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Nagual Dance mit Kinect: Tanz deine Musik!
(Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Nagual Dance mit Kinect: Tanz deine Musik!

Wippen, rudern, kreisen, stampfen - mit Nagual Dance bewegen sich Nutzer nicht zu Musik, sondern umgekehrt: Die Musik entsteht durch das Tanzen.

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Artur Reimers Tanzbewegungen sind ausladend, wahrscheinlich übertriebener als bei einem normalen Discobesuch. Es ist nicht ganz klar, was zuerst kommt: die Musik oder seine Bewegungen. Denn Reimer kontrolliert die Musik durch Tanz, bei allen Bewegungen guckt die Kinect-Kamera zu und übersetzt sie in Klänge und Rhythmen, die er und sein Kollege Mark Moebius programmiert haben. Auf dem großen Fernseher an der Wand des kleinen Studios in der Berliner Chausseestraße läuft ihre selbst entwickelte Musiksoftware für Kinect: Nagual Dance.

Das Wort "Nagual" beschreibt einen Zustand, in dem man sich auf seine Gefühle verlässt und nicht auf bewusste Gedanken. So funktioniert auch die Software, die mit Hilfe von Kinect Bewegungen der Spieler in Melodien und Rhythmen übersetzt. Vor der Kamera fühlt sich der Nutzer in die verschiedenen Funktionen seiner Extremitäten ein und entdeckt langsam, welche Instrumente oder Rhythmen zum Beispiel der linken Hand oder dem rechten Fuß zugeordnet sind.

"Musik machen an sich ist das Allerschönste an der Musik, noch schöner, als Musik zu hören", sagt Artur Reimer. Deswegen wollen er und Mark Moebius auch Menschen ohne musikalische Ausbildung ermöglichen, an diesem Erlebnis teilzuhaben. Er habe immer schon gerne getanzt und manchmal das Gefühl gehabt, die Musik durch die eigenen Bewegungen steuern zu können. Mit Nagual Dance ist das jetzt tatsächlich möglich.

Artur Reimer steht mitten im Raum, gerade weit genug vom Fernseher und Kinect entfernt, um komplett von der Kamera erkannt werden zu können. Während er die verschiedenen Funktionen von Nagual Dance erklärt, kommt er beim Tanzen ganz schön ins Schwitzen. Zuerst tanzt er die Funktionen von Armen und Beinen einzeln durch, bevor er nach und nach alle Bewegungen kombiniert. Bald bewegt sich sein ganzer Körper im Takt der von ihm selbst kontrollierten Musik.

Die Vertonung von Träumen

Die Füße sind für den Bass zuständig, ermöglichen dem Spieler aber auch, zwischen verschiedenen Tonmodulen zu wechseln, die zur Orientierung auf dem Bildschirm angezeigt werden, auf dem der Spieler als Avatar abgebildet ist und so erkennen kann, in welchem Modus er sich gerade befindet. Die Tanzfläche ist in drei Felder aufgeteilt, die jeweils eigene Funktionen haben. Man kann zwischen Akkorden wechseln oder auch einen schnelleren Modus wählen. So gibt es beim Tanzen ruhige und ekstatische Phasen, in denen sich der Spieler richtig verausgaben oder kurz erholen kann.

Mark Moebius kam die Idee, Daten in Musik umzusetzen, als er vor mehreren Jahren ein Schlaflabor besuchte. Dort konnte er zusehen, wie die Gehirnaktivitäten von Probanden auf Computerbildschirmen abgebildet wurden. Diese Visualisierung von Daten brachte Moebius auf die Idee, dass es auch möglich sein sollte, diese Daten für das Schaffen von Musik zu verwenden - in einer Art Traumvertonung. Daraufhin haben sich Moebius und Reimer vor ungefähr drei Jahren zusammengetan, um diese Idee zu verwirklichen.

Etwa zur gleichen Zeit kam mit Kinect die erste wirklich brauchbare Motiontracking-Kamera für zu Hause auf den Markt. "Ich durfte die mal ausprobieren, und war direkt begeistert davon, dass man jetzt über seine Bewegungen Computerspiele steuern kann", sagt Reimer. Daraufhin kam den beiden die Idee, diese neue Technologie in ihre Software zu integrieren, um Musik anstelle mit Träumen mit den eigenen Bewegungen zu steuern.

Selbstverwirklichung für alle 

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Lala Satalin... 17. Feb 2014

Die Kinect ist schon ne tolle Sache, aber dieses Use-Case-Szenario, um das es hier im...

Endwickler 17. Feb 2014

Ja, die Adresse wurde schon genannt. Die Frage war aber: "Wo auf der normalen...

Natchil 17. Feb 2014

Für so was wie Oculus Rift ist die Kinect einfach zu ungenau, egal wie genau sie sagen es...

motzerator 17. Feb 2014

*hmm* Klingt irgendwie ziemlich bescheuert, haben die Musiker ein Kinect verschluckt...



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