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P.: Der Chef wurde immer paranoider

P. beklagte, dass es immer Kapazitätsprobleme bei der Verfügbarkeit der Plattform Kino.to gab, die von Anfang an bis zur Abschaltung durch die Strafverfolger anhielten.

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Der mutmaßliche Kino.to-Chef B. sei mit der Zeit immer paranoider geworden, sagte P. Es gab Erpressungen gegen die Plattform und mehrfach benutzte Passwörter des Chefs gerieten in die Hände von Angreifern. Es gab oft DOS-Attacken und der DNS wurde gekapert.

Der Programmierer zeichnete ein Bild, nach dem er für den Betrieb von Kino.to immer verfügbar sein musste. Wenn es Probleme mit der Erreichbarkeit der Plattform kam, musste er Kinobesuche unterbrechen und sogar in den Weihnachtsfeiertagen durcharbeiten. Er habe fast immer oft bis in die späte Nacht hinein programmiert.

"Maschinengewehren kann ich wenig entgegensetzen"

Seine Verhaftung im Juni 2011 erfolgte durch ein Sondereinsatzkommando der Polizei mit vorgehaltenem Maschinengewehr. "Maschinengewehren kann ich wenig entgegensetzten", sagte P. "Ich habe dann die Kronzeugenregelung unterzeichnet und den Ermittlern alle Passwörter gegeben." Bis auf das Masterpasswort von B. habe er alle Passwörter in seiner Datenbank gehabt. P. erklärte sich bereit, auch in anderen Fällen von Urheberrechtsverletzungen mit den Strafverfolgungsbehörden und der GVU zusammenzuarbeiten und Informationen zu liefern.

Die Mitglieder des Teams von Kino.to hätten auch eigene Filehoster mit illegalen Filmkopien betrieben. Auch P. habe dies eine Zeit lang gemacht, dann aber aus Zeitnot aufgegeben.

Kino.to war mindestens seit 2007 online und bot in deutscher Sprache Streams an, die im Browser angesehen werden konnten. Die Inhalte waren bei scheinbar unabhängigen Streamhostern gespeichert, die aber laut den Ermittlern oftmals von Kino.to gegründet oder betrieben wurden. Strafverfolgungsbehörden und die GVU versuchten das Angebot seit Jahren zu schließen, was jedoch wegen häufiger Serverumzüge immer wieder misslang. Erst ein Tipp aus dem innersten Kreis der Szene soll schließlich zu den Betreibern geführt haben.

Im Juni 2011 hatte die Ermittlungseinheit INES deutschlandweit rund 20 Wohnungen und Geschäftsräume der mutmaßlichen Kino.to-Betreiber und Rechenzentren durchsucht und das Portal offline genommen. Gleichzeitig erfolgten Durchsuchungen in Spanien und Frankreich. 13 Beschuldigte wurden festgenommen. Die Plattform Kino.to hatte etwa vier Millionen Nutzer täglich. Das Verfahren gegen den Hauptbeschuldigten hat noch nicht stattgefunden. In den Verfahren gegen die Betreiber des Dienstes gab es bisher vier Urteile mit Strafen zwischen 21 Monaten auf Bewährung für einen Uploader und drei Jahren und fünf Monaten Haft für den Betreiber eines Filehosters. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher des gesamten Projekts steht noch aus.

Nachtrag vom 30. März 2012, 12:41 Uhr

Das Gericht vertrat die Ansicht, dass der offene Vollzug für Bastian P. geprüft werden solle. Auch im Falle einer Verurteilung soll eine mögliche Haft im offenen Vollzug erfolgen. Grund dafür sei sein Aussageverhalten.

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 Kino.to: Chefprogrammierer bekam monatlich 50.000 Euro
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freiheit-stribt 02. Apr 2012

von aussen war es legal die hoster waren abgetrennt was intern war kann man so nicht...

freiheit-stribt 02. Apr 2012

ich rede nicht von einen angestelten sondern von preisen welche entwickler firmen nehmen...

freiheit-stribt 01. Apr 2012

na da wird halt druch ausgeübt von dem verein der content industrie die hat auch alles...

freiheit-stribt 01. Apr 2012

also er hat die nicht verpfiffen das war ein anderer das von der GVU handgeld bekommen...

E-Sheep 31. Mär 2012

Es ging mir nicht um den kino.to-Programmierer (das lässt sich sicher diskutieren...


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