Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Kim Dotcom: Neuseeland soll Megaupload gegen Hobbit getauscht haben

In einem Interview hat Kim Dotcom Vorwürfe gegen die Regierung seines Gastlandes Neuseeland erhoben. Der Staat habe auf Bitten von Warner Brothers die Zerschlagung von Megaupload betrieben, damit die Hobbit-Filme auf den Inseln gedreht werden.
/ Nico Ernst
127 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Megaupload-Gründer Kim Dotcom im Januar 2013 (Bild: Nigel Marble/Reuters)
Megaupload-Gründer Kim Dotcom im Januar 2013 Bild: Nigel Marble/Reuters

Der US-Fernsehsender ABC hat ein 21 Minuten langes Interview mit Kim Dotcom(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, in dem der Onlineunternehmer die Regierung von Neuseeland beschuldigt, an der Zerschlagung von Megaupload aktiv mitgewirkt zu haben. Dotcom zufolge soll das Studio Warner Brothers die neuseeländische Regierung gebeten haben, Maßnahmen gegen Megaupload einzuleiten.

Dies, so Dotcom weiter, sei auch in persönlichen Gesprächen mit Premierminister John Key geschehen. Warner habe im Vorfeld der Dreharbeiten zur Hobbit-Trilogie umfangreich mit Neuseeland verhandelt. Dabei habe der Staat unter anderem Steuererleichterungen von rund 120 Millionen Neuseeland-Dollar garantiert und sogar einige Gesetze geändert, um lokale Arbeiter geringer bezahlen zu können.

Mit Bezug auf Key sagte Dotcom nach rund 12 Minuten des Interviews: "Wir wissen auch, dass er Megaupload als Teil dieser Verhandlungen auf dem Silbertablett serviert hat." Auf Nachfragen der Interviewerin, woher Dotcom das wisse, wollte er keine Belege für diese Theorie liefern. Dies könne er erst in einem Gerichtsverfahren tun. Ob das schon bei seinem derzeit laufenden Auslieferungsverfahren der Fall sein könnte, ließ Dotcom offen.

Nach mehrfachen Verschiebungen wird die Bitte der US-Behörden nach einer Auslieferung nun erst wieder im August 2013 in Neuseeland verhandelt. Erst vor kurzem stellte ein dortiges Gericht fest, dass die Beschlagnahmung von Dotcoms persönlichen Rechnern und Daten illegal war, die Geräte wurden ihm zurückgegeben. Gleichzeitig ordnete das Gericht an, dass Kopien der Daten gelöscht werden müssen.


Relevante Themen