Kim Schmitz alias Kimble wird Kim Dotcom

Im Jahr 2007 verschwanden plötzlich sämtliche Webseiten von Schmitz aus dem Netz und es tauchten erste Berichte darüber auf, dass er in Verbindung zu dem Sharehoster Megaupload steht. Trotz seiner Bemühungen, dies geheim zu halten, gelangte die Information, dass er der Gründer des Dienstes war, an die Öffentlichkeit.

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Insgesamt beschäftigte die Megaupload Ltd. zu Spitzenzeiten rund 155 Personen. Neben dem Filehoster erweiterte Schmitz, der sich 2010 in Kim Dotcom umbenannte, das eigene Produktportfolio kontinuierlich.

Unter anderem mit dem Video-Hosting-Service Megavideo oder dem Image-Hoster Megapix. Aber auch der Bereich Musik wurde mit Megabox abgedeckt. Zudem launchte die Megaupload Limited einen Onlinebezahldienst namens Megapay. Insgesamt betrieb das Unternehmen neben Megaupload bis 2012, also bis zur Stilllegung durch das FBI, 13 weitere Dienste.

Vier Prozent des täglichen Internetverkehrs

Die genannten Webseiten wurden in erster Linie zur illegalen Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten genutzt. Allein Megaupload war für rund vier Prozent des täglichen Internetverkehrs verantwortlich und verfügte über 180 Millionen registrierte Nutzer. Teilweise reichte es aus, den Titel eines aktuellen Kinofilms bei Google einzugeben, um diesen bei Megaupload beziehungsweise Megavideo zu finden und kostenlos zu schauen.

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Die Urheber sahen das natürlich gar nicht gern und begannen, gegen das Mega-Netzwerk vorzugehen - was dazu führte, dass der neuseeländische Geheimdienst Dotcom, der inzwischen in Neuseeland lebte, illegal ausspionierte. Bemerkt wurde dies nur, weil der Mega-CEO unter dem Synonym Mega Racer zum erfolgreichsten Spieler in Call Of Duty: Modern Warfare 3 aufstieg, und feststellte, dass sein Ingame-Ping ungewöhnlich hoch war.

Wie sich später herausstellte, lag dies an den Überwachungsmaßnahmen des Geheimdienstes, da die Behörden Dotcoms gesamten Traffic innerhalb Neuseelands umgeleitet hatten. Durch die zusätzlichen Hops stieg die Round Trip Time (RTT) der Datenpakete an, was einen höheren Ping zur Folge hatte.

Der Höhepunkt der Ermittlungen ereignete sich am 19. Januar 2012, als Kim Dotcoms Anwesen von den Behörden gestürmt wurde. Neben dem Gründer nahm die neuseeländische Polizei drei seiner Geschäftspartner vorläufig fest. Außerdem sind sämtliche Mega-Dienste durch die US-amerikanischen Behörden abgeschaltet worden.

Juristische Auseinandersetzung dauert an

Es folgte eine juristische Auseinandersetzung, die bis heute nicht beendet ist. Zunächst wurde der Mega-Gründer am 22. Februar 2012 auf Kaution freigelassen. Im März 2012 beantragten die Vereinigten Staaten von Amerika seine Auslieferung, die der Unternehmer aber bis heute erfolgreich verhindern konnte.

Zudem wurden die Hausdurchsuchung im Januar 2012 sowie die damit einhergegangenen Beschlagnahmungen vom neuseeländischen High Court am 28. Juni 2012 für illegal erklärt.In der Folge entschuldigte sich der neuseeländische Premierminister John Key im September 2012 bei Dotcom.

Kim Dotcom - Gefangen im Netz

Allerdings revidierte das Gericht die Entscheidung im Februar 2014 und erklärte, dass die Razzia doch gesetzeskonform war. Im Jahr 2015 wurde der Beschluss erlassen, dass Dotcom an die USA ausgeliefert werden darf. Aktuell liegt der Fall beim Supreme Court Neuseelands, der die Anzahl der möglichen Anklagepunkte reduzierte und die Entscheidung wegen Formfehlern zurückwies. Hier läuft jedoch noch das Berufungsverfahren.

Dotcom erwirbt weiterhin kostspielige Sachgüter

Momentan scheint es dem Megaupload-Gründer trotz der Ermittlungen und Prozesse gutzugehen. Wie sich dem Instagram-Account kim_dotcom entnehmen lässt, hat der anhaltende Rechtsstreit die eigenen Finanzen nicht signifikant belastet und es werden weiterhin kostspielige Sachgüter erworben.

Mit seiner Webseite kim.com vermarktet sich der Hacker auch heute noch und erinnert an einst erzielte Erfolge. Der Cloud-Hoster Mega ist seit seiner Gründung am 20. Januar 2013 weiterhin nutzbar.

Dotcom war allerdings weder am Design noch an der technischen Realisierung von Mega aktiv beteiligt. Jedoch brillierte er in Sachen Marketing und in der Anwerbung von Risikokapital. Nur ein Jahr nach der Gründung trennte er sich von den meisten seiner Anteile und trat zudem von seinem Vorstandsposten zurück, um sich neuen Herausforderungen zu widmen.

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 Vom Hacker zum Jungunternehmer
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Lapje 08. Jul 2021

Es wird eher gemunkelt dass die Scheidung "arrangiert" war, damit seine Frau einen gro...

Ofenrohr! 07. Jul 2021

Ohne Hexenverbrennung hätte es die mittelalterliche "Kultur" mit ihren Werken auch nie...

adorfer 30. Jun 2021

In den USA nennt man so einen Lebenswandel wohl Con-Artist. Aber hey, wenn er damit...

elegon 29. Jun 2021

News über ihn gibts nicht mehr so häufig, und der Beitrag ist sicher Nektar für ihn...



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