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Kindle Paperwhite: Amazons neuer E-Book-Reader leuchtet

Nach Konkurrent Barnes & Noble hat jetzt auch Amazon einen E-Book-Reader mit integrierter Beleuchtung vorgestellt. Zudem hat der Kindle Paperwhite ein neues Display bekommen, das mehr Kontrast und eine höhere Pixeldichte bietet.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Werner Pluta
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Amazon-Chef Jeff Bezos präsentiert den Kindle Paperwhite. (Bild: Gus Ruelas/Reuters)
Amazon-Chef Jeff Bezos präsentiert den Kindle Paperwhite. Bild: Gus Ruelas/Reuters

Ein neues Display und eine integrierte Beleuchtung hat Amazons neuer E-Book-Reader Kindle Paperwhite. Den alten Kindle hat der Onlinehändler überarbeitet.

Kindle Paperwhite – Live-Demonstration
Kindle Paperwhite – Live-Demonstration (03:57)

Paperwhite heißt die neue Displaytechnik, mit der Amazon die neuen E-Book-Reader ausgestattet hat. Sie verspricht eine höhere Qualität. Der Bildschirm habe 62 Prozent mehr Pixel als die Vorgänger. Die Pixeldichte beträgt 212 dpi. Zum Vergleich: Der Bildschirm des Kindle Touch hatte 167 dpi. Der Kontrast sei um 25 Prozent verbessert worden. Über das neue Display hatten US-Medien schon vorab spekuliert .

Amazon Kindle Paperwhite
Amazon Kindle Paperwhite (00:34)

Zudem ist das Display beleuchtet, so dass sich der Leser auch bei Dunkelheit der Lektüre widmen kann, ohne eine Lampe einschalten zu müssen. Die Helligkeit der Beleuchtung kann stufenlos angepasst werden. Auf die Akkulaufzeit soll die Beleuchtung keinen Einfluss haben: Eine Akkuladung halte auch bei eingeschaltetem Licht acht Wochen.

Drei Schichten

Als Lichtquellen dienen Leuchtdioden, die im Rahmen des Gerätes sitzen. Eine Beschichtung mit Lichtleitern verteilt das Licht gleichmäßig über den ganzen Bildschirm. Insgesamt besteht der Bildschirm aus drei Lagen: unten das Paperwhite-Display, in der Mitte der Touchscreen und als letzte Schicht der Lichtleiter. Vier Jahre hat Amazon nach eigenen Angaben an dieser Technik entwickelt.

Gerüchte über einen Kindle mit Beleuchtung gab es bereits im Frühjahr : Das US-Blog Techcrunch hatte nach einem Besuch in Amazons Entwicklungsabteilung, dem Lab 126, darüber berichtet. Konkurrent Barnes & Noble hatte im April einen beleuchtbaren E-Book-Reader, den Nook Simple Touch with Glowlight , vorgestellt.

Reine Touchbedienung

Bedient wird der E-Book-Reader ausschließlich über den kapazitiven Touchscreen. Der Knopf, den der Kindle Touch noch unter dem Display hatte, ist verschwunden. Der Kindle Paperwhite ist 9 Millimeter dick und das Gerät wiegt knapp 213 Gramm. Dadurch ist das Gerät auch etwas kleiner geworden. Zudem hat sich die Farbe geändert: Waren die früheren Kindles anthrazit-grau, ist der neue schwarz.

Zudem hat der E-Book-Reader einige neuen Funktionen bekommen. Darunter ist eine Angabe, wie viel Lesezeit der Rest des Buches oder der Rest des Kapitels voraussichtlich noch in Anspruch nehmen wird. Die Angabe erscheint links unten auf der Seite. Schließlich gibt es eine Biografie zu jedem Autor. Darin sind alle seine verfügbaren Werke gelistet – inklusive der Möglichkeit, diese gleich aus der Biografie heraus zu bestellen.

WLAN oder 3G

Der Kindle Paperwhite wurde in zwei Ausführungen vorgestellt. Das eine Gerät(öffnet im neuen Fenster) kostet knapp 120 US-Dollar und hat nur WLAN. Das andere(öffnet im neuen Fenster) hat auch 3G und ist für etwa 180 US-Dollar zu haben. In den USA können beide Geräte ab sofort vorbestellt werden. Ausgeliefert werden sie ab 1. Oktober.

Amazon hat zudem den Kindle Touch überarbeitet. Der Seitenaufbau bei dem Gerät soll um 15 Prozent schneller sein als bei den Vorgängern. Die Darstellung der Schrift soll schärfer sein und es stehen mehr Schrifttypen zur Verfügung. Das Gerät ist ab Mitte September für knapp 70 US-Dollar erhältlich.

Nachtrag vom 7. September 2012, 9:50 Uhr

Auf Anfrage von Golem.de erklärte Amazon, das Gerät werde in Deutschland vorerst nicht verfügbar sein.


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