Abo
  • Services:

Kinect für Windows: Hände hoch!

Kinect für Windows ermöglicht Anwendungen, bei denen keine Eingabegeräte mehr angefasst werden müssen. Microsofts deutscher Kinect-Evangelist Gunter Logemann sagt deshalb im Interview mit Golem.de, er hoffe, dass der Sensor bald direkt in viele Geräte integriert wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Kinect-Evangelist Gunter Logemann auf der Cebit 2012
Kinect-Evangelist Gunter Logemann auf der Cebit 2012 (Bild: Christian Klaß/Golem.de)

Windows-Anwendungen steuern, ohne den Rechner zu berühren - die Bewegungssteuerung Kinect macht es möglich, ist aber für Microsoft am PC-Desktop noch kein Ersatz für die Maus-, Tastatur- und Touchbedienung. Das liegt auch daran, dass sich nicht alle Eingaben in natürlich wirkende Kinect-Gesten umsetzen lassen. Gunter Logemann, Evangelist für Kinect bei Microsoft Deutschland, hat auf der Cebit 2012 mit Golem.de über Kinect, das Fuchteln mit den Händen und mögliche Anwendungen etwa in der Robotik gesprochen. Privat beschäftigt sich der Roboterexperte mit Quadcoptern.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Kliniken Schmieder, Allensbach am Bodensee

Für Logemann ergibt eine Kinect-Steuerung dann Sinn, "wenn die Interaktion mit dem Rechner nicht physikalisch über die Maus oder Touch erfolgen kann". Sie könne etwa bei großen Präsentationen, als Klickerersatz zum Wechseln der Folien eingesetzt werden oder bei der Gestensteuerung von Robotern. Ein Arzt könne mit Gesten Röntgenbilder auswählen und sich Details darin anschauen, ohne ein Eingabegerät anfassen zu müssen.

Die Möglichkeiten von Kinect

Excel mit der Kinect sei zwar ein tolles Forschungsprojekt, sagte Logemann, der praktische Nutzen aber gering. Auch die Gestensteuerung einer Windows-8-ähnlichen Kacheloberfläche ("Metro") auf der Cebit 2012 sei bisher nicht mehr als eine Demo.

Dennoch lassen sich mit Kinect Mausaktionen direkt umsetzen. Ähnlich wie bei der Xbox-360-Bedienungsoberfläche Dashboard kann durch Arm- und Handbewegungen der Mauszeiger gesteuert und durch Verharren der Hand an einer bestimmten Position ein Mausklick ausgeführt werden. Kinect kann laut Logemann aber mehr als das - immerhin bietet es auch eine Skelett- und Personenerkennung sowie ein Mikrofon-Array zum Orten von Stimmen.

Technisch seien Kinect für Xbox 360 und Kinect für Windows identisch, doch könne Letzteres durch den Nahbereichsmodus im Treiber auch mit einem Abstand von lediglich 40 cm zwischen Kinect-Kamera und Nutzer arbeiten, sagte Logemann. Der Modus sei für bestimmte Anwendungen nötig, lasse sich im Microsoft-Treiber aber nur für Kinect für Windows und mit einem an den PC gehängten Kinect für Xbox 360 aktivieren.

  • Microsoft-Mitarbeiter Gunter Logemann versucht, Kinect für Windows in Deutschland bekanntzumachen. (Bild: Christian Klaß/Golem.de)
  • Microsofts Cebit-2012-Demo mit Kinect und einem Windows mit Metro-ähnlicher Oberfläche (Bild: Christian Klaß/Golem.de)
  • Kinect für Windows im Einsatz mit einer Videowand - etwa für Börsenkurse (Bild: Christian Klaß/Golem.de)
Microsoft-Mitarbeiter Gunter Logemann versucht, Kinect für Windows in Deutschland bekanntzumachen. (Bild: Christian Klaß/Golem.de)

Kinect-Sensor direkt im Notebook?

Zur Entwicklung gibt es neben dem offiziellen Kinect-SDK und dem darauf angepassten Robotics-SDK von Microsoft auch zwei Open-Source-Treiber von OpenNI und OpenKinect. Einen bewertenden Vergleich wollte Logemann zwar nicht anstellen, er glaube aber, dass die Microsoft-Treiber in Verbindung mit dem Support für Business-Anwendungen besser geeignet seien.

Für Kinect gibt es viele mögliche Einsatzbereiche. Logemann erwähnte neben der Robotik auch die Wissenschaft, die Kunst und den Bildungsbereich. Auch in PC-Spielen könnte die Technik zum Einsatz kommen.

Das langfristige Ziel der Geschäftskunden sei es, die Kinect als Standardsensor in bestimmten Geräten zu verbauen, sagte Logemann. Er selbst hoffe, dass es viele der innovativen Kinect-Forschungsprojekte zur Marktreife schaffen und auch angewendet werden. "Ich glaube, dass die Kinect, und das ist meine persönliche Hoffnung, vielleicht irgendwann vollständig in Geräte integriert werden kann".



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€
  2. 99,99€ (versandkostenfrei)
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de

aeonsan 29. Mär 2012

Auch schon im anderen Thread gepostet, aber einfach mal das hier anschauen: http://www...

aeonsan 29. Mär 2012

http://www.youtube.com/watch?v=bRgEdqDiOuQ Unter anderem.

ck (Golem.de) 29. Mär 2012

Danke, der Vertipper ist entfernt, und es gibt zusätzlich nun auch einen Verweis auf...


Folgen Sie uns
       


Nokia 9 Pureview - Hands on (MWC 2019)

Das neue Nokia 9 Pureview von HMD Global verspricht mit seinen fünf Hauptkameras eine verbesserte Bildqualität. Wir haben das im Hands on überprüft.

Nokia 9 Pureview - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. EC2 G4 AWS nutzt Nvidias Tesla T4 für Inferencing-Cloud
  2. Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro
  3. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX

Gesetzesinitiative des Bundesrates: Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet
Gesetzesinitiative des Bundesrates
Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet

Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates soll den Betrieb von Handelsplattformen im Darknet unter Strafe stellen, wenn sie Illegales fördern. Das war auch bisher schon strafbar, das Gesetz könnte jedoch vor allem der Überwachung dienen, kritisieren Juristen.
Von Moritz Tremmel

  1. Security Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor
  2. Tor-Netzwerk Britischer Kleinstprovider testet Tor-SIM-Karte
  3. Tor-Netzwerk Sicherheitslücke für Tor Browser 7 veröffentlicht

FreeNAS und Windows 10: Der erste NAS-Selbstbau macht glücklich
FreeNAS und Windows 10
Der erste NAS-Selbstbau macht glücklich

Es ist gar nicht so schwer, wie es aussieht: Mit dem Betriebssystem FreeNAS, den richtigen Hardwarekomponenten und Tutorials baue ich mir zum ersten Mal ein NAS-System auf und lerne auf diesem Weg viel darüber - auch warum es Spaß macht, selbst zu bauen, statt fertig zu kaufen.
Ein Erfahrungsbericht von Oliver Nickel

  1. TS-332X Qnaps Budget-NAS mit drei M.2-Slots und 10-GBit-Ethernet

    •  /