Kino.to: Programmierer von Kino.to will auspacken
Vor dem Landgericht Leipzig ist am 20. März 2012 der Prozess gegen Bastian P. eröffnet worden. Der ehemalige Philosophiestudent gilt als einer der Hauptbetreiber des im Juni 2011 von den Strafverfolgungsbehörden geschlossenen Streamingdienstes Kino.to. Der Angeklagte soll der technische Leiter des Dienstes gewesen sein, wie der Staatsanwalt in seiner mehr als einstündigen Verlesung der Anklage laut FTD(öffnet im neuen Fenster) sagte. Bastian P. werden Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fällen zur Last gelegt, bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.
Seit seiner Verhaftung befindet sich der Programmierer in Untersuchungshaft, die ihm nach Angaben seines Anwalts zu schaffen macht. Daher will der Mann am zweiten Verhandlungstag, dem 30. März 2012, umfassend aussagen.
Dem Bericht der FTD zufolge soll er auch maßgeblich dafür verantwortlich sein, dass das Portal geschlossen werden konnte. Bereits im Juni 2011 sagte eine Sprecherin der Gesellschaft für Urheberrechtsverletzungen (GVU), ein "Tipp aus der Szene" habe zum Ende von Kino.to geführt.
In den Verfahren gegen die Betreiber des Dienstes gab es bisher vier Urteile mit Strafen zwischen 21 Monaten auf Bewährung für einen Uploader und drei Jahren und fünf Monaten Haft für den Betreiber eines Filehosters. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher des gesamten Projekts steht noch aus.
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