Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Kickstarter: Soundcam macht Geräusche in Echtzeit sichtbar

Mit der Soundcam lassen sich Lärmquellen sichtbar machen. Die Kamera verfügt über mehrere Mikrofone und ein Display, auf dem die Richtung, aus der die Geräusche kommen, im Bild visualisiert wird. Die akustische Kamera wird über Kickstarter finanziert.
/ Michael Linden
43 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Soundcam (Bild: Kickstarter)
Soundcam Bild: Kickstarter

Filmen einmal anders: Normalerweise werden mit einer Videokamera Bilder und Töne aufgenommen, doch bei der Soundcam lässt sich zudem feststellen, woher der Ton genau kommt. Das kann Entwicklern helfen, Lärmquellen zu minimieren.

Die Soundcam macht den Ursprung des Lärms durch mehrere Mikrofone in einem tellerförmigen Gehäuse sichtbar. Insgesamt kommen 64 Mikrofone zum Einsatz. Damit ist eine Ortung möglich, auch wenn sich die Tonquelle bewegt. Diese Information wird in ein normales Kamerabild eingeblendet.

Mit einem Tonfilter können bestimmte Frequenzen hervorgehoben werden, so dass Nebengeräusche nicht mehr berücksichtigt werden. Das Gerät ist 34 x 34 x 9,5 cm groß und wiegt etwa 3,4 kg.

Soundcam Kickstarterkampagne
Soundcam Kickstarterkampagne (00:21)

Das System kann aber nicht nur genutzt werden, um unspezifischen Lärm sichtbar zu machen, sondern ist so hochauflösend, dass auch unterschieden werden kann, wo der Ton entsteht, etwa bei einer Maschine. Selbst das Geräusch, das eine Büroklammer verursacht, die über ein Stück Papier geschoben wird, kann so präzise im Bild verfolgt werden.

Das Problem der am 24. April startenden Kickstarterkampagne, über welche die Finanzierung der Serienproduktion laufen soll, dürfte derweil der hohe Preis des Geräts sein. Die Soundcam kostet über Kickstarter ab 4.000 Euro - das ist der halbe Endverkaufspreis. Im November 2018 soll die Auslieferung beginnen. Mit der Kampagne sollen 30.000 Euro eingesammelt werden.


Relevante Themen