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Christopher Nolan ist für seine detailverliebten Produktionen bekannt.
Christopher Nolan ist für seine detailverliebten Produktionen bekannt. (Bild: Getty Images North America)

Kino: Christopher Nolan entschuldigt sich halbherzig bei Netflix

Christopher Nolan ist für seine detailverliebten Produktionen bekannt.
Christopher Nolan ist für seine detailverliebten Produktionen bekannt. (Bild: Getty Images North America)

In der Promo-Phase für den Film Dunkirk hat Regisseur Christopher Nolan das Geschäftsmodell von Netflix als "stumpfsinnig" bezeichnet. Nolan entschuldigt sich nun für seine grobe Wortwahl. Überzeugt von dem Streamingmodell ist er aber auch weiterhin nicht.

Der Regisseur Christopher Nolan ist für seine Vorliebe für analoge Film- und Kinotechnik bekannt. Deshalb gab es etwa Vorführungen von Nolans Filmen Interstellar oder auch zuletzt Dunkirk in 70mm-Technik. Während der Promo-Tour für Dunkirk hat Nolan aber auch Netflix vorgeworfen, für das Kinosterben verantwortlich zu sein, und das Geschäftsmodell des Streaminganbieters als "stumpfsinnig" bezeichnet. Laut dem US-Magazin Variety hat Nolan dafür bei dem für die Netflix-Inhalte zuständigen Ted Sarandos um Entschuldigung gebeten.

Nolan bezog sich mit der Aussage vor allem auf das Vorgehen von Netflix, von dem Unternehmen produzierte Spielfilme gleichzeitig zu einem Kinostart auch über seine Streamingplattform anzubieten. Für Nolan entspreche das dem Konzept der Direktveröffentlichung von Filmen auf Video der 90er Jahre, das ein "Alptraum" für den jungen Regisseur gewesen sei. Die Entschuldigung umfasse deshalb auch nur die grobe Wortwahl. Er hätte sich "diplomatischer" ausdrücken sollen, sagte Nolan.

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An der prinzipiellen Aussage hält der Regisseur aber offensichtlich fest. So präferiert Nolan auch die von der Filmindustrie üblicherweise durchgesetzte klassische Verwertungskette, bei der Filme erst mehrere Monate nach ihrer Premiere im Kino über andere Wege auch zum Schauen zu Hause angeboten werden. Für Nolan zähle außerdem auch das Kino-Erlebnis selbst.

Eine Frage der Qualität

Dass einige Kunstschaffende und Kritiker ähnliche Meinungen vertreten wie Nolan, zeigte sich etwa auf der Premiere des Netflix-Films Okja auf dem Festival in Cannes im Frühjahr dieses Jahres. Dort gab es Buhrufe, die sich wohl explizit gegen das im Vorspann gezeigte Logo von Netflix richteten.

Was Nolan und andere dabei eventuell übersehen, ist die Tatsache, dass es so gut wie keine Kinos mehr mit 70mm-Projektoren gibt und auch analoge 35mm-Projektoren immer weniger werden. Darüber hinaus bieten aktuelle Digitalproduktionen zwar tatsächlich teilweise eine sehr schlechte Qualität, wie wir bei unserem Test der UHD-Blu-Ray festgestellt haben. Moderne digitale Aufnahme- und Produktionstechniken in 4K und mit HDR bieten jedoch prinzipiell die Möglichkeit, die Qualität analoger Technik zu erreichen oder diese gar zu überbieten.


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chucu 13. Nov 2017

Das Kino ist schon seit 50 Jahren tot. Genauso wie das Theater, der Kapitalismus...

Der Held vom... 09. Nov 2017

Ein Eindruck hat doch erst einmal gar nichts mit dem Genre zu tun, sondern mit der...

Dwalinn 09. Nov 2017

Naja sie sind eher noch größere Stars geworden. (mehr zuschauer) ob man vom Star-Status 5...

ML82 09. Nov 2017

in den schmuddelligen sahl vom alhambra setzen ...

lestard 09. Nov 2017

"Für Nolan entspreche das dem Konzept der Direktveröffentlichung von Filmen auf Video der...



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