Kinect-ähnlich: Playstation Move könnte Kamera mit Tiefensensor erhalten

Sonys Bewegungssteuerung Playstation Move könnte in Zukunft um einen Tiefensensor erweitert werden. Einen solchen hat auch der in der Vergangenheit von Sony verspottete, aber sehr erfolgreiche Kinect-Sensor für Microsofts Xbox 360.

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Das Playstation Eye für die PS3-Bewegungssteuerung Move
Das Playstation Eye für die PS3-Bewegungssteuerung Move (Bild: Sony Computer Entertainment)

Sony Computer Entertainment entwickelt einen eigenen Tiefensensor, der für die Bewegungssteuerung Move gedacht sein soll und das Playstation-Spielen auch ohne Controller ermöglichen könnte. Ein entsprechendes Patent hat der Spielekonsolenhersteller am 31. Oktober 2011 in den USA eingereicht, der Antrag kann nun beim US-Patentamt eingesehen werden und enthält den Namen von Sonys Move-Entwicklungsleiter Richard Marks. Experimente mit Tiefenerkennung soll es bei Sony bereits früher gegeben haben, das Unternehmen entschied sich jedoch gegen eine Integration in Move und die zugehörige Playstation-Eye-Kamera.

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Dem Patentantrag zufolge erwägt Sony verschiedene Möglichkeiten, um zu ermitteln, wie weit der Spieler und Objekte vom Kameraauge der Spielekonsole entfernt und wo sie im Raum positioniert sind. Ähnlich wie bei Kinect könnte mit kontrollierter Infrarotbeleuchtung im Sichtbereich einer Kamera gearbeitet werden, oder es könnten zwei Kameraaugen verwendet werden, um aus den jeweiligen Perspektiven die Entfernung zu errechnen. Bei beiden Methoden stehen zusätzlich zu den Tiefeninformationen auch die normalen Videobilder zur Verfügung.

Kinect-Bewegungssteuerung

Microsofts Kinect verwendet zwei Kameras und einen Infrarotprojektor. Letzterer beleuchtet das Zimmer mit vielen Infrarotlichtpunkten, was eine Schwarz-Weiß-Kamera aufzeichnet und für die Tiefenauswertung zur Verfügung stellt. Eine zusätzliche RGB-Kamera nimmt parallel ein Farbvideo der Szene auf, was etwa für Fotos des Spielers und für Videochats genutzt wird. Außerdem kann mit einer Mikrofonphalanx die Stimme des Spielers für die Spracherkennung aufgezeichnet werden.

Sony Computer Entertainment hatte Kinect in Werbevideos wiederholt verspottet. Der vom US-Komiker und -Schauspieler Jerry Lambert verkörperte fiktive Sony-Mitarbeiter Kevin Butler behauptete darin, dass es kindisch sei, in Shootern ohne Controller und wie ein Vorschulkind nur mit den Händen auf Gegner zu schießen.

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Allerdings war diese Kritik nicht ganz korrekt, denn es ist durchaus auch möglich, wechselweise oder parallel mit Controller und Kinect-Steuerung zu spielen - was aber noch kaum genutzt wird. Ein Beispiel ist der Shooter Halo: Combat Evolved Anniversary, hier werden Gesten und Sprachbefehle genutzt - im bald erscheinenden Actionrollenspiel Mass Effect 3 sind es hingegen nur Sprachbefehle.

Erfolgreiches Kinect

Microsoft ist mit Kinect bisher sehr erfolgreich, erfolgreicher als Sony mit Move. Kinect hat laut Microsoft auch die Xbox-360-Verkäufe positiv beeinflusst. Anders als Move hat Microsoft, ohne vorher damit zu rechnen, Entwickler abseits der Spielekonsolenwelt interessiert - Wissenschaftler, Ingenieure und Künstler bauten mit selbst entwickelten Open-Source-Treibern eigene Kinect-Projekte am PC.

Mittlerweile ist Kinect auch offiziell, aber für einen deutlich höheren Preis in einer minimal abgewandelten Version für Windows erhältlich - im Moment noch beschränkt auf wenige Händler und primär für Entwickler. Eine eigene Kinect-Bewegungssteuerung für den Windows-Desktop gibt es noch nicht, ebenso wenig wie Spiele mit Kinect-Unterstützung.

Spielewebsites wie Playstationlifestyle spekulieren nun, ob eine Playstation Move mit Kinect-ähnlicher Tiefenerkennung mit einem Playstation-3-Nachfolger erscheinen wird. Noch hat Sony aber auch eine Playstation 4 (PS4) nicht offiziell angekündigt.

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irata 22. Feb 2012

Seit über 100 Jahren in der Fotografie, und in der Malerei vermutlich sehr viel länger...

Falkentavio 22. Feb 2012

Wo doch Sonyfanboys sonst immer auf Realismus pochen. Knopfdruck ist zwar schneller...

ck (Golem.de) 21. Feb 2012

Huch, ja, danke. Vertipper wurde beseitigt. Gruß Christian Klaß Golem.de



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