Abo
  • Services:

Kindle-Bibliothek: Amazon will Autoren nach Seiten bezahlen

Wer mehr schreibt und mehr gelesen wird, erhält mehr Geld: Der Onlinehändler Amazon ändert das Entlohnungsmodell für seine E-Book-Autoren.

Artikel veröffentlicht am ,
Kindle Unlimited: Verändert das neue Bezahlmodell die Literatur?
Kindle Unlimited: Verändert das neue Bezahlmodell die Literatur? (Bild: Amazon)

Amazon macht Ernst mit Pay per Read: Autoren von E-Books will das Unternehmen künftig entsprechend der Textmenge bezahlen. Das hat Amazon auf der Seite des Programms Kindle Direct Publishing angekündigt.

Stellenmarkt
  1. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  2. DESY Deutsches Elektronen Synchrotron, Hamburg

Die Autoren, die ihre E-Books in Amazons Angeboten Kindle Unlimited und Kindle Owners' Lending Library anbieten, sollen dann nach geschriebenen und gelesenen Seiten bezahlt werden. Amazon will die Einnahmen aus den beiden Programmen entsprechend aufteilen: Demnach erhält ein Autor, der längere Werke verfasst, mehr als ein Autor von Kurzgeschichten - vorausgesetzt, die Texte werden gelesen. Und je mehr Seiten eines Textes gelesen werden, desto mehr Geld erhält ein Autor.

Mehr schreiben + mehr gelesen werden = mehr Geld

Amazon macht folgende Beispielrechnung auf: In einem Monat werden 100 Millionen Seiten gelesen und dafür 10 Millionen US-Dollar eingenommen. Für ein Buch mit 100 Seiten, das 100-mal komplett gelesen wurde, erhielte der Autor 1.000 US-Dollar. 100 Lektüren von 100 Seiten macht 10.000 gelesene Seiten. Die werden multipliziert mit den Einnahmen von 10 Millionen US-Dollar und dividiert durch die Gesamtzahl der im betreffenden Monat gelesenen Seiten, also 100 Millionen Seiten. Das ergibt eben 1.000 US-Dollar.

Bisher wurden die Einnahmen gleichmäßig auf die ausgeliehenen E-Books verteilt - unabhängig von deren Umfang oder der Zahl der gelesenen Seiten. Das neue Entlohnungsmodell sei auf Wunsch der Autoren eingeführt worden, "die uns gebeten haben, die Ausschüttung besser mit der Länge der Bücher und damit, wie viel Kunden lesen, in Einklang zu bringen", schreibt Amazon. Es gilt ab dem 1. Juli.

Verändert sich Literatur?

Es wird interessant sein zu beobachten, ob und wie sich dieses neue Entlohnungsmodell auf die Texte auswirkt. Möglich wäre, dass ein solches Modell Geschichten mit viel Action und einem einfachen Spannungsbogen fördert, die schnell zu konsumieren sind.

Kindle Unlimited ist ein E-Book-Leihangebot, das Amazon im vergangenen Jahr zunächst in den USA und dann auch in Deutschland eingeführt hat: Für einen Pauschalbetrag von 10 Euro im Monat können Nutzer so viele E-Books lesen, wie sie wollen. Die Kindle Owners' Lending Library ist ein vergleichbares Angebot für Kunden von Amazons Prime-Programm.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-31%) 23,99€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 50,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  4. 2,99€

Der Held vom... 02. Jul 2015

Das musst du Amazon fragen, denn die wollen mit dem Leihkonzept Geld verdienen und die...

kernkraftzwerg 23. Jun 2015

Auch wieder wahr, aber einen Großteil der Anwendungsfälle hätte man trotzdem abgedeckt...

Jakelandiar 22. Jun 2015

"Die Autoren, die ihre E-Books in Amazons Angeboten Kindle Unlimited und Kindle Owners...

Bouncy 22. Jun 2015

Echt, +1, ohne die beiden Posts zu lesen, die das widerlegen? Wow...

fehlermelder 22. Jun 2015

Jetzt kann ich auch mal einen "Das gab 's schon vorher" Thread aufmachen. Nur wurden...


Folgen Sie uns
       


Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht

Die Ajax-Arena in Amsterdam wird komplett aus eigenen Akkureserven betrieben. Die USVen im Keller des Gebäudes werden von Solarzellen auf dem Dach und parkenden Elektroautos aufgeladen. Golem.de konnte sich das Konzept genauer anschauen.

Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. ID Buzz und Crozz Volkswagen will Elektroautos in den USA bauen
  2. PFO Pininfarina plant Elektrosupersportwagen mit 400 km/h
  3. Einride Holzlaster T-Log fährt im Wald elektrisch und autonom

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /