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Erst mal einen Snack einwerfen!

Ob es in Kingdom Come Deliverance tote Enden gibt, an denen wir nicht weiterkommen, ist uns nicht endgültig klar. Wir haben an ein paar Stellen aktiv versucht, alle Lösungswege zu sabotieren, aber irgendwie wäre es dann doch gegangen. Teils hätte das aber wesentlich schlechtere Ausrüstung bedeutet, weniger Vorräte oder einen längeren Echtzeitfußmarsch statt der schnellen Reise per Pferd.

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Es gibt viele aus dem echten Leben übernommene Details, die Kingdom vergleichsweise komplex und damit im einzigen Schwierigkeitsgrad durchaus herausfordernd machen. So müssen wir regelmäßig schlafen und auf genug zu essen achten. Es reicht aber nicht, Äpfel oder Brot ins Inventar zu packen und regelmäßig zu verspeisen: Nahrung verdirbt innerhalb weniger Tage, den jeweiligen Frischegerad erfahren wir in der Beschreibung. Falls wir uns eine Lebensmittelvergiftung zuziehen, sind unsere Vitalwerte eine Zeitlang spürbar gesenkt.

In Kingdom gibt es keine klassische Magie, die uns das Leben erleichtern könnte. Das Spiel will "echtes" Mittelalter bieten, nicht Fantasy. Ein paar an Zaubersprüche erinnernde Elemente gibt es aber doch: Mit dem "Trank des Nachtfalken" können wir im Dunklen sehen; mit "Ringelblumen-Aufguss" heilen wir binnen einer Minute leichte Wunden oder die Auswirkungen eines Katers.

Der wichtigste derartige Gegenstand ist aber der "Retterschnaps", mit dem wir manuell einen Spielstand anlegen können. Das klingt banal, ist es aber nicht: Kingdom speichert den Fortschritt nur an bestimmten Stellen automatisch, diese liegen jedoch teils eine Stunde oder länger auseinander. Um auf PC oder Konsole ein manuelles Savegame anzulegen, benötigen wir im Inventar den "Retterschnaps", den wir im Verlauf der Handlung oder gegen Geld beim Händler bekommen - allzu üppig sind die Vorräte aber nie.

  • Mit einem Trainer üben wir den Schwertkampf. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Am Horizont sehen wir die Armee von König Sigismund. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Im Inventar sammeln wir nützliche Ausrüstung. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Nur ausgeschlafen haben wir volle Energie für Kämpfe und Abenteuer. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • In einem Schloss wartet eine üppige Mahlzeit auf uns. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Die Orte für das Schnellreisesystem müssen wir erst freischalten. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Dialoge laufen meist per Multiple Choice ab. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Nicht immer scheint die Sonne über Böhmen. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Zum Knacken von Schlössern benötigen wir einen Dietrich. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Auch Reiten müssen wir und Heinrich erst lernen - sehr schwierig ist es aber nicht. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • Das Grafikmenü der PC-Version ... (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
  • ... lässt viele Einstellungen zu. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)
Die Orte für das Schnellreisesystem müssen wir erst freischalten. (Bild: Warhorse/Screenshot: Golem.de)

Wer das Spiel nicht absolut ohne Tricksereien durchspielen möchte, kann mit den Savegames auch mal ein paar Sachen ausprobieren, etwa einen Angriff auf einen bestimmten Gegner oder unterschiedliche Antworten auf einen der Dialoge. Kingdom nimmt unsere Entscheidungen sehr ernst, einen zweiten Versuch haben wir normalerweise nicht. Das ist zwar einerseits interessant, aber nicht immer können wir früh genug abschätzen, ob die gewählte Vorgehensweise wirklich unseren Absichten entspricht.

Das gilt auch für den Ausbau der Charakterwerte von Hauptfigur Heinrich. Der junge Mann ist zumindest anfangs alles andere als ein Elite-Ritter: Als Sohn des Schmieds hat er nie kämpfen gelernt, bei seinen ersten Schwerthieben in einer Zwischensequenz blamiert er sich. Seine Werte bauen wir durch Übung zur Meisterschaft aus: Wenn er etwa viel kämpft, steigen Stärke und Agilität schneller, als wenn er oft das Gespräch sucht.

Im Verlauf der Handlung stehen die Kämpfe gar nicht so sehr im Mittelpunkt, Kingdom spielt sich über weite Strecken wie ein Adventure: Wir suchen Gegenstände, überbringen Objekte oder Nachrichten, stehlen oder kaufen Ausrüstung und führen viele Gespräche. Ganz vermeiden können wir die Auseinandersetzungen mit Schwert oder Pfeil und Bogen aber nicht. Vor allem die Schwertkämpfe sind relativ komplex: Wir können nicht nur aus unterschiedlichen Richtungen zuschlagen und zustechen, sondern auch blockieren, ausweichen und parieren.

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 Kingdom Come Deliverance im Test: Mittelalter, Speicherschnaps und klirrende KlingenKampf mit Handicap 
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zilti 15. Feb 2018

Dafür verstehen sich der Maas und die Claudia Roth wohl nicht gut genug :D

Anonymer Nutzer 14. Feb 2018

Was aber auch nicht immer etwas bringt, weil auch im Witcher Konsequenzen häufig erst so...

[gelöscht] 14. Feb 2018

Anonymer Nutzer 14. Feb 2018

Finde ich auch, das Ganze wirkt sehr glaubwürdig und stimmig, die Atmosphäre ist gro...

Anonymer Nutzer 13. Feb 2018

Nein, davon gehe ich nicht aus. Sondern davon, dass der VÖ-Termin künstlich vorgezogen...


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