Kindle Scribe im Test: Amazons E-Book-Reader lernt schreiben

Amazons Kindle Scribe soll sowohl E-Reader als auch Remarkable-Notiz-Tablet sein. Diese interessante Mischung hat ihre Vor- und Nachteile.

Ein Test von veröffentlicht am
Der Kindle Scribe von Amazon
Der Kindle Scribe von Amazon (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Amazon hat mit dem Kindle Scribe seinen ersten Kindle-Reader mit Schreibfunktion vorgestellt. Damit tritt Amazon in Konkurrenz mit anderen Herstellern von Schreibtablets mit E-Paper-Display, wie etwa Remarkable. Anders als etwa beim Remarkable 2 hat der Kindle Scribe allerdings direkten Zugang zu Amazons Kindle-Store.

Inhalt:
  1. Kindle Scribe im Test: Amazons E-Book-Reader lernt schreiben
  2. Neue Notizfunktion mit Eingabestift
  3. Stiftfunktionen nicht mit Remarkable vergleichbar
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Golem.de hat den Kindle Scribe mit dem Remarkable 2 verglichen und überprüft, wie sich die Schreibfunktion im Vergleich schlägt. Dabei zeigt sich: Es gibt zwar einige Parallelen zwischen den beiden Geräten, die Notizfunktion ist beim neuen Kindle aber wesentlich weniger ausgefeilt als beim Remarkable-Tablet. Dafür ist der Scribe vielseitiger nutzbar.

Der Kindle Scribe hat einen 10,2 Zoll großen E-Paper-Bildschirm mit 300 ppi, integrierter Beleuchtung und 16 Graustufen. Die Hintergrundbeleuchtung kann automatisch je nach Umgebungslichteinfall geregelt werden, die Lichtfarbe können Nutzer selbst aus einem warmen und einem kalten Anteil mischen. Die Beleuchtung des Scribe macht das Lesen angenehmer als beim Remarkable 2 ohne Hintergrundlicht.

Kindle-Oberfläche mit neuem Reiter für Notizbücher

Nach dem Einrichten lässt sich der Scribe wie ein herkömmlicher Kindle-E-Reader verwenden: Unsere Bibliothek wird direkt angezeigt, wir können unsere Bücher einfach öffnen und mit dem Lesen loslegen. Die Benutzeroberfläche unterscheidet sich bis auf einen Reiter für Notizbücher nicht von der anderer Kindle-Reader.

  • Der Kindle Scribe von Amazon (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Kindle Scribe bietet eine Notizfunktion mit einem Eingabestift. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Stifteingabe hat eine niedrige Latenz, entsprechend lässt es sich auf dem Scribe gut schreiben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Es stehen einige Stiftoptionen zur Verfügung, allerdings weniger als beim Remarkable 2. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Benutzeroberfläche ist aufgebaut wie bei anderen Kindle-Readern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Schriftbild auf dem Kindle Scribe ist dank 300 ppi scharf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf dem Kindle Scribe stehen die üblichen Kindle-Optionen für das Layout bei E-Books zur Verfügung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Stift kann magnetisch an der Seite des Readers befestigt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Kindle Scribe ist aus Metall, die Verarbeitung ist gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Schreiboptionen sind verglichen mit dem Remarkable 2 beim Kindle Scribe weniger umfangreich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Der Kindle Scribe bietet eine Notizfunktion mit einem Eingabestift. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Beim Lesen eines Buchs blättern wir mit einem Druck auf das Display um, separate Buttons zum Umblättern wie beim Kindle Oasis gibt es leider nicht. Die Verarbeitungsqualität des Scribe ist gut: Das Gehäuse ist aus Metall, zwischen dem Displayglas und dem Metallrand gibt es allerdings einen ca. 1 mm großen Spalt, in dem sich Staub und Schmutz sammeln kann.

Beim Lesen stehen uns die bekannten Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, um etwa den Zeilenabstand, die Schrift oder die Bildränder zu definieren. Die Schärfe der Schrift ist gut und vergleichbar mit der des Kindle Oasis, der ebenfalls 300 ppi hat. Text lässt sich gut lesen, dank der angenehmen Hintergrundbeleuchtung auch in schlechten Lichtsituationen. Die Mischung aus kaltem und warmem Hintergrundlicht können wir direkt über die Schnelleinstellungen vornehmen.

Von der Haptik her eignet sich der Kindle Scribe für Rechts- und Linkshänder. Der Rahmen ist auf einer Seite breiter, an dieser Stelle lässt sich der große Reader gut festhalten. Je nachdem, mit welcher Hand wir das Gerät festhalten wollen, drehen wir es einfach; die automatische Bildschirmrotation passt den Inhalt entsprechend an.

Für einen E-Book-Reader verhältnismäßig klobig

Mit seinen 229 x 196 x 5,8 mm und mehr als 430 Gramm Gewicht (ohne Hülle) lässt sich der Kindle Scribe allerdings nicht so gut mit einer Hand halten wie kleinere E-Reader - er macht auf uns so einen recht wuchtigen Eindruck. Dafür sind auf dem großen Bildschirm Inhalte besser zu erkennen als bei einem kleineren Kindle-Reader. Wir halten den Kindle Scribe mit einer Hand und stützen die andere Seite mit der anderen Hand etwas ab.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Neue Notizfunktion mit Eingabestift 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Vertix 03. Dez 2022

.... kauft man sich besser ein Boox, vielseitiger und vorallem wesentlich offener was die...

Falko Schmidt 02. Dez 2022

Primär ging es mir um einen größeren (als meinen 8-Zoll) Reader. Das man damit auch...

a.ehrenforth 02. Dez 2022

Das frage ich mich auch. Klar gibt es Nieschenandwendungen dafür, aber Amazon ist ein...

Fwk 02. Dez 2022

Wenn es von Apple wäre gäbe es nicht so viel Kritik dann wäre es perfekt und jeder würde...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Drohendes Einfuhrverbot
Apple stoppt US-Verkauf der Apple Watch Series 9 und Ultra 2

Apple kommt in den USA den Behörden zuvor und nimmt die Apple Watch Series 9 und Ultra 2 aus dem Handel. Hintergrund sind Patentstreitigkeiten.

Drohendes Einfuhrverbot: Apple stoppt US-Verkauf der Apple Watch Series 9 und Ultra 2
Artikel
  1. Nahverkehr: Auch Bayern bevorzugt Akku- statt Wasserstoffzüge
    Nahverkehr
    Auch Bayern bevorzugt Akku- statt Wasserstoffzüge

    Auf lange Sicht könnte der Betrieb von Akkuzügen wirtschaftlicher sein als die Nutzung von Wasserstoff als Antrieb für den Nahverkehr.

  2. Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
    Whistleblower
    Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

    Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

  3. Energieversorgung: Nachfrage nach Wärmepumpen kühlt ab - außer in Deutschland
    Energieversorgung
    Nachfrage nach Wärmepumpen kühlt ab - außer in Deutschland

    Der Europäische Wärmepumpenverband zeigt sich wegen sinkender Absatzzahlen besorgt, aber hierzulande bleibt das Interesse groß.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P5 Plus SSD 500GB 39,99€ • Nur noch kurz: 3 für 2 Games-Aktion (PS5, PS4, Xbox, PC) • Apple Week • AVM Fritz Box 7510 74,99€ • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar, AC: Mirage & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ [Werbung]
    •  /