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King kommt, Irrational geht: Spielentwickler im Ausverkauf

King.com, dem Macher der Candy-Crush-Saga, werden die Millionen hinterhergeworfen, das auf anspruchsvolle Spiele spezialisierte Irrational Games wird geschlossen. Ist das richtig so - oder einfach ungerecht und schlecht für die Branche? Ein IMHO von Robert Bannert.

Artikel veröffentlicht am , Robert Bannert
Bioshock Infinite
Bioshock Infinite (Bild: Screenshot Golem.de)

500 Millionen Downloads, 150 Milliarden Mal gespielt und 650.000 Dollar Tagesumsatz: Mit diesen eindrucksvollen Zahlen stellt Der Spiegel den Smartphone- und Tablet-Erfolg Candy Crush Saga von King.com Limited vor, nutzt ihn als einen von mehreren Aufhängern für seine Coverstory "Spielen macht klug". Und was ist mit Assassin's Creed, Call of Duty oder Bioshock Infinite? Titel wie diese sind im Spiegel und auch sonst in der deutschen Presse nur Randnotizen.

Inhalt:
  1. King kommt, Irrational geht: Spielentwickler im Ausverkauf
  2. Farbenfrohes Call of Bioshock
  3. Drei Entwickler für ein Bonbon

Dabei ist das Tetris-artige Bonbonsortieren von Candy Crush in Wahrheit mehr Geschäftsmodell als Spiel. Bei echten Gamern hat das Free-to-Play-Spielchen mit der zuckersüßen Optik in den vergangenen Tagen sogar eher traurige Berühmtheit erlangt: Hersteller King.com will den Entwicklern des Strategietitels The Banner Saga die Nutzung des Begriffs Saga verbieten. Denn die Candy-Crusher haben das Wörtchen mittlerweile kultiviert: Neben dem Leckerli-Epos finden sich Papa Pear Saga, Pet Rescue Saga und Farm Heroes Saga von der Stockholmer Firma im App- beziehungsweise Google Playstore. Besonders erfolgreich sind die nicht. Aber jedes ist eine Saga!

Doch King.com und seinem Chef Tommy Palmer kann's egal sein, dass sie sich durch solche Aktionen bei den Gamern unbeliebt machen: Das Unternehmen ist innerhalb kürzester Zeit von einer Wohnzimmerfirma zu einem 500 Mitarbeiter starken Mobile-Publisher gewachsen und kann vom Gewinn mit mobilen Casualisten hervorragend leben. 568 Millionen US-Dollar hat es im vergangenen Jahr gescheffelt - fast logisch, dass der gerade angekündigte Börsengang da die nächste Station ist.

Denn Free-to-Play-Ballons (pardon: Bonbons) wie King fallen mittlerweile so schnell wieder in sich zusammen, wie man sie aufgepustet hat - am besten also, man melkt die Kuh (beziehungsweise potenzielle Investoren), so lange, wie das Euter noch schön prall ist. Schließlich kann die Notschlachtung des armen Rindviechs schneller kommen, als man denkt. Denn der Appstore ist längst von einer einst grünen Weide voller saftiger Premium-Inhalte zu einer leblosen Free-to-Play-Wüste geworden.

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Ganz anders macht sich da die Vita von Bioshock-Erfinder Ken Levine und seinem Softwareentwickler Irrational aus: Hier entsteht so etwas wie digitale Kunst.

Das erste Projekt des Teams ist 1997 die Fortsetzung von Warren Spectors Cyberpunk-Egoscroller-Rollenspiel System Shock. Als es 2006 dann von Take 2 übernommen wird, befindet sich das erste Bioshock bereits in Entwicklung: Hier wird die durch System Shock etablierte Mixtur aus Ego-Ballerei und Rollenspiel in eine Welt verlegt, die Jules Verne mit Film-Noir- und Horror-Schocker kombiniert. Dann schüttet man Millionen Kubikmeter Salzwasser darüber, um die Atmosphäre klaustrophobisch zu verdichten.

Farbenfrohes Call of Bioshock 
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Rhian 24. Feb 2014

Also Rollenspiele aus der Ultima Serie oder Gothic oder TES Serie würde ich sicherlich...

nf1n1ty 24. Feb 2014

Wird es das? Für mich steht da nur eine Anmerkung zu der Spiegel-Betitelung und danach...

rj.45 23. Feb 2014

Ich fand's hohl, aber ok.... andere haben Spass daran, an die Hand genommen und durch das...

GodsBoss 22. Feb 2014

Hmmm, da habe ich ja so eine Vermutung. Die Aufgaben eines IQ-Tests löst man um so...

superduper 22. Feb 2014

Es ging mir darum, respektvoll zu erscheinen, statt autoritär, denn ich halte Golem für...


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