Kindle Fire: Amazon macht weit mehr Gewinn als erwartet

Amazon erzielte im ersten Quartal 2012 einen Gewinnrückgang um 35 Prozent auf 130 Millionen US-Dollar (28 Cent pro Aktie). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 201 Millionen US-Dollar (44 Cent pro Aktie) erwirtschaftet. Das gab das Unternehmen am 26. März 2012 bekannt (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Der Umsatz stieg um 34 Prozent auf 13,18 Milliarden US-Dollar, nach 9,86 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten einen Gewinn von nur 7 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 12,9 Milliarden US-Dollar erwartet.

In Nordamerika wuchs der Umsatz um 36 Prozent auf 7,43 Milliarden US-Dollar. Im Ausland erzielten Amazons Onlineshops 5,76 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 31 Prozent.
Das Kindle Fire blieb das meistverkaufte Produkt bei Amazon in den USA, erklärte der Konzern. Genauere Angaben zum Verkauf seiner E-Book- und Tablet-Produktreihe macht Amazon nicht. Laut den Angaben der IDC-Marktforscher verkaufte Amazon im vierten Quartal 2011 rund 4,7 Millionen Kindle Fires, erreichte so einen Marktanteil von 16,8 Prozent und lag auf dem zweiten Platz hinter Apple.
Die operativen Ausgaben stiegen im ersten Quartal 2012 um 36 Prozent auf 13 Milliarden US-Dollar, weil weiter in Rechen- und Logistikzentren und in mehr Personal investiert wurde. Amazon stellte 9.400 neue Mitarbeiter ein und verstärkte die Belegschaft damit auf 65.600. 2011 gab Amazon 4,6 Milliarden US-Dollar für neue Lagerhäuser aus.
Nachtrag vom 27. April 2012, 13:20 Uhr
Das Unternehmen wird 13 weitere Lieferzentren im Jahr 2012 bauen, sagte Finanzvorstand Thomas Szkutak während der Telefonkonferenz mit Analysten. Amazon will das Streaming-Videoangebot auf seiner Website und für den Kindle Fire ausbauen, erklärte er. Der Umsatz mit digitalen Medien stieg im vergangenen Quartal um 19 Prozent auf 4,7 Milliarden US-Dollar.