrund des Streiks der Drehbuchautoren in Hollywood hatte Disney bereits im Juni 2023 die Kinostarts etlicher Marvel- und Star-Wars-Filme verschoben . Iger ließ im Interview offen, ob es weitere Verzögerungen geben werde oder ob die Starttermine nochmals nach hinten geschoben werden.

Disney will Kosten reduzieren

Indem solche Großproduktionen in einem größeren zeitlichen Abstand auf den Markt kommen, will Disney die Kosten für diese Filme und Serien senken. Disney ist gerade dabei, die Ausgaben um 5,5 Milliarden US-Dollar zu senken . Im Zuge dessen werden rund 7.000 Disney-Angestellte das Unternehmen verlassen. Neuere Disney-Kinofilme haben an den Kinokassen zum Teil nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Eine Änderung könnte es bei Disney+ geben. Iger hält es für möglich, dass Disney-Inhalte wieder verstärkt an andere Streaming-Anbieter lizenziert werden. "Es ist eine Möglichkeit. Ich werde es nicht ausschließen" , sagte Iger. Bereits im Februar 2023 gab es Hinweise dazu, dass Disney eigene Filme und Serien wieder mehr als bisher lizenzieren wolle.

Erst diese Woche erklärte Disney, dass Bob Iger als Disney-CEO das Unternehmen bis Ende 2026 leiten will – das sind zwei Jahre länger als bisher geplant.


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