Kinderarbeit: Samsung stellt Zusammenarbeit mit Zulieferer vorläufig ein
Samsung hat die Zusammenarbeit mit dem Zulieferbetrieb Shinyang Electronics aus der chinesischen Stadt Dongguang vorläufig gestoppt. Der südkoreanische Hersteller reagiert damit auf Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation China Labor Watch (CLW). Diese hatte bei einer Kontrolle in der Fabrik zahlreiche Arbeiter entdeckt, die jünger als die gesetzlich geforderten 16 Jahre waren .
Samsung hatte Missstände zunächst nicht entdeckt
"Es ist unglücklich, dass die Vorwürfe trotz Samsungs Bemühungen auftauchen, Kinderarbeit bei Zulieferbetrieben zu vermeiden" , erklärt der Hersteller in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) . Samsung hatte den Betrieb selbst kontrolliert, die durch CLW bekanntgemachten Missstände aber nicht entdeckt.
CLW hatte in der Fabrik von Shinyang Electronics nicht zur zahlreiche zu junge Arbeiter, sondern auch weitere Probleme wie zu lange Arbeitszeiten, fehlende soziale Absicherungen und mangelnde Einweisungen bezüglich gefährlicher Materialien vorgefunden. Samsung gibt an, die Fabrik zwei Mal im Jahre 2013 kontrolliert zu haben.
Die letzte Kontrollperiode endete am 25. Juni 2013, Samsung hatte hier keine Auffälligkeiten bezüglich Kinderarbeit feststellen können. Dem Bericht von CLW folgend hat Samsung mittlerweile aber mit neuen Untersuchungen begonnen, die offenbar schon erste Ergebnisse hervorgebracht haben: So gibt es Anzeichen dafür, dass schon am 29. Juni 2013 erste illegale Einstellungen stattgefunden haben sollen.
Einstellungsverfahren soll verbessert werden
"Sollten die Untersuchungen beweisen, dass der Zulieferer tatsächlich illegal Kinder eingestellt hat, wird Samsung die Geschäftsbeziehungen in Übereinkunft mit seiner Null-Toleranz-Politik bezüglich Kinderarbeit permanent abbrechen" , stellt Samsung klar. Des Weiteren will Samsung sein Einstellungsverfahren nicht nur bei seinen eigenen Produktionsstätten, sondern auch bei den Zulieferern verbessern, um derartige Fälle künftig zu vermeiden.
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