Kilswitch und Apass: US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken

Ein Untersuchungsbericht zeigt: Zwei vom US-Militär im Kampfeinsatz genutzte Programme hätten durch schwere Sicherheitslücken theoretisch ausgenutzt werden können. Die Programme zeigen GPS-Daten sowie eigene und feindliche Truppenbewegungen an und integrieren die Kommunikation zwischen Einheiten.

Artikel veröffentlicht am ,
Soldaten können mit der Software Feindbewegungen sehen und Luftschläge anfordern.
Soldaten können mit der Software Feindbewegungen sehen und Luftschläge anfordern. (Bild: DARPA)

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht nutzt das US-Militär eine Software im Kampfeinsatz, die eine große Sicherheitslücke beinhaltet. Betroffen sind die Android-Apps Kinetic Integrated Low-Cost Software Integrated Tactical Combat Handheld (Kilswitch) und Android Precision Assault Strike Suite (Apass). Der Bericht ist öffentlich im Internet abrufbar, allerdings stark geschwärzt. Details zur Sicherheitslücke sind somit kaum identifizierbar.

Stellenmarkt
  1. 2 Hauptsachbearbeiter / innen (w/m/d)
    Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Senior IT Architect Storage (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Zuffenhausen
Detailsuche

"Mit Cybersecurity haben sich die Entwickler nicht beschäftigt", schreibt das zuständige Untersuchungsbüro der US Navy, das den Bericht verfasst hat. Allerdings waren beide Programme schnell sehr beliebt, da sie einfach zu bedienen sind. Beide Programme zeigen Soldaten im Einsatz sowie Satellitenbilder der Umgebung und zeigen Missionsziele, eigene Einheiten und Feindbewegungen an. Sie integrieren eine Art Teamkommunikation, mit der sich Einheiten und Gefechtsstand untereinander austauschen können. Über die Software können sogar Luftschläge auf bestimmte Positionen angefordert werden.

Angreifer könnten große Schäden anrichten

Wenn Angreifer Zugriff auf diese Art der Information hätten, könnten sie beträchtlichen Schaden anrichten. Die Software ist zudem öffentlich über den Appstore der Organisation Geoint abrufbar. Das Militär habe es versäumt, seinen Soldaten die Nutzung der Programme zu untersagen, heißt es in dem Bericht. Stattdessen habe die weniger benutzerfreundliche, dafür getestete und sichere Software Android Tactical Assault Kit (Atak) verteilt werden müssen.

Das US-Militär arbeitete mit den Entwicklern der betroffenen Apps, Druca und Dpss, zusammen, um die Sicherheitslücken zu schließen. Diese wurden je nach Wichtigkeit in vier Kategorien eingeteilt - ein Vorgehen, das so auch in der freien Wirtschaft verwendet wird. Ein Fix wurde anscheinend bereits bereitgestellt. Zumindest bezeichnet der Bericht beide Programme mittlerweile als "nutzungssicher".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anonymer Nutzer 26. Dez 2018

iWinAdrone phones bitte, und nicht was was die chinesen fest im griff haben! ;)

Sharra 26. Dez 2018

Dass gerade das US-Militär, die eigentlich die NSA im Rücken hätten, bei sowas schlampt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Akkutechnik
Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen

Preise steigen in einem Jahr von Rekordtief auf Rekordhoch. Das Angebot hält mit unerwartet hoher Nachfrage nach Lithium-Ionen-Akkus nicht mit.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Akkutechnik: Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen
Artikel
  1. Telekom: Firmen wollen private 5G-Netze gar nicht selbst betreiben
    Telekom
    Firmen wollen private 5G-Netze "gar nicht selbst betreiben"

    Laut Telekom wollen die Firmen in Deutschland ihre über 110 5G-Campusnetze nicht selbst führen. Doch es gibt auch andere Darstellungen.

  2. Smartphone-App: Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten
    Smartphone-App
    Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten

    Mit dem großen Andrang habe das Kraftfahrt-Bundesamt nicht gerechnet. Nun ist die App kaputt. Ein Update soll es richten.

  3. Blizzard: Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected
    Blizzard
    Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected

    Besonders mächtige Ausrüstung aus Diablo 2 Resurrected wird auf Auktionsbörsen gehandelt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Räumungsverkauf bei MediaMarkt • Nur noch heute: Black Week bei NBB • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /