Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Kiln: An diesem Spiel töpfern die Entwickler seit 2017

Der Held von der Töpferscheibe: Kiln von Double Fine will kreative Keramik mit chaotischem Mehrspieler-Wettkampf verbinden.
/ Peter Steinlechner
1 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Artwork von Kiln (Bild: Double Fine)
Artwork von Kiln Bild: Double Fine

Im Rahmen der Xbox Developer Direct hat das Entwicklerstudio Double Fine mit Kiln ein ungewöhnliches neues Projekt vorgestellt. Der Multiplayer-Brawler verbindet kreatives Gestalten mit chaotischem Wettkampf und blickt auf eine lange interne Vorgeschichte zurück.

Seinen Ursprung hat Kiln im Jahr 2017. Laut Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) entstand die Grundidee damals während Amnesia Fortnight, einem regelmäßigen internen Entwickler-Workshop bei Double Fine; mit dem heutigen Fortnite das das übrigens nichts zu tun.

In dem Format lassen die Teams für zwei Wochen ihre laufenden Projekte ruhen und entwickeln Prototypen für neue Spielkonzepte. Kiln war einer dieser frühen Entwürfe, gedacht als Experiment.

Die Idee: Kann kreatives Gestalten – in diesem Fall Töpfern – zur spielmechanischen Grundlage eines Spiels werden? Die Idee verschwand nicht in der Schublade, sondern wurde über Jahre hinweg weitergedacht und nun zu einem vollwertigen Spiel ausgebaut.

Im fertigen Kiln schlüpfen die Spieler in die Rolle kleiner Geister, die sich zunächst einen Körper erschaffen müssen. Auf einer Töpferscheibe formen sie aus Ton ihre Spielfigur: Becher, Schalen, Vasen oder völlig eigenwillige Formen.

Action mit Scherben

Diese Gestaltung ist kein kosmetisches Extra, sondern bestimmt unmittelbar, wie sich die Figur bewegt, angreift oder Spezialfähigkeiten einsetzt. Größe, Form und Gewicht wirken sich direkt auf Tempo, Reichweite und Taktik aus.

Anschließend geht es in teambasierte Matches. Im zentralen Modus treten zwei Viererteams gegeneinander an und versuchen, den Ofen der Gegenseite mit Wasser außer Gefecht zu setzen.

Dabei wird die selbstgeformte Keramik zur Spielfigur: Sie kann Schaden nehmen, zerbrechen oder gezielt eingesetzt werden, um Gegner zu blockieren oder Wege freizumachen. Schaffen und Zerstören sind miteinander verknüpft und prägen das Spielgefühl, so die Hoffnung der Macher.

Zwischen den Partien dient ein gemeinsamer Hub als sozialer Treffpunkt. Dort lassen sich neue Figuren entwerfen, bestehende Designs anpassen oder einfach die Kreationen anderer Spieler betrachten. Double Fine versteht Kiln als bewusst zugängliches Multiplayer-Spiel, das Kreativität und Wettbewerb miteinander verbindet, ohne klassische Rollen oder feste Klassen vorzugeben.

Kiln erscheint nach aktueller Planung im Frühjahr 2026 für Xbox Series X/S, Playstation 5 und Windows-PC. Der Titel wird zum Start im Xbox Game Pass verfügbar sein.


Relevante Themen