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Kinderspielzeug: Vtech zahlt 650.000 Dollar Strafe für Datenschutzverstöße

Auch in den USA können Datenschützer Strafen verhängen - aktuell trifft es den Spielzeughersteller Vtech. Dieser hat nach Meinung der FTC vor dem Sammeln von Daten nicht ausreichend um Erlaubnis gefragt. Außerdem sind die Sicherheitsmaßnahmen unzureichend gewesen.

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Vtech muss in den USA eine Strafe zahlen.
Vtech muss in den USA eine Strafe zahlen. (Bild: Vtech)

Der Hersteller vernetzter Kinderspielzeuge Vtech muss in den USA wegen des Verstoßes gegen Datenschutzbestimmungen eine Strafe von rund 650.000 US-Dollar bezahlen. Das Unternehmen erreichte nach verschiedenen Hacks und einer umstrittenen Datensammelpraxis eine Vereinbarung mit der in den USA zuständigen Handelskommission (Federal Trade Comission, FTC), die dort in Abwesenheit unabhängiger Datenschutzbeauftragter die Einhaltung entsprechender Gesetze mit übernimmt.

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Die US-Justizbehörde hatte eine Beschwerde gegen das Unternehmen einreicht, weil dieses für die Sammlung von Daten von Kindern keine taugliche Genehmigung eingeholt hatte. Die App Kid Connect kann zur Steuerung und Kommunikationen mit verschiedenen Spielzeugen des Unternehmens genutzt werden. "Vernetztes Kinderspielzeug wird immer beliebter - deshalb ist es besonders wichtig, dass Unternehmen Eltern mitteilen, wie die Daten, die über ihre Kinder gesammelt werden, verwendet werden. Außerdem müssen Unternehmen angemessene Schritte unternehmen, um diese Daten sicher zu verwahren", sagte FTC-Interimschefin Maureen Ohlhausen.

Ungenügende Sicherheitsmaßnahmen

Die FTC wirft Vtech außerdem vor, keine hinreichenden Sicherungsmaßnahmen für die gesammelten Daten vorgehalten zu haben. Bei Vtech wurden mehrfach zum Teil gravierende Sicherheitsprobleme festgestellt. So konnte ein Angreifer nach eigenen Angaben mehr als 190 GByte an Daten kopieren, darunter Porträtfotos von Kindern und Eltern sowie Chatprotokolle. Auch der Webshop des Unternehmens war angreifbar.

Daten von Kindern unterliegen einem besonderen Schutz. Der Children's Online Privacy Protection Act (Coppa) in den USA sieht entsprechende, strengere Maßnahmen für Kinder unter 13 Jahre vor. Immer mehr Hersteller setzen auf vernetztes Spielzeug oder gar ein vernetztes Kinderzimmer. Im vergangenen Jahr gaben wir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen - und schauten uns dazu Feinstaubmesser im Kinderzimmer und Bluetooth-Babysocken an.



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