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Roboter Myon
Roboter Myon (Bild: Fesseler/Beuth Hochschule)

Kinderroboter Myon: Einauge lernt, Einauge hat Körper

Roboter Myon
Roboter Myon (Bild: Fesseler/Beuth Hochschule)

Myon will einfach nur lernen: Der nur 125 Zentimeter große Roboter entwickelt sich wie ein Kleinkind. Bald soll er an der Uni zum Einsatz kommen.
Ein Bericht von Sara Weber

Myon ist so groß wie ein Grundschulkind. Statt Augen, Nase, Mund hat er ein großes, weißes Auge mit Kameralinse, das mittig in seinem Kopf sitzt. Sein Körper sieht ein bisschen aus wie der eines Stormtroopers: weiße Gliedmaßen, verbunden durch dunkle Gelenke.

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Sobald Myon sich bewegt, erinnert nichts mehr an einen Stormtrooper. Wenn er geht, dann wie ein Kleinkind, das erst vor wenigen Tagen seine ersten Schritte gemacht hat, nur ohne Windelhintern. Auch sonst ist Myon auf einem ähnlichen Entwicklungsstand wie ein Kind. Er lernt ständig hinzu: gehen, sprechen, singen, verstehen. Im kommenden Semester wird er verstärkt selbst zum Lehrer: Myon arbeitet mit Berliner Studenten im Team, um ihnen beim Lernen zu helfen.

Was ist Intelligenz und wie entsteht sie?

Lernen ist die Aufgabe, für die er gebaut wurde. "Wir wollen herausfinden, was Intelligenz ist und wie sie entsteht", erklärt Manfred Hild. Hild ist Professor für Digitale Systeme an der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin und einer von Myons Vätern. "Wir versuchen zu lernen, was die minimalen Bausteine von Intelligenz sind", erklärt er am Telefon. Bestimmte Dinge müssten gegeben sein, um darauf aufzubauen - so brauche Intelligenz einen Körper, der mit der Umwelt interagieren könne, der sich bewege und Dinge lernen könne.

Myons Körper ist der eines humanoiden Roboters, der aufgrund seiner Bauweise eben leichte Ähnlichkeiten mit den Star-Wars-Truppen hat. Was Myon kann, ist abhängig von den Daten, die auf ihm aufgespielt sind: Setzt man die SD-Karte zurück, die in dem Roboter steckt, ist auch Myons Wissensstand wieder auf Null. "Das System ist ständig im Wandel", sagt Hild. Myon ist eine Art komplexer Baukasten, ein modulares System, das sich immer weiterentwickelt: Seine Gliedmaßen können abgenommen und ausgetauscht werden, ebenso wie die Elektronik im Kopf. Seit neuestem hat Myon elastische Finger, davor bestanden seine Hände noch aus Zwei-Punkt-Greifern.

"Wir wollten einen möglichst natürlichen Körper haben", sagt Hild, einen Körper, mit dem Menschen interagieren würden. Denn ohne menschliche Hilfe kann Myon nicht lernen. Es ist mit ihm tatsächlich ein wenig wie mit einem Kind, nur noch intensiver. "Man ist viel involvierter", sagt Hild. "Der Roboter lernt nicht alleine laufen, nicht ohne unser Zutun." Biologische Systeme seien da weitaus besser. Aber: "Das Ziel ist, dass wir irgendwann dahin kommen und die notwendige Interaktion möglichst gering halten können."

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Forscher verschiedene Systeme implementiert, die für sich allein oder in Interaktion funktionieren. Geregelt werden müssen verschiedene Dinge: Verhalten, Körperkontrolle, Wahrnehmung. Und das ist komplexer, als es klingt. Akustische Wahrnehmung etwa funktioniert anders als visuelle Wahrnehmung. Um Töne zu erkennen, muss Myon sich etwa fragen, woher ein Ton kommt, und ob er hoch oder tief ist. Für die visuelle Wahrnehmung hingegen muss er sich ganz andere Fragen stellen: Wo bewegt sich etwas? Welche Farben hat es? Ist es ein Gesicht?

Lernen über Nachahmung 

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DrWatson 17. Sep 2016

Wer ist denn der Ideal-Mensch???



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