Killer E3000: Ein nächster Schritt zu 2,5-Gigabit-Ethernet in Notebooks
Eine Neuheit auf der CES 2019, die nicht unmittelbar auffällt, ist der Netzwerkchip Killer Ethernet E3000(öffnet im neuen Fenster), welchen diverse Hersteller in ihre Geräte bauen. Die Besonderheit: Das Gerät ist mit 2,5-Gigabit-Ethernet kompatibel – ein Standard, der normalerweise im Enterprise-Bereich eingesetzt wird. Der E3000 ist wie herkömmliche Gigabit-Ethernet-Chips abwärtskompatibel zu 1.000, 100 und 10 MBit/s. Das auf dem Chip verbaute WLAN-Modul funkt zudem im Standard Wi-Fi 6 (802.11ax). Geräte mit dieser Technik müssen sich allerdings noch stärker auf dem Markt etablieren.
Wie frühere Killer-Produkte soll auch der E3000 eine wesentlich geringere Latenz ermöglichen als herkömmliche Netzwerkadapter. Markenbesitzer Rivet Networks spricht von mehr als dreifach besserer Verzögerung. In der Praxis hat sich allerdings dieser Vorteil bisher als kaum bemerkbar erwiesen. Außerdem wird dafür eine andere Netzwerkhardware mit Killer-Firmware vorausgesetzt, etwa Gaming-Router und -Switches.
Theoretisch bessere Leistung durch Software
Für den E3000 veröffentlicht der Hersteller die Software Killer Control Center 2.0, in der Netzwerktraffic überwacht werden kann. Ein Dashboard zeigt dem Anwender an, welche Dienste wie viel Bandbreite benötigen. Die Funktion Gamefast unterbricht dabei Dienste und Anwendungen automatisch, um möglichst viele Ressourcen dem laufenden Spiel zuzuweisen. Das gilt für Netzwerkkapazitäten wie für CPU- und Arbeitsspeicherresservern des Hostsystems. Die Killer Intelligence Engine fokussiert sich nur auf den Netzwerktraffic und kann die Bandbreite für verschiedene Dienste anpassen oder Vorschläge unterbreiten, wie die Netzwerkleistung optimiert werden kann.
Erste Notebooks mit dem neuen Netzwerkadapter kommen von den Marken Alienware, Asus ROG, Razer, MSI und Acer. 2,5 GBit/s sind ein guter Kompromiss zwischen dem bereits sehr alten Gigabit-Ethernet-Standard und dem teilweise noch ziemlich teuren 10-Gigabit-Ethernet. Allerdings sind Killer-Produkte meist etwas teurer als Netzwerkhardware von anderen Herstellern, da sie sich durch ihre Gaming-Funktionen abheben sollen.
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