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Kinkobox angeschaut: E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht

Der kleine Rechner von Kinko verspricht eine einfache Verschlüsselung von E-Mails. Es handelt sich um einen kleinen Imap-Server für zu Hause oder fürs Büro. Wir haben uns die Kinkobox genauer angeschaut.

Artikel veröffentlicht am ,
Der kleine Server Kinko verschlüsselt E-Mails automatisch.
Der kleine Server Kinko verschlüsselt E-Mails automatisch. (Bild: Kinko)

Die Kinkobox ist für Nutzer gedacht, die sich nicht um die Einrichtung einer E-Mail-Verschlüsselung kümmern wollen. Sie verschlüsselt ausgehende und eingehende elektronische Post automatisch. Ein weiterer Vorteil: Die Schlüsselverwaltung erfolgt zentral. Über das dazugehörige Webinterface sollen Clients unter den verschiedenen Desktop- und mobilen Betriebssystemen per Knopfdruck eingerichtet werden können. Die Kinkobox übernimmt dabei auch bestehende E-Mail-Konten. Die Entwickler wollen das Projekt über eine laufende Indiegogo-Kampagne finanzieren.

Inhalt:
  1. Kinkobox angeschaut: E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
  2. So anwenderfreundlich wie möglich

Enrico Thierbach vom Kinko.me-Projekt hat zwei Versionen des kleinen E-Mail-Servers mitgebracht, bei denen es sich um Prototypen handelt. Über die kleine Version berichteten wir bereits. Beim ersten Start der kleinen Kinkobox, die für zu Hause oder zum Einsatz in einer WG geeignet ist, dauert es wenige Minuten, bis die verschlüsselte Luks-Partition unter Debian automatisch erstellt wird. Der Benutzer muss lediglich eine Passphrase eingeben, wenn ihm die vorgegebene nicht gefällt. Diese sollte er sich aber unbedingt notieren, betont Thierbach. Denn die Systempartition samt Home-Verzeichnis mit den E-Mails wird verschlüsselt.

  • Das Webinterface der Kinkobox erkennt automatisch Geräte im Netzwerk. (Screenshots: Kinko.me)
  • Die Hostnames werden bei der ersten Einrichtung der Kinko-Server vorgeschlagen.
  • Die darauf laufende Software ist Open Source.
  • Der Hostname dient für den entfernten Zugriff, etwa aus einem Internetcafé.
  • Die Systempartition samt Home-Verzeichnis und den darin gespeicherten E-Mails wird verschlüsselt.
  • Dafür muss zunächst ein Passwort gesetzt werden.
  • Danach wird ein E-Mail-Konto eingerichtet.
  • Anhand des Domainnamens der E-Mail-Adresse versucht das Einrichtungsprogramm weitere Einstellungen automatisch zu erkennen, ...
  • ... etwa den Postausgangsserver des Providers.
  • Dann wird der Schlüssel erstellt, mit dem E-Mails künftig verschlüsselt werden sollen. Alternativ lässt sich ein bestehender Schlüssel importieren.
  •  
  • Die Kinko-Entwickler wollen auch die Einrichtung des Kinko-Servers in E-Mail-Clients auf Desktop-Rechnern oder mobilen Geräten weitgehend automatisieren.
  • Wenn keine automatische Einrichtung möglich ist, gibt es detaillierte Anleitungen.
  • In einigen Betriebssystemen erfolgt die Konfiguration per Mausklick ...
  • ... oder QR-Code.
  • Ohne E-Mail-Client lässt sich die elektronische Post über den integrierten ...
  • ... Webmailer Roundcube verwalten.
  • Auf der Kinkobox lassen sich mehrere E-Mail-Konten oder ...
  • ... weitere Benutzer ...
  • ... einrichten.
Das Webinterface der Kinkobox erkennt automatisch Geräte im Netzwerk. (Screenshots: Kinko.me)

Danach werden RSA-Schlüssel generiert, die vom System auch für die Verbindung zum zentralen Kinko-Server benötigt werden. Die Software schlägt einen leicht zu merkenden Hostnamen vor, wahlweise kann der Nutzer auch einen eigenen eingeben. Über diesen wird der Hostname der Kinkobox per DNS zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um einen eigenen Dynamic Domain Nameserver. Damit ist die Kinkobox für Anwender auch von außerhalb ihres Heimnetzwerks erreichbar. Andere Daten würden nicht übermittelt, sagte Thierbach.

Bestehende Konto übernehmen

Das Webinterface fordert anschließend dazu auf, die Daten eines bestehenden E-Mail-Kontos einzugeben, eine Autovervollständigung auf Basis von Mozillas Providerdatenbank gibt es ebenfalls. Diese kommt auch bei Thunderbird zum Einsatz. Dann lässt der Nutzer entweder einen neuen PGP-Schlüssel von der Kinkobox erstellen oder importiert einen bestehenden. Danach sei die Kinkobox einsatzbereit, sagte Thierbach. Auf dem Kinko-Server läuft der Webmailer Roundcube.

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Roundcube greift auf den Imap-Server Dovecot zu, der die E-Mails verwaltet. Dovecot synchronisiert sich mit den Imap-Servern der Provider und versendet E-Mails über deren Smtp-Server. Mit POP-Servern funktioniert die Kinkobox nicht.

So anwenderfreundlich wie möglich 
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dieterpete 04. Sep 2014

mailinabox ist ein projekt, was genau das anstrebt: siehe https://mailinabox.email/

widdermann 28. Aug 2014

Du kennst wohl fetchmail nicht. In der Standardeinstellung stellt fetchmail an den...

angrydanielnerd 28. Aug 2014

Ich sehe darin kein Problem, eher im Gegenteil. Was kann POP3 was IMAP nicht kann? Ich...

Schattenwerk 28. Aug 2014

Dann sollte es für dich ja auch kein Problem sein, dass wenn du deine E-Mails checkst...

SigismundRuestig 27. Aug 2014

Was jeder normale Nutzer über die Sicherungsmöglichkeiten der heutigen IT-Systeme wissen...


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