Abo
  • Services:
Anzeige
Das Angebot ab 15 Uhr am 15. Oktober 2013
Das Angebot ab 15 Uhr am 15. Oktober 2013 (Bild: Amazon/Screenshot: Golem.de)

Kindle-Blitzangebot Amazons Geburtstagsparty dauert 90 Sekunden

Zum 15. Geburtstag des Unternehmens versprach Amazon Deutschland ein besonderes Blitzangebot, nannte den beworbenen Artikel aber nicht. Es war die kleinste Version des Kindle, die für 25 statt 49 Euro angeboten wurde. Nach weniger als zwei Minuten war der E-Book-Reader ausverkauft.

Anzeige

Am Nachmittag des 15. Oktober 2013 folgte Amazon der gerade angesagten Marketingmasche: Wir haben Geburtstag, und die Kunden bekommen die Geschenke. Zu verschenken haben sich selbst feiernde Unternehmen natürlich auch an ihrem Ehrentag nichts, vielmehr gibt es nur besonders günstige Angebote.

  • Kurz nach 15 Uhr: Das Angebot beginnt...
  • ... und ist keine zwei Minuten später ausverkauft, ...
  • ... bis Amazon gegen 15:30 Uhr das vorzeitige Ende vermeldet. (Bilder: Nico Ernst/Golem.de)
  • So wurde die Überraschung auf der Startseite um 15 Uhr beworben.
Kurz nach 15 Uhr: Das Angebot beginnt...

Die sind bei Amazon aber sonst mit einem guten Dutzend Artikeln jeden Tag zu haben, der Mechanismus nennt sich Blitzangebot und funktioniert so: Um Mitternacht werden die Artikel ohne Preisangabe bekanntgegeben, zu bestimmten Uhrzeiten - in der Regel gegen 10, 15 und 19 Uhr - werden die Preise dann genannt, und der Run auf die begrenzte, aber nicht genannte Stückzahl kann beginnen.

Diesmal verfuhr Amazon aber anders. Zum Beginn des Tages wurde nur ein einzelnes Angebot zur Geburtstagsüberraschung gemacht und der Artikel nicht genannt. Nur von 15 bis 16 Uhr, aber natürlich nur solange der Vorrat reicht, sollte das geheimnisvolle Produkt zu haben sein. Daraus wurden dann rund 90 Sekunden.

Golem.de kauft (k)ein Kindle

Schon mit einigen Sekunden Verzögerung aktualisierte sich die Webseite im Versuch von Golem.de über eine schnelle VDSL-Leitung kurz nach 15 Uhr. Die Überraschung war eine der Cash-Cows von Amazon: die kleinste Version des E-Book-Readers Kindle mit einem E-Ink-Display von 6 Zoll Diagonale für 25 statt 49 Euro. Das erscheint nur auf den ersten Blick besonders günstig, denn das Netzteil liefert Amazon nicht mit, und auch die E-Books - sofern es sich nicht um freie Exemplare handelt - sind gesondert zu bezahlen.

Nach etwa anderthalb Minuten war das Angebot schon ausverkauft, wir ließen uns auf die Warteliste setzen. Diese ist Teil des Systems Blitzangebot: Wird ein in den Warenkorb gelegter Artikel aus den Sonderaktionen nicht binnen 15 Minuten verbindlich gekauft, wird er wieder Teil des Kontingents. Kunden, die in dieser Zeit auf der Warteliste standen, haben dann je nach Platz auf der Liste noch eine Chance auf den günstigen Preis. Auch um 15:30 Uhr sagte uns die Amazon-Seite jedoch nicht, dass wir den Kindle für 25 Euro kaufen könnten - offenbar hatten fast alle Interessenten den Kauf abgeschlossen. Gegen 15:40 Uhr meldete Amazon dann auf der Startseite mit einer eigenen Meldung, dass das Angebot tatsächlich ausverkauft sei - und warb gleichzeitig für die gesamte Kindle-Produktpalette.

Wie stets bei solchen Rabattaktionen ist nicht klar, ob wirklich sehr viele Kunden den Kindle haben wollten, oder ob es nur besonders wenige Geräte gab. Dagegen hatten Verbraucherzentralen 2011 geklagt, nachdem die 2010 erstmals gestartete Aktion "Cyber Monday" viele Interessenten enttäuschte, weil die Angebote in Sekunden ausverkauft waren.

Dass ein Produkt schnell ausverkauft ist, heißt nicht unbedingt, dass das Blitzangebot nicht wieder erscheinen könnte. In den vergangenen zehn Tagen bot Amazon beispielsweise den Satellitenreceiver Technisat Isio S1 gleich drei Mal an - stets dasselbe Modell -, obwohl das Gerät in der ersten Aktion schon ausverkauft wurde. Ob solche Effekte durch künstlich begrenzte Stückzahlen oder kurzfristig eingekaufte Kontingente zustande kommen, bleibt das Geheimnis des Onlinehändlers.

Klein angefangen

Seit dem 15. Oktober 1998 ist Amazon Deutschland online. Der meistverkaufte Titel an dem Tag war - mit zehn verkauften Exemplaren - ein Buch über Marketing. Das Produktangebot auf der Seite Amazon.de umfasste zum Zeitpunkt des Starts ausschließlich Bücher, die aus dem Logistikzentrum in Regensburg verschickt wurden. Nach einem Jahr und zwei Monaten registrierte sich der einmillionste Kunde bei Amazon.de.

Die drei meistverkauften Produkte von 1998 bis 2013 aus Deutschland sind das Amazonbasics-HDMI-Kabel mit Ethernet, das 6-Zoll-Kindle und auf dem dritten Platz das Bürgerliche Gesetzbuch.


eye home zur Startseite
tibrob 16. Okt 2013

Da geht es primär um einen guten Zwecke - zumindest glaube ich das "noch". Bisher jedes...

tibrob 16. Okt 2013

So 1 bis 2 mal im Jahr kaufe ich mir 'ne handvoll Bücher, die ich so über das Jahr lesen...

SoundKrake.dE 16. Okt 2013

Ich habe auch eines bekommen, obwohl ich mich erst sehr sehr spät auf die Warteliste...

SoundKrake.dE 16. Okt 2013

Das stimmt natürlich absolut. Aber das Beispiel sollte ja auch nur verdeutlichen, dass...

neocron 16. Okt 2013

richtig, und warum behaupten sie sich nicht am markt? richtig, weil sie keine...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg
  2. Dr. August Oetker KG, Bielefeld
  3. HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  4. INSYS MICROELECTRONICS GmbH, Regensburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 19,85€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3€ Versand)

Folgen Sie uns
       


  1. Elektroroller

    Einstieg in die Elektromobilität ab 2.000 Euro

  2. Virtuelle Maschinen

    Parallels Desktop 13 holt Touch Bar in Windows

  3. Assassin's Creed Origins Angespielt

    Ermittlungen in der stinkenden Stadt

  4. Windows 10

    Microsoft will auf Zwangsupdates verzichten

  5. Brio 4K Streaming Edition

    Logitech-Kamera für Lets-Player und andere Streamer

  6. Vor Bundestagswahl

    Facebook löscht Zehntausende Spammer-Konten

  7. Bilderkennung von Google

    Erste Hinweise auf Lens in der Google-App

  8. Open Source

    Node.js-Führung zerstreitet sich über Code-of-Conduct

  9. Enigma ICO

    Kryptowährungshacker erbeuten halbe Million US-Dollar

  10. SNES Classic Mini

    Mario, Link und Samus machen den Moonwalk



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Schifffahrt: Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
Schifffahrt
Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
  1. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  2. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße
  3. Yara Birkeland Autonomes Containerschiff soll elektrisch fahren

Nach Anschlag in Charlottesville: Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
Nach Anschlag in Charlottesville
Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
  1. Bundesinnenministerium Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro
  2. EU-Transparenz EuGH bekräftigt nachträglichen Zugang zu Gerichtsakten
  3. Rücknahmepflicht Elektronikschrott wird kaum zurückgegeben

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Vega 64 Strix ausprobiert Asus' Radeon macht fast alles besser
  2. Radeon RX Vega Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
  3. Radeon RX Vega 56 im Test AMD positioniert sich in der Mitte

  1. Re: Grundsätzlich nicht uninteressant

    kayozz | 08:22

  2. Re: Ob das auch für Windows 10 Updates auf eine...

    Truster | 08:22

  3. Typische Ubisoft-Formel

    Geigenzaehler | 08:22

  4. Re: Wann gibt es endlich "schöne" Gaminglaptops...

    Seralic | 08:20

  5. Re: kann autonome Kampfsysteme auch nicht gutheißen

    picaschaf | 08:20


  1. 07:45

  2. 07:30

  3. 07:15

  4. 18:04

  5. 17:49

  6. 16:30

  7. 16:01

  8. 15:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel