Kino.to: Abschaltung hatte kaum Auswirkungen auf illegales Streaming

Die Abschaltung der Kino.to-Webseite hat die Nachfrage nach illegalem Streaming nur kurzzeitig verringert. Schnell seien andere Angebote entstanden, über die sich Nutzer illegal Filme und Fernsehserien angeschaut hätten, ergibt eine aktuelle Studie.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Frühere Homepage von Kino.to
Frühere Homepage von Kino.to (Bild: Kino.to)

Die Schließung der illegalen Streaming-Webseite Kino.to hatte nur einen kurzfristigen Einfluss auf das Nutzerverhalten. Kurzzeitig sind die Nutzer der Seite auf legale Streaming-Plattformen ausgewichen. Die Urheberrechtsverletzungen ehemaliger Kino.to-Nutzer hätten für vier Wochen um 30 Prozent abgenommen, heißt es in einer aktuellen Studie im Auftrag der EU-Kommission. Aber schnell hätten andere rechtswidrige Webseiten die Lücke gefüllt und nach einem Monat lag der Anteil illegaler Nutzung wieder auf dem vorherigen Niveau.

Stellenmarkt
  1. Software Developer - Backend (m/w/d)
    HABA Group B.V. & Co. KG, Bad Rodach, Berlin
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Bonner Werkstätten Lebenshilfe Bonn gemeinnützige GmbH, Bornheim-Hersel
Detailsuche

"Wir haben festgestellt, dass die Schließung zu einem deutlichen, aber kurzzeitigen Rückgang von Urheberrechtsverletzungen führte", schrieben die Wissenschaftler Luis Aguiar, Jörg Claussen und Christian Peukert. Die Forscher werteten Klickdaten von 5.000 Internetnutzern aus Deutschland aus. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2011, als Kino.to von den Ermittlungsbehörden geschlossen wurde.

Nutzer weichen kurzfristig auf legale Angebote aus

Zuvor war das Portal in Deutschland die beliebteste Seite zum rechtswidrigen Streaming von Filmen und Serien. Der Gründer von Kino.to wurde 2012 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Als Kino.to geschlossen wurde, habe es einen geringen Anstieg der Klicks auf Webseiten wie iTunes, Maxdome oder Lovefilm gegeben, auf denen Anwender Filme und Serien legal anschauen können.

Das hielt aber nur kurz an, dann wählten die Kino.to-Nutzer wieder illegale Streaming-Angebote. Seinerzeit gab es in Deutschland noch keine legalen Streaming-Flatrate-Anbieter, auf die Kino.to-Nutzer hätten ausweichen können. Diese betraten erst deutlich später den deutschen Markt.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Kurz nach der Schließung von Kino.to ging die Streaming-Seite Kinox.to an den Start, die rechtswidrig Filme- und Serien-Streams angeboten hatte. Nach zwei der mutmaßlichen Betreiber von Kinox.to wird mittlerweile mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Die Forscher sehen nur einen kurzzeitigen Effekt der Schließung von Kino.to. Zwar sei der Markt für illegales Streaming nach der Schließung zersplitterter gewesen, aber das könnte es für die Rechteinhaber schwerer machen, gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen, vermuten die Forscher.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Mozilla
Firefox verliert 20 Prozent Nutzer in zweieinhalb Jahren

Die offiziellen Nutzer-Statistiken des Firefox-Browsers sehen für Mozilla nicht gut aus. Immerhin wird der Browser intensiver genutzt.

Mozilla: Firefox verliert 20 Prozent Nutzer in zweieinhalb Jahren
Artikel
  1. Google, Mozilla, Telegram: Youtube schaltet testweise für 7 Euro die Werbung ab
    Google, Mozilla, Telegram
    Youtube schaltet testweise für 7 Euro die Werbung ab

    Sonst noch was? Was am 2. August 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Dice: Mietserver für Battlefield 2042 möglicherweise später
    Dice
    Mietserver für Battlefield 2042 möglicherweise später

    Zum Start von Battlefield 2042 wird es keine RSP-Mietserver geben. Dennoch sollen Spieler eigene private Partien eröffnen können.

  3. Astronomie: Flüssiges Wasser auf dem Mars war wieder ein Irrtum
    Astronomie
    Flüssiges Wasser auf dem Mars war wieder ein Irrtum

    Unter der südlichen Polkappe des Mars sollte es flüssiges Wasser geben. Spekulationen über Seen mit Leben waren aber voreilig.

Salavora 21. Mai 2015

Nein, den in diesem Fall hätte der Supermarkt das neue TWIX-White noch gar nicht (wegen...

spiderbit 19. Mai 2015

Das dieses Gesox das will ist klar und wenns nur 1 Raubkopierer in Deutschland gaebe...

plutoniumsulfat 19. Mai 2015

Muss man allerdings abgrenzen vom Schaden, der der Industrie durch Schwarzkopierer entsteht.

Benutzer0000 19. Mai 2015

qualität bei den meisten filmen gut bis sehrgut, dazu völlig gratis, besser gehts nicht...

Benutzer0000 19. Mai 2015

die einzigen nutzungsdaten die kinox.to haben kann sind seitenaufrufe von verschiedenen...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Samsung Galaxy Vorbesteller-Aktion • Speicherwoche bei Media Markt • Samsung Odyssey G5 (34 Zoll, 165 Hz) 399€ • 15% auf Xiaomi-Technik • McAfee Total Protection ab 15,99€ • Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten • Final Fantasy VII HD Remake PS4 25,64€ [Werbung]
    •  /