Kindle Phone: Amazon soll Smartphone mit 3D-Funktion planen

Einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) des Wall Street Journal nach plant Amazon sein erstes Smartphone im Juni 2014 anzukündigen. Gerüchte um ein Amazon-Smartphone gibt es allerdings schon lange. Nach Informationen des WSJ sollen bereits Entwicklern in San Francisco und Seattle Prototypen gezeigt worden sein. Das Gerät soll dem Vernehmen nach im Juni angekündigt werden und Ende September 2014 auf den Markt kommen. Das wäre noch früh genug vor dem Weihnachtsgeschäft.
Produziert werden soll das Gerät dem Bericht nach von HTC. Das Amazon mit HTC zusammenarbeiten will, wurde auch schon einmal im Oktober 2010 berichtet . Damals hieß es, dass an drei Prototypen und einer 3D-Bedienoberfläche gearbeitet wird.
Auf dem Amazon-Smartphone wird vermutlich Android laufen, mit dem Amazon auch seine Kindle-Fire-Tablets betreibt, wenngleich auch in einer stark modifizierten Version, die es von Haus aus nicht zulässt, Apps aus dem Google Play Store sondern nur von Amazons eigener Shoplösung zu installieren.
Das Amazon Kindle Fire Smartphone soll mit vier nach vorn ausgerichteten Kameras oder Sensoren ausgerüstet sein, um eine 3D-Darstellung auf dem Display zu ermöglichen. Eine Brille sei dazu nicht erforderlich. Nicht ganz klar geht aus dem Bericht des WSJ hervor, ob das Gerät auch selbst Fotos in 3D aufnehmen kann, oder ob es lediglich erkennt, aus welcher Perspektive der Benutzer das Display betrachtet und den Bildschirminhalt entsprechend anpasst.
Ob das Display des Smartphones eine Parallaxenbarriere nutzen oder auf ein Linsenraster setzen wird, das Hitachi Mitte 2011 vorstellte, ist nicht bekannt. Eine Parallaxenbarriere wie beim Nintendo 3DS, besteht aus einer Maske mit zahlreichen kleinen Sehschlitzen, die so ausgerichtet sind, dass sie bei normalem Sehabstand für das jeweilige Auge einen Teil der Pixel verdecken. Dadurch wird das Bild recht dunkel. Besser funktioniert Hitachis System , bei dem Miniaturlinsen über den Pixeln aufgetragen werden, die dafür sorgen, dass das linke Auge ein anderes Bild sieht als das rechte Auge des Betrachters.
Gerade HTC hat Erfahrung mit einem 3D-Smartphone. Das HTC Evo3D besaß zwei Kameras und ein Display mit zuschaltbarer Parallaxenbarriere. Die Aufnahmen konnten jedoch nur im Nahbereich überzeugen, während die Bilder auf mittlere und große Distanz unscharf wirkten.