Abo
  • Services:

King of Glory: Börse bestraft Jugendschutz

Gut gemeint ist es immerhin: Der Internetkonzern Tencent hat in China massive Spielzeitbeschränkungen für sein Mobilegame King of Glory eingeführt - die Börse reagiert negativ. In westlichen Märkten soll der an League of Legends erinnernde Titel im Herbst 2017 erscheinen.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von King of Glory
Artwork von King of Glory (Bild: Tencent)

Für minderjährige Spieler in China brechen harte Zeiten an: Kinder unter zwölf Jahren können nur noch eine Stunde am Tag King of Glory spielen, und gar nicht nach 21 Uhr. Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren sind pro Tag zwei Stunden mit dem Mobilegame erlaubt. Außerdem gibt es ein neues Limit darüber, wie viel Geld die Minderjährigen in dem Spiel ausgeben können. Die Beschränkungen werden über die zwingend für das Spiel nötige Onlineverbindung kontrolliert, schreibt unter anderem die BBC.

Stellenmarkt
  1. MTS Group, Landau, Rülzheim
  2. BWI GmbH, Nürnberg, Bonn, Köln, Strausberg, München

Hinter King of Glory steckt der chinesische Internetkonzern Tencent, der die Neuerungen damit begründet, für Jugendschutz sorgen zu wollen. Im April 2017 hatte es Berichte über einen 17-Jährigen aus der Provinz Guangdong gegeben, der nach 40 Stunden mit dem Mobilegame gestorben sein soll; über die genauen Hintergründe dieses Unglücks liegen keine Informationen vor. Seitdem hat es in China offenbar auch durch Staatsmedien eine neue Diskussion über Onlinespielesucht und die Gefahren für Jugendliche gegeben.

An der Börse kamen die Spielzeitbeschränkungen gar nicht gut an: Der Aktienkurs von Tencent hat nach ihrer Bekanntgabe am Dienstag schlagartig um 4,13 Prozent an Wert verloren, sich seitdem aber wieder etwas erholt. Analysten machen für den Rutsch vor allem die Begrenzungen verantwortlich.

Schwarzmarkt für Spielekonten

Unklar ist derzeit noch, wie umfassend Tencent die Spielzeitbeschränkungen kontrollieren kann. In Medienberichten ist die Rede davon, dass rasch ein Schwarzmarkt für Erwachsenen-Nutzerkonten entstehen dürfte, oder dass jugendliche Gamer mit der Kreditkarte ihrer Eltern einen neuen Account anlegen. Tencent hat angekündigt, seine Systeme etwa im Hinblick auf die Identifizierung der Nutzer sicherer machen zu wollen.

King of Glory ist ein Moba in der Art von League of Legends - dessen aus Kalifornien stammender Betreiber Riot Games übrigens eine Tochtergesellschaft von Tencent ist. In China ist King of Glory inzwischen das erfolgreichste Mobilegame mit rund 80 Millionen täglich aktiven Spielern.

Außer in Asien ist der Titel bislang nur in der Türkei verfügbar. Im September 2017 soll King of Glory in den USA veröffentlicht werden. Wann es in Westeuropa an den Start geht, ist bislang nicht bekannt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-60%) 15,99€
  2. 2,99€
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  4. (-67%) 16,49€

Eheran 05. Jul 2017

Abgesehen von dem, was cry88 geschrieben hat: Ursprünglich wollte ich damit nur (erneut...

Strydh 05. Jul 2017

Soweit richtig Midian. King of Glory gibt es auch für PC (und Android/iPhone), und ja es...


Folgen Sie uns
       


Sonos Beam im Hands on

Beam ist Sonos' erste smarte Soundbar und läuft mit Amazons Alexa. Im Zusammenspiel mit einem Fire-TV-Gerät kann dieses bequem mit Beam mit der Stimme bedient werden. Die Beam-Soundbar von Sonos kostet 450 Euro und soll am 17. Juli 2018 erscheinen.

Sonos Beam im Hands on Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Disenchantment angeschaut: Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer
Disenchantment angeschaut
Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer

Mit den Simpsons ist er selbst Kult geworden, und Nachfolger Futurama hat nicht nur Sci-Fi-Nerds mit einem Auge für verschlüsselte Gags im Bildhintergrund begeistert. Bei Netflix folgt nun Matt Groenings Cartoonserie Disenchantment, die uns trotz liebenswerter Hauptfiguren in Märchenkulissen allerdings nicht ganz zu verzaubern weiß.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Streaming Wachstum beim Pay-TV dank Netflix und Amazon
  2. Videostreaming Netflix soll am Fernseher übersichtlicher werden
  3. Quartalsbericht Netflix verfehlt eigene Prognosen um 1 Million Neukunden

Russische Agenten angeklagt: Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton
Russische Agenten angeklagt
Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton

Die US-Justiz hat zwölf russische Agenten wegen des Hacks im US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Die Anklageschrift nennt viele technische Details und erhebt auch Vorwürfe gegen das Enthüllungsportal Wikileaks.

  1. Fancy Bear Microsoft verhindert neue Phishing-Angriffe auf US-Politiker
  2. Nach Gipfeltreffen Trump glaubt Putin mehr als US-Geheimdiensten
  3. US Space Force Planlos im Weltraum

    •  /