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Kim Dotcom: Vorschau auf die Adware-finanzierte Megabox

Kim Dotcom hat einen ersten Ausblick auf seinen neuen Musikdienst Megabox gegeben. Wer darüber kostenlos Musik hören will, muss eine Software installieren, die Werbung auf Webseiten gegen Anzeigen austauscht, an denen Megabox verdient.
/ Jens Ihlenfeld
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Megabox soll über Adware finanziert werden. (Bild: Kim Dotcom)
Megabox soll über Adware finanziert werden. Bild: Kim Dotcom

Mit zwei kurzen Videos hat Kim Schmitz alias Kim Dotcom, gegen den derzeit wegen massiver Urheberrechtsverstöße im Zusammenhang mit Megaupload ein Verfahren läuft, seinen neuen Musikdienst Megabox vorgestellt. Ein Making-of-Video zeigt, wie Megabox aussehen wird, Details zur Funktionsweise verrät es aber nicht.

Einige Details zu Megabox hat Dotcom aber Torrentfreak verraten(öffnet im neuen Fenster) : Demnach soll das kostenlose Musikhören über Megabox über eine Adware namens Megakey finanziert werden. Diese funktioniert ähnlich wie ein Adblocker. Statt aber Werbung auf Webseiten zu blockieren, tauscht Megakey die Anzeigen auf Webseiten aus, so dass die Einnahmen aus der Werbung bei Kim Dotcom landen.

Megabox – Making of Trailer
Megabox – Making of Trailer (02:07)

Wer die Adware nicht nutzen will, so Dotcom, könne die Musik auch kaufen. Dabei sollen 90 Prozent der Einnahmen an die Künstler ausgeschüttet werden.

Welche Künstler dabei mitmachen, verrät Kim Dotcom noch nicht. Im Making-of-Video zu Megabox sind als exklusive Künstler die Namen "The Black Keys", "Rusko", "Two Fingers" und "Will.i.am" zu lesen. Zudem tauchen Namen wie Radiohead, Blur und Rihanna auf. Ob diese aber bei Megabox mitmachen, ist unklar. Es stellt sich zudem die Frage, ob Megabox überhaupt auf Künstler beschränkt wird, die dabei mitmachen, denn auch der Upload von Dateien soll möglich sein, wie im Video zu sehen ist.

Megabox – Promotrailer
Megabox – Promotrailer (00:40)

Derweil läuft weiterhin ein Verfahren gegen Kim Dotcom wegen Urheberrechtsverletzungen. Im Januar 2012 wurde Dotcom zusammen mit vier seiner Mitarbeiter verhaftet . Seine Villa wurde durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt und die Plattform Megaupload offline genommen. Dotcoms Vermögen wurde eingefroren und anschließend teilweise wieder freigegeben.

In dieser Woche wurde bekannt, dass der neuseeländische Geheimdienst dabei geholfen hat, den Megaupload-Gründer zu finden. Das aber war illegal, Neuseelands Premier John Key kündigte daher eine Untersuchung an.


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