Abo
  • Services:

Kino.to: Chefprogrammierer mochte persönlich nur DVDs und Kino

Der verurteilte Bastian P. sah sich Filme lieber von DVD auf dem Fernseher oder im Kino an, weil da die Qualität besser war. Das illegale Streamingangebot Kino.to nutzte er persönlich nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Frühere Homepage von Kino.to
Frühere Homepage von Kino.to (Bild: Kino.to/Screenshot: Golem.de)

Der verurteilte Chefprogrammierer der Plattform Kino.to mag persönlich keine illegalen Streamingangebote. Bastian P. liebe Actionfilme wie die "Stirb-langsam"-Reihe oder den Science-Fiction-Film "Phenomenon" mit John Travolta, sehe sie sich aber lieber "in besserer Qualität" an, sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. Seine DVD-Sammlung habe ihm die Staatsanwaltschaft gelassen.

Stellenmarkt
  1. Autobahn Tank & Rast Gruppe, Bonn
  2. Universität Passau, Passau

In der Verhandlung vor dem Landgericht Leipzig hatte der Informatiker ausgesagt, dass er auch gerne ins Kino gegangen sei, aber durch die Arbeit für die illegale Plattform selten Zeit dazu gehabt habe.

Kino.to war mindestens seit 2007 online und bot in deutscher Sprache Streams an, die im Browser angesehen werden konnten. Die Inhalte waren bei scheinbar unabhängigen Streamhostern gespeichert, die aber laut Staatsanwaltschaft oft von Kino.to selbst gegründet oder betrieben wurden. Im Juni 2011 wurden die mutmaßlichen Betreiber verhaftet und das Portal offline genommen.

Bastian P. erklärte sich gleich nach seiner Festnahme bereit, Kronzeuge zu werden. Auch nach seiner Verurteilung will er in anderen Fällen von Urheberrechtsverletzungen mit den Strafverfolgungsbehörden und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) zusammenarbeiten und Informationen liefern, sagte er vor Gericht.

"Ich hoffe, Kinox.to wird abgeschaltet"

Entsprechend erklärte er, dass er das Ende des Nachfolgeportals Kinox.to begrüßen würde, das von Unbekannten betrieben wird. "Ich hoffe, die Seite wird abgeschaltet", so Bastian P. zu Focus. "Die verdienen Geld, und ich gehe ins Gefängnis."

Der Programmierer ist seit dem 11. April 2012 rechtskräftig zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt und wartet auf seinen Strafantritt.

Am 14. Juli 2012 ist vor dem Landgericht Leipzig der vierte Verhandlungstag im Prozess gegen den Chef von Kino.to angesetzt, wo vermutlich das Urteil gesprochen wird. Das Gericht stellte zuletzt einen Strafrahmen von 4 Jahren und sechs bis zehn Monaten in Aussicht. Theoretisch waren bis zu 15 Jahre Haft möglich. Am 6. Juni 2012 hatte Dirk B. ein Geständnis abgelegt, nachdem ihm die 11. Große Strafkammer zuvor eine mildere Strafe in Aussicht gestellt hatte.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,49€
  2. 6,66€
  3. 4,44€

Endwickler 12. Jun 2012

Immerhin hat jeder im Gefängnis Angst vor so einem Schwerverbrecher, der so viel bekommen...

Endwickler 12. Jun 2012

c't ist witzig, ja, seit einigen Jahren haben die nur noch Hausfrauenniveau. Golem ist...

EMS/XMS 11. Jun 2012

Auf diesen Müllseiten war ich noch nie und die interessieren mich auch nicht wirklich...

Local_Horst 11. Jun 2012

Das hört sich im ersten Moment gut an, weil wohl jeder schon mal auf Teaser oder Plots...

Trockenobst 11. Jun 2012

Der Kulturschaffende ist am Ende auch nur ein Job. Ich kenne genügend Leute, die haben...


Folgen Sie uns
       


Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live

Wir zeigen uns enttäuscht von fehlenden Infos zu Metroid 4, erfreut vom neuen Super Smash und entzückt vom neuen Fire Emblem.

Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live Video aufrufen
Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
Volocopter 2X
Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
Von Nico Ernst

  1. Ingolstadt Flugtaxis sollen in Deutschland erprobt werden
  2. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
  3. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

    •  /